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gelesen: Trollhunters

© Heyne > fliegt

Guillermo del Toro, einer meiner liebsten Regisseure, schreibt nebenbei auch Bücher. "Trollhunters" richtet sich, man erkennt es unschwer schon am toll gestalteten Cover, eher an ein jüngeres Publikum. Das hält mich natürlich keinesfalls vom Lesen ab. Wer lieber anschauen mag, der findet die passende Serie übrigens auf Netflix. Nun aber fix hinein ins Buch, bevor die Sonne aufgeht....

Das steht drin


An Monster unter dem Bett glaubt der 15-jährige Jim schon lange nicht mehr. Er hat ganz andere Probleme und Träume, wie z. B. seinen Loserstatus an der Schule zu verlieren, in Mrs.Pinktons Matheunterricht möglichst nicht an die Tafel gerufen zu werden und endlich, endlich, endlich die Aufmerksamkeit von Claire Fontaine, dem schönsten und coolsten Mädchen der Schule, zu erregen. Das ändert sich jedoch, als eines Abends eine gewaltige, haarige Pranke mit Krallen, so lang wie ein Unterarm, unter Jims Bett hervorschießt und ihn an den Füßen packt... 

Gelesen: Miss Peregrines Home for Peculiar Children

© Quirk Books
Das steht drin: Jakob wächst mit den sonderbaren und fantastischen Geschichten seines Großvaters auf. Als dieser unter seltsamen Umständen ums Leben kommt, begibt sich Jake auf die Suche nach den besonderen Kindern und ihrer Aufpasserin, Miss Peregrine, über die er so viel in den Geschichten erfahren hat. Er ahnt nicht, dass er sich damit in das Abenteuer seines Lebens stürzt.

Kritik: Die schier unendliche Welle an Young Adult Geschichten und ihren Kinoverfilmungen nimmt kein Ende. "Die Insel der besonderen Kinder" von Ransom Riggs, die als Verfilmung von Regisseur Tim Burton im Kino lief, macht da keine Ausnahme. Ein Blick ins Buch lohnt aber trotzdem.

Mit Debütromanen ist es ja immer so eine Sache. Immer wieder erscheinen belanglose Geschichten. Noch seltsamer sind Bücher für Jugendliche und junge Erwachsene, die ein verfälschtes Bild ihrer Zielgruppe zeichnen. Vielleicht liegt es auch an meinem eigenen Alter, aber ich finde viele Romanfiguren in Young Adult Geschichten extrem nervig. Aufgesetzt wirkende Sprache und oft schräges, so gar nicht nachvollziehbares Verhalten schrecken mich regelrecht ab. Hier ist das nicht der Fall. Ransom Riggs hat mit Jacob eine vielschichtige Figur geschaffen, mit der man sich sofort identifizieren kann.

Er steckt voller Zweifel über sich selbst, ist unsicher und kapselt sich von seiner Umwelt ab. Seine Familie entspricht der Sorte Eltern, die halt irgendwann mal Kinder bekommen haben, weil man das halt so macht. Viel Liebe scheint nicht vorhanden. Einzige Ausnahme ist der Großvater, bei dessen Geschichten lange unklar ist, wieviel Wahrheit dahintersteckt. Gemeinsam mit Jakobs Besonderheit ist die Geschichte über weite Teile auch als Parabel auf das Erwachsenwerden interpretierbar. Besonders gefallen haben mir auch die zahlreichen Fotos, die im Buch zu sehen sind. Alte Fotografien sind häufig ja sowieso schon etwas gruselig anzuschauen, hier wurden die Bilder ein wenig nachbearbeitet. Dazu gibt es hier und da handgeschriebene Briefe und Postkarten, so dass die Vorstellungskraft beim lesen richtig beflügelt wird.

Mit der Verlagerung auf die zumindest in der deutschen Fassung titelgebende Insel mischen sich zurückhaltende Anteile einer Liebesgeschichte sowie eine gute Dosis Mystery und Detektivgeschichte zu einer wirklich spannenden Abenteuerjagd zusammen. Die besonderen Kinder bleiben leider größtenteils blasse Charaktere, dafür wird sich auf eine Handvoll von ihnen konzentriert. Diese wenigen Figuren erfahren dann auch etwas tiefergehende Charakterisierungen. Die Gruppendynamiken sind stimmig, es gibt Konflikte zu bewältigen und natürlich muss die Gruppe zusammenhalten, um klarzukommen. Riggs hat dabei einen sehr natürlichen Schreibstil, der die Figuren extrem lebendig wirken lässt. So liest sich das erste Buch dieser Trilogie angenehm schnell weg und macht neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte.

Fazit: Ransom Riggs ist ein spannendes Debüt gelungen. Tolle, nachvollziehbare Figuren und eine sonderbare Geschichte, gefüllt mit liebevollen Details, sorgen für ein richtiges Leseabenteuer. Ein wirklich spannender und außergewöhnlicher Lichtblick im oftmals einheitsbreiigen Young Adult Sektor.

Fakten zum Buch

Miss Peregrines Home for Peculiar Children von Ransom Riggs | Verlag: Quirk | Erstauflage erschienen am 04. Juni 2013 | Taschenbuch | 384 Seiten | 8,99€ 


Reihenfolge

1. Miss Peregrines Home for Peculiar Childen / Die Insel der besonderen Kinder
2. Hollow City / Die Stadt der besonderen Kinder
3. Library of Souls / Die Bibliothek der besonderen Kinder
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