Media Monday #206



Es ist schon wieder Montag und damit auch Zeit, neue Fragen von Wulf vom Medienjournal zu beantworten. Das Wochenende habe ich damit verbracht, niedliche Tierbabies im Wildpark Zürich anzuschauen (super cool!) und wegen der Hitze mit Migräne flach zu liegen (deutlich weniger cool!). Am Sonntag wurde dann mit "Sense8" angefangen, und am Abend habe ich zum ersten Mal seit sicher 20 Jahren "Jurassic Park" gesehen. Und was soll ich sagen? Der Film ist extrem gut gealtert und konnte mich richtig mitreissen. Freu mich schon auf Donnerstag, dann gibt es endlich "Jurassic World". Aber vorher werden Fragen beantwortet :D

1. Leonardo DiCaprio hätte ja spätestens für seine Darstellung als ganz egal was einen Haufen Preise verdient, denn so langsam wird das echt lächerlich. Dauernd ist der arme Kerl nominiert, und dauert gewinnt irgendwer anderes. Ich mein die Oscars sind eh voll für den Hintern und so, aber als Anerkennung wär einer halt doch mal einfach nett.

2. Bei Filmen in historischem Kontext, darf es lieber frei interpretiert sein oder möglichst akkurat und reell?
Das kommt ja immer drauf an. Filme wie "Black Death" leben von ihrem blanken, tristen Realismus. Filme wie "300" leben von der überzogenen Darstellung, auch wenn es sich um eine Comicverfilmung handelt. Aber ich gehe davon aus, dass das Überzogene daher kommt, dass ja einer zurückgeschickt wird um den anderen von der Schlacht zu erzählen. Und da schmückt er sicher einiges aus, um seine Mitstreiter zu beeindrucken :D 

So im Prinzip finde ich aber, dass Filme mit historischem Bezug die Geschichte so gut wie möglich wiedergeben sollten. Was sicher schwierig ist und in erster Linie davon abhängt, wer den Film wann macht. Aber dann liefert mir wenigstens eine mögliche Seite. Wenn du Bock hast, einen Fantasyfilm zu drehen, dann schreib das so drauf. Aber servier mir keine Fantasy im Gewand historischer Akkuratheit.  

3. Ich erfreue mich immer sehr an Fantasy-Settings, denn seit ich 2001 die Bekanntschaft mit "Herr der Ringe" machte und daraufhin zu diesem nerdigen Wesen mutierte, welches ich heute bin, hat Fantasy in meinem Herzen immer einen besonderen Platz.

4. Der spannendste Kriminalfall – ob im Film oder in Serie – ist schwer zu beantworten, weil ich Krimis eigentlich nicht so besonders toll finde. Also, neben Sherlock natürlich. Aber ich mochte dann doch den Fall, der in der kompletten ersten Staffel von "Broadchurch" abgehandelt wurde. Spannend, weil er sich mit den Auswirkungen auf eine Gemeinschaft befasst. Und natürlich weil David Tennant mitmacht. Aber lasst bloß die Finger von diesem unerträglichen Remake namens "Gracepoint". Amerika, niemand braucht deine unnötigen Remakes von genialen europäischen Produktionen.

5. Charlize Theron spielt ja sonst eher mir nicht so zusagende Rollen, aber als Furiosa in "Mad Max" hat sie mich restlos begeistert. Wer hätte gedacht, dass sie so grandios Action kann? Ich jedenfalls nicht. 

6. Unvergessen, wie James McAvoy in "Filth" einfach so derb die Sau rauslässt , denn ich hab mir nach der Buchlektüre gedacht dass man das niemals angemessen umsetzen könnte. Aber da hat er mich glatt eines besseren belehrt. Der Mann kann's einfach.

7. Schon witzig, wie in Filmen, die erst ein paar Jahre alt sind manchmal der Eindruck entsteht, dass sie in einer ganz anderen Welt spielen. Gefühlt hat sich in den letzten Jahren echt eine Menge verändert.

1 Kommentar:

  1. Das mit dem tristen Realismus bei black Death gefällt mir gut :)
    Musst dich nicht schämen - wir sind sind alle Tolkiensüchtig :lol:

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