Posts mit dem Label True Blood werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label True Blood werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Recap: True Blood Season 7 Episode 10: Thank You

Ach, True Blood. Ich bin mir noch nicht sicher, ob du mir fehlen wirst. Ich bin mir auch nicht sicher, was deine Autoren mit dieser Staffel erreichen wollten. Ging es darum, Integrität zu wahren? Angefangenes zu einem Ende zu bringen, damit der Lebenslauf keine Lücken hat? Oder habt ihr gewusst, wie die Staffel ankommen wird, und wolltet den Fans einen Abschied so leicht machen wie möglich, indem ihr einfach nur groben Unfug zusammengeschrieben habt? Sollte letzteres der Fall sein, dann habt ihr euer Ziel wohl erreicht. Und ich finde das wirklich doof. Ich mochte True Blood immer, selbst der holprigen sechsten Staffel konnte ich irgendwo noch etwas abgewinnen. Doch Staffel sieben war nur dann gut, wenn Pam und Eric zu sehen waren. Und manchmal noch Jason. Wenn die Geschichte um die Hauptfiguren, also Bill und Sookie, als Schlafmittel allerdings effektiver wirkt als eine Überdosis Valium, dann sollte man sich Gedanken machen. Steigt also ein letztes Mal ein in den Wagen nach Bon Temps (leider nicht von Eric gefahren) und lest euch durch, was in der letzten Folge passiert ist. 
© HBO
Bill möchte nach wie vor sterben. Und weil es scheinbar das große Ziel der Serie ist, ihn dabei dastehen zu lassen wie das letzte Arschloch auf dem Planeten, verlangt er von Sookie, dass sie ihn umbringt. Aber nicht einfach nur so, sondern sie soll ihr Feenlicht dazu benutzen. Damit würde man nämlich mindestens zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Bill ist tot und würde nicht andauernd zu Sookie zurückkehren, und Sookie würde ihre Kräfte verlieren und ein normaler Mensch werden. Und das wäre ja ganz toll, denn dann würden die anderen Vampire sie nichtmehr so anziehend finden und sie könnte endlich eine Familie und Kinder und so haben. Ihre erste Reaktion darauf ist dementsprechend genau richtig: Sie schmeißt Bill raus.

Bill hört aber hier nicht damit auf, ein Arschloch zu sein. Er trifft in seinem Haus auf Jessica, die praktischerweise direkt Hoyt mitgebracht hat. Was läge da näher als sich zu erkundigen, ob die beiden irgendwann mal heiraten wollen? Und wie praktisch, dass Hoyt genau das auch möchte! Denn Bill durfte niemals eines seiner eigenen Kinder zum Altar bringen. Also muss jetzt kurzerhand Jessica heiraten, obwohl sie sich ihre Traumhochzeit immer anders vorgestellt hat. Was man nicht alles für seine Familie macht. Und so nimmt diese Blitzhochzeit aus dem Nichts einen Großteil der Laufzeit ein. Die man mit irgendwas spannendem hätte füllen können. Wobei, etwas spannendes ist doch passiert: Sookie kann Bills Gedanken lesen. Die sind allerdings sowohl kitschig als auch langweilig. Trotzdem, mehr Laufzeit für wichtigere Dinge wäre schön gewesen. Was obendrein zur berechtigten Frage führt: Wieso genau gab es jetzt so viele Bill-Flashbacks in der Folge? Um deutlich zu machen wie schrecklich sein Leben als Vampir ist? Wie gerne er sterben würde, oder wenigstens ein normales Leben gehabt hätte? Wie traurig er ist, weil er seine richtige Tochter nicht zum Altar führen konnte? Um jeder Amöbe noch klar zu machen, dass er nicht der richtige für Sookie ist, weil er verdammt nochmal ewig lebt und irgendwie, technisch gesehen, leider auch tot ist? Andererseits habe ich die Vermutung, dass sie eh nichts sinnvolles gehabt hätten, womit sie die Zeit sonst gefüllt hätten. Vielleicht war die Kostümabteilung unterbeschäftigt.

Beispielsweise mehr Szenen zwischen Eric, Pam, den Yakuza und Sarah. Eric scheint sich daran zu erinnern, dass er ein verdammt mächtiger Vampir ist, und er schaltet die komplette Truppe innerhalb der ersten neun Minuten der Folge einfach aus, denn mal ehrlich, Vertrauen ist halt einfach nicht sein Ding. Was die berechtigte Frage aufwirft, wie Pam es andauernd geschafft hat, von diesen unfähigen Deppen in Ketten gelegt zu werden. Sarah darf ein bisschen von Pams Blut trinken und wird dann freigelassen, damit sie sich verstecken kann. Als sie Pam später darum bittet, einen Vampir aus ihr zu machen, macht Pam ihre Ablehnung Sarah gegenüber deutlich. Definitiv wird Pam der Charakter sein, den ich am meisten vermissen werde. 
© HBO
Nach einer elend langen Hochzeit, in deren Rahmen sich Hoyt und Jason wieder vertragen und Sookie ihrer Begeisterung über Bridget Ausdruck verleiht, kommt es dann endlich zum Finale zwischen Bill und Sookie. Die hat, wie immer wenn irgendwas schlimmes passiert, natürlich zuerst einmal überlegt, was ihre Oma gesagt hätte. Gottseidank hat wenigstens Gran noch ein bisschen Verstand und macht in einer Rückblende der jungen Sookie klar, dass ihre Kräfte etwas besonderes sind. Von allein wär Sookie da im Leben nicht drauf gekommen. Dann geht sie los und redet mit Leuten. Zuerst mit ihrem Bruder, dann mit dem Reverend. Jetzt freu ich mich ja immer, wenn Jason auftaucht, aber dieses Gespräch mit dem Reverend war einfach sinnlos. Natürlich hilft sie ihm auch bei seiner Predigt, ist ja auch nicht schwer: Bald wird alles besser, weil es dann vorbei ist. Ohne Worte. Sie ruft dann endlich Bill an und bittet um ein Treffen am Friedhof, wo sie schon alles vorbereitet hat. Da Bill am Anfang der Folge darauf hingewiesen hat, dass sein Sarg leer ist, und er gern in einem Sarg enden würde, weil das ja zum Leben gehört, hat Sookie kurzerhand sein Grab öffnen lassen. Bill begibt sich also nach einem tränenreichen Abschied in sein Grab und Sookie beschwört ihre Lichtkugel mit einer Aufladung herauf...

...nur um dann doch nicht zu schießen. Sie will nicht aufgeben, wer sie ist. Die Fee ist ein Teil von ihr, und den will sie nicht verraten. Bill scheint unglücklich, will aber trotzdem sterben. Also bricht Sookie kurzerhand eine Schaufel durch und klettert zu Bill ins Grab, denn sich selber umbringen will er dann doch nicht. Stattdessen ist es viel cooler, die Liebe seines Lebens vollends zu traumatisieren, indem man sie zwingt den Vampir den sie liebt umzubringen. Hab ich schon erwähnt, dass er ein Arschloch ist in dieser Folge? Und so verwandelt Sookie die Liebe ihres Lebens mit einem Stück Holz in eine glibbrige, rote Masse und verzieht sich danach weinend nach Hause.

In einem unvermeidbaren Zeitsprung sehen wir zuerst Eric und Pam, die Werbung für New Blood machen. Weitere drei Jahre später sind die beiden reich und die Vampire scheinbar nicht dauerhaft geheilt, denn in Sookies Kühlschrank stehen ein paar Dosen New Blood herum. Eric sitzt wieder auf seinem Thron im Fangtasia, während Sarah im Keller angekettet ist und jeder für 100.000 Dollar pro Minute mal ran darf. Also, an ihr Blut, versteht sich. In Bon Temps endet alles, wie sollte es auch anders sein, mit einer Party. Sookie ist hochschwanger von einem Typen, dessen Gesicht man nicht eine Sekunde lang zu sehen bekommt. Sam und seine Frau kommen an Thanksgiving mitsamt Kind vorbei, Jason und Bridget sind verheiratet und haben ein ganzes Rudel Kinder. Arlene und Keith sind zusammen, Lafayette und James, Jessica und Hoyt, alle sind glücklich. Sogar Willa lebt scheinbar noch, die war ja zwischendrin mal verschwunden. Und mit diesem vor Glück platzenden Bild, in dem all die "Guten" gemeinsam an einem Tisch sitzen, verabschiedet sich True Blood von seinen Zuschauern. Und von der Idee, dass es darum ging mit wem Sookie am Ende zusammen ist. Deutlich wurde, dass es darum geht dass sie lernt, sich selbst zu akzeptieren. Immerhin das ist eine nette Botschaft.

Die letzte Szene hat trotzdem einen bitteren Nachgeschmack. True Blood war immer eine Sendung, in der das Anderssein normal war. In der ein Typ wie Eric Northman trotzdem einer Gruppe zugehörig sein konnte und vom Publikum gemocht wurde. Dass am Ende nicht nur der Eindruck entsteht, dass die moralisch verwerflich handelnden Figuren allesamt im Fangtasia rumhängen, sondern der Umgang mit Sarah Newlin weitab von jeder Gerechtigkeit einfach nur purer Sadismus ist, den diese Figur absolut nicht verdient hat, sondern dann auch der ganze Rest noch fröhlich beieinander sitzt, ist irgendwie traurig. Natürlich ist es schön, dass viele Figuren überlebt haben. Und es ist auch schön, dass wir Sam nochmal gesehen hatten, nachdem ich mir letzte Woche sicher war, dass in dieser Staffel mit allen Abschieden einfach nur geschmacklos umgegangen wird. Der bittere Nachgeschmack, dass die Serie mit ihrer letzten Folge ihr einstmals schlaues Konzept der Gleichberechtigung und der Lobreden auf das Anderssein verraten hat, bleibt. 




Recap: True Blood Season 7, Episode 9: Love is to Die

True Blood geht in seine vorletzte Episode. Wer jetzt allerdings denkt, dass daraus automatisch gute, spannende Folgen oder sogar sowas wie Charakterentwicklung entstehen, der irrt. Gewaltig. Stattdessen wird die Zeit genutzt, um sich in Seelenruhe von den Figuren zu verabschieden. Und so schön es auch ist, wenn lose Enden zusammengefügt werden, ein bisschen Spannung darf dann doch aufkommen. Es folgt ein Aufreger, in der Hoffnung dass es nächste Woche besser wird und ich meine Wut bis dahin los geworden bin. Nehmt diese Woche teil an meiner sehr therapeutischen Sitzung zum Wutabbau...äh, meinem Recap. 

© HBO
Fangen wir mit dir an, mein lieber Bill. Du hattest eine ganze verdammte Woche Zeit, um dir zu überlegen, wieso genau du nun auf einmal einen Abgang machen willst. Eine Woche. Und dann kommst du mit "I can't..." und "There are no words..." daher? Billshit. Was du abziehst ist Billshit. Du akzepierst also dein scheinbares Schicksal? Zuviel Star Wars geschaut oder was? Und wieso schleppst du dich dann erst dramatisch in den Keller des Fangtasia, statt deine Entscheidung direkt zuhause bekannt zu geben? Ich meine, ich bin ja immer für ein gutes Drama zu haben, aber wenn es mir so lieblos und offensichtlich präsentiert wird, hab nichtmal ich Bock drauf. Und wenn wir schon dabei sind, es ist auch nicht grad nett zu seinem Nachkommen in etwa zu sagen, dass sie ein Unfall war. Schade nur, dass diese ganze "as your maker, I release you" Sache in den letzten 12 Folgen schon zweimal Thema war und irgendwie auch ausgelutscht ist. Ich habe das Gefühl, Eric spricht für die meisten Zuschauer wenn er zu Bill sagt "Get over yourself". Und das alles nur, damit Sooookeeeeeh endlich mal jemand anderes lieben kann? Bäm, tretet dem armen, toten Alcide doch noch mehr in die Eier. In einem so wichtigen Moment sollten die Figuren einer Serie in der Lage sein, ihr Handeln nachvollziehbar zu machen. Dass später daraus eine tolle Szene zwischen Eric und Bill resultiert ist zwar eine kleine Entschädigung, es lässt den Beginn der Folge aber trotzdem als katastrophal dastehen. Es bleibt der Eindruck, dass Bill Sookie nur nichts erklärt hat, damit sich alle noch ein bisschen länger unterhalten können, denn hey, wir haben noh 120 Minuten Sendezeit in dieser Staffel mit dieser lahmen Story zu füllen. Ganz abgesehen davon dass Sookie langweilig und schrecklich ist, und wenn der einzige scheinbare Beweggrund für den Selbstmord ihre Rettung ist...nein, einfach nein. 

Tara's Abgang und die überbelichtete Wiederkehr sowie der unwürdige Tod von Alcide werden in dieser Folge durch Sam's Abgang aus Bon Temps getoppt. Ein Brief an Sookie, in dem er erklärt dass er nichtmehr in der Stadt leben kann, weil er ja jetzt Frau und Kind hat. Eine formelle Kündigung an Andy. Wow. Einfach nur Wow. Ich hoffe, er kommt in der nächsten Folge wieder, denn Sam war immer in Ordnung. Ich fühle mich, gelinde gesagt, verarscht. 

Jessica nutzt ihre Freiheit auch direkt und zerstört Hoyts Beziehung zu Bridget. Nicht, dass das ein Drama wäre, Hoyt benimmt sich Bridget gegenüber sowieso wie der letzte Idiot. Und Jessica ist egoistisch wie immer. Keine großen Veränderungen hier. Dass sie ihn aber daran erinnert, wie glücklich die beiden zusammen waren? Wenn ich mich korrekt erinner, dann war das immer mehr Drama als alles andere. Aber naja, Erinnerungen sind ja ne subjektive Sache. 

Zeit für Jason. Und verdammt, neben Arlene, die auch in dieser Folge wieder mindestens drei von vier Figuren die Show stiehlt, ist Jason einfach eine der besten Figuren in dieser Staffel. Und in dieser Folge macht er wohl die meiste Charakterentwicklung durch. Er schafft es nämlich, keinen Sex mit Bridget zu haben. Jason wirkt bisweilen wie eine wandelnde Karikatur, aber wenigstens hat er sowohl Herz als auch Verstand. Letzteres scheint den meisten Bewohnern von Bon Temps erschreckend oft abzugehen.Und wer hätte gedacht, dass man über Jason mal sagt, er habe Verstand?
© HBO
Pam gerät derweil mal wieder in Stress, denn die Yakuza bekommen mit, dass Eric Sookie von dem Gegenmittel erzählt hat. Bedroht vom eindrucksvollsten, weil größten Pfahl in der Geschichte von True Blood, muss Eric die Wahrheit gestehen und die Yakuza brechen auf, um Sookie einen Besuch abzustatten. Wir dürfen also in der letzten Folge vermutlich gespannt verfolgen, wie sie ein langes, umsichtiges Gespräch mit Sookie führen, es eine Menge Umarmungen geben wird und sich alle liebhaben. Oder sie rücken an, erschießen sie und irgendwer macht sie zu einem Feen-Vampir-Überwesen. So gern ich letzteres sehen würde, denn dann kann sie auf alle Ewigkeit die anderen Vampire nerven, die erste Möglichkeit ist nach den lahmen letzten Folgen auch nicht unwahrscheinlich. 

Die Szene der Woche gehört allerdings Eric und Ginger. Nach 7 Staffeln lässt Eric sich endlich dazu herab, Sex mit ihr zu haben. Er kommt aber nichtmal dazu, sich die Hose auszuziehen, da ist es um Ginger auf seinem Schoß schon geschehen. Wenigstens sie schien danach auch sehr zufrieden. Armer Eric. 

Wahllose Gedanken zum Schluss: 
  • Es gibt keine. True Blood ist weiterhin so offensichtlich und so tiefgründig wie ein unbeschriebenes Blatt Papier. Da fällt mir nix zu ein.

Recap: True Blood Season 7 Episode 8: Almost Home

Frisch zurück aus dem Urlaub gibt es nun pünktlich zu den letzten drei Folgen wieder Recaps zu lesen. Fangen wir mit True Blood an. Nachdem in der letzten Folge so gut wie nichts passiert ist (mal ehrlich, das ist eine Frechheit so kurz vor dem Ende. Die Handlung passt in drei Sätze, deswegen reiche ich da mal kein Recap nach.), passiert in dieser Folge beinahe wieder nichts. Aber immerhin ist Eric geheilt worden, und wenn ich ehrlich bin sind mir die restlichen Bewohner der Stadt auch mehr oder weniger egal. Also, lasst uns schauen was noch so passiert ist.

© HBO
Die Folge fängt recht stark an. Sarah stellt sich den vereinten Kräften von Yakuza und Vampiren, und Eric schafft es endlich mal sein Temperament im Zaum zu halten. Statt Sarah zu töten trinkt er genug von ihrem Blut, um geheilt zu werden. Sein befreites Lachen als er realisiert, dass er geheilt wurde, stellt den Höhepunkt der vergangenen Folgen dar. Der Masterplan im Hintergrund steht auch schon: Man will NuBlood zwar in den Verkauf bringen, aber in einer abgeschwächten Form. So soll es die Symptome zwar unterdrücken, die Vampire aber nicht sofort heilen. Profitmaximierung dank Krankheiten. Wie schön.

Sookie und Bill unterhalten sich nach ihrer Wiedervereinigung über ihre bisherige Beziehung, als Eric plötzlich vor der Tür steht. Sookie will dieses ominöse Heilmittel natürlich auch für ihren Freund (sind die jetzt wieder zusammen? Ich hab keine Ahnung), und natürlich kann sie nicht abwarten. Eric verspricht ihr, am nächsten Abend wiederzukommen, doch Sookie folgt ihm ins Fangtasia. Von all den Orten, die es in der Sendung hat, muss natürlich nun alles im Fangtasia, und im zugehörigen Keller spielen. Aber egal, who cares, right? Im Keller befindet sich Sarah, die überraschenderweise nicht von Sookie gerettet wird. Ich schätze dass dies die zweite sinnvolle Entscheidung von Sookie seit mindestens zwei Staffeln war. Die erste trifft sie, wenn sie die Gedanken von Gus liest, als Eric vortäuscht sie zu beeinflussen. Als wenig später Eric und Pam bei Sarah sind um ein wenig von ihrem Blut zu nehmen und es zu Bill zu bringen, staunt Eric nicht schlecht als Bill plötzlich ebenfalls im Keller auftaucht. Doch nach kurzer Überlegung will Bill nichts von Sarah's Blut trinken. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte: Wenigstens Bill weiß, dass es eh keinen Sinn mehr hat. Dennoch ist seine Weigerung ein netter Twist, der hoffentlich in den letzten beiden Folgen aufgeklärt wird. In gewisser Weise machen nun auch die Flashbacks endlich Sinn, zeigen sie doch dass Bill schon immer eine Art Todeswunsch verspürt hat. Seine Vision von Sookie mit dem Baby-Tod dürfte da nur der offensichtliche Wink mit dem Zaunpfahl gewesen sein. Und mal ehrlich, so schön ein Happy End für Bill und Sookie auch wäre: richtig anfühlen würde es sich nach dieser Folge nicht. Ohne jetzt die Buchvorlage zu kennen wage ich mal zu behaupten, dass es einfach zuviel RomCom für diese Sendung war, deren Stärke noch nie in den Beziehungen der weiblichen Hauptfigur lag. Im Vergleich zu Eric, der immer der vielschichtigere der beiden Vampire war, wäre es ein wirklich guter Zug, Bill jetzt diesen subversiven Twist zu gönnen und deutlich zu machen, dass auch er nicht so einfach gestrickt ist, wie der Zuschauer das gerne annimmt. Doch ich bin mir auch relativ sicher, dass es anders kommen wird und aus dieser misslichen Lage noch irgendwie ein gutes Ende kommen wird.

© HBO
Jason wird auf eher unschöne Weise aus einem Streit zwischen Hoyt und seiner neuen Freundin gerissen. Violet schickt höchst brisante Bilder von Adilyn und Jessica, beide halbnackt und gefesselt in ihrem kleinen Partykeller. Jason macht sich sofort auf den Weg, und überraschenderweise hängt sich Hoyts Freundin an in ran. Sie bleibt allerdings im Auto und Jason wird recht fix von seiner Ex überwältigt und in den Keller gebracht. Dort begeht Violet den größten Fehler aller Bösen in jedem Film: Sie betrauert ihre einstige Lage als einflussreiche Person und erklärt dann lang und breit, wie sie ihre Gefangenen umbringen wird (George R.R. Martin hätte sicherlich seine Freude). Doch im besten Deus Ex Machina Style betritt Hoyt den Raum und erschießt die rachsüchtige Vampirin und rettet so den Tag. Und obwohl er das Eternal Sunsine of the spotless mind - Gesamtpaket bekommen hat, ist er von Jessica so fasziniert, dass er sie am nächsten Tag besuchen kommt und sogar ein Geschenk mitbringt. Also ist es an dieser Stelle Zeit, uns von Violet zu verabschieden. Ich werde sie wirklich vermissen.

Unnötigere Momente in der Folge gab es erneut an der Tara-Front. Der gute Reverend kann es einfach nicht lassen und bettelt Lettie Mae erneut an, endlich Ruhe zu geben. Die ist allerdings grad schwer damit beschäftigt, zusammen mit Lafayette den Vorgarten einer fremden Familie umzugraben. Als dann James auftaucht und eine Runde Blut ausgibt, nimmt auch der Reverend einen Schluck und befindet sich prompt in der überbelichteten Post-Tara-Welt. Wir dürfen uns nun anschauen, wie beschissen das Leben von Lettie Mae und Tara war, wieso beide sich so katastrophal benehmen und natürlich, wie sie sich vertragen und einander vergeben. Mal wieder. Bleibt zu hoffen, dass diese Geschichte nun abgeschlossen ist. Positiv zu vermerken ist, dass Adina Porter, die Schauspielerin die Lettie Mae spielt, endlich mal beweisen konnte, dass sie wirklich schauspielern kann.
© HBO
Was die letzten zwei Folgen angeht bin ich recht unsicher. Ich meine, was soll da noch passieren? Die Geschichten um Tara und ihre Familie, Violet und die Gruppe in ihrem Pornokellerchen sind abgeschlossen. Läuft das große Finale nun darauf hinaus dass Jessica sich zwischen Jason und Hoyt entscheidet? Wird Bill gezwungen zu überleben? Wird Sookie am Ende ein Feenvampir, so wie Warlow? Wird Arlene endlich Sex mit Keith haben können? Werden wir jemals Antworten bekommen?

Wahllose Gedanken zum Schluss:
  • Gibt es diesmal keine, mir fällt da wirklich nichts zu ein. Es fließt alles wie ein zäher Fluss vor sich hin, und das so kurz vor dem Ende.

Serien-Recap: True Blood Season 7 Episode 6: Karma

Tja Ladies und Gentlemen, Karma is a bitch. Der Spruch gilt im alltäglichen Leben, und er macht auch vor unseren Serienhelden keinen Halt. Die zweite Hälfte der finalen Staffel schlägt ernste Töne an, präsentiert uns ein Heilmittel für Hep V und lässt auch weiterhin die Frage offen, wer am Ende eigentlich noch überleben wird. Aber eigentlich ist nicht wirklich viel passiert. Deswegen, und aus persönlichem Zeitmangel, diese Woche ein etwas kürzeres Recap. Los geht's!

Die letzte Folge endete ja damit, dass Bill seine neu gewonnene Krankheit entdeckt. Diese Woche starten wir mit ihm. Er ruft einen Anwalt an, erklärt dass er infiziert ist und will nun unbedingt sein Testament auf den richtigen Weg bringen. Was er nicht weiß: Jessica bekommt das Gespräch mit und ist natürlich erschüttert. Als Bill zum Anwaltstermin aufbricht ruft sie Jason an, er soll zusammen mit Sookie vorbeikommen. Gesagt, getan. Sookie kommt im Verlauf des Gesprächs der Gedanke, dass auch sie infiziert sein könnte, immerhin hat sie sich ja den Arm aufgeritzt kurz bevor die infizierten Vampire neben ihr explodiert sind. Dass Bill danach von ihr getrunken hat, naja, die Episode heißt ja auch "Karma". Jason begleitet sie zum Arzt, und ihr Verdacht bestätigt sich kurze Zeit später: auch Sookie ist infiziert. Jason fehlen ausnahmsweise mal die Worte, scheint als ob der Gute am Ende doch noch erwachsen wird.
© HBO
Jason hat überhaupt mittlerweile seine ganz eigenen Probleme. Nachdem Violet ihn und Jessica in der letzten Folge gehört hat, plant sie ihre ganz eigene Rückeroberungstaktik. Das ändert nichts an der Tatsache, dass Jason hauptsächlich Angst hat, wenn er an sie denkt oder mit ihr zusammen ist. Als er mit Sookie aufbricht, um bei Jessica zu sein, verwüstet Violet sein Haus, hinterlässt einen Zettel auf dem sie Schluss macht, und Jason hat eine Sorge weniger. 

Bills Gespräch bei der Anwältin verläuft alles andere als positiv. Erstmal ist das Virus bei ihm super aggressiv und breitet sich in dieser einen Nacht im Wartezimmer rasend schnell aus. Da Vampire keine wirklichen Rechte besitzen und sein recht altes Testament keinen Pfennig wert ist, kann er auch sein Haus nicht an Jessica überschreiben, da Vampirnachkommen nicht als richtige Kinder angesehen werden. Die Anwältin bietet ihm gegen den Betrag von 10 Millionen Dollar an, ihn an die Spitze der langen Schlange von Vampiren, die ihre Nachkommen adoptieren wollen, zu setzten. Bills Antwort darauf ist ein Brieföffner, der plötzlich in der Kehle der Dame steckt. Ihr Vampirbodyguard wird mit einem Bleistift ausgeschaltet.  

Auch wenn solche Szenen irgendwie selten sind bei True Blood, ich mag es wenn man einen Einblick in das alltägliche Leben mit Vampiren bekommt. Sei es nun, dass man schützende Kontaktlinsen in jedem Supermarkt bekommt oder das Vampire sich im Rahmen dieser Krankheit damit auseinandersetzen müssen dass sie eben nicht mehr unsterblich sind: Es lässt die ganze Situation realer wirken, weniger abgetrennt von 'unserer' Welt. Auch die Parallelen zu Aids, die sich beispielsweise in den Stickern zeigen, die bei Sookies Ärztin an der Wand kleben, sprechen für sich. Dass dieses ganze rechtliche Hin und Her eine astreine Satire auf diese unausstehliche Art von Diskriminierung, die durch das drehen und wenden von Gesetzen kommt darstellt, ist klar. Dass Bills Reaktion darauf die im Serienkontext passende Antwort auf solche Diskriminierung ist, scheint nur angebracht. 

Nicole, Sams schwangere Freundin, macht derweil einen Rückzug nach Hause und lässt Sam zurück, da sie nicht in einer solchen Stadt leben will und er Bon Temps nicht verlassen will. Adilyn und Wade hören nicht auf Jasons Rat und werden prompt am Morgen von Andy beim Sex erwischt. Der flippt völlig aus und jagt den unbekleideten Wade aus dem Haus. Holly hält erstmal zu ihrem Sohn. Später sprechen sich die beiden dann mehr oder weniger aus, unter der souveränen Führung von Arlene. Als die beiden Eltern sich wieder zusammengerauft haben, sind die beiden Kids aber schon lange verschwunden. Sie verstecken sich in Andys und Terrys altem Baumhaus, und dort werden sie nachts von Violet gefunden. Die überredet die beiden, ihre Handys zurückzulassen und nimmt sie kurzerhand mit, denn sie hat einen Ort, an dem die beiden sich verstecken können. Ich glaube ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster wenn ich behaupte, dass Violet nur mal ein bisschen Feenblut probieren will.

Lafayette nimmt Lettie Mae bei sich auf, und die beiden trinken eine Runde von James Blut. Lettie Mae, weil sie immernoch davon überzeugt ist dass Tara ihr etwas sagen will, Lafayette weil er beweisen will, dass sie Unsinn redet. Doch beide teilen sich eine Vision, in der sie Tara bis zu ihrem alten Haus verfolgen, wo sie im Vorgarten Löcher gräbt. Doch es kommt zu keiner Auflösung, denn der Reverend platzt in die Szene und unterbricht die Vision. Als er Lettie Mae zu einer Entscheidung zwingt, entscheidet sie sich für ihre Tocher. Wenigstens ein langweiliger Charakter weniger. Lettie Maes scheinbar kontrollierter Umgang mit V und die Gruppenvision mit Lafayette könnten ein Hinweis auf eine der unzähligen Religionen sein, die auf beispielsweise pflanzliche Mittel zurückgreifen um solche Visionen zu erzeugen. Dass der Revernd sich am Ende geschlagen geben muss im Kampf um die Seele dieser Frau...naja. Vielleicht ist es überinterpretiert, aber der Gedanke gefällt mir.
© HBO
Eric und Pam befinden sich bei der Yakamono Corporation und sind kurz davor, sich den Sonnenaufgang genauer anzuschauen. Katsurou “Mr. Gus, Jr.” Ryouichi, der Chef der Firma, will wissen wo Sarah Newlin sich befindet. Nach einer kurzen Verhandlung darüber, wer sie letztendlich töten darf (Eric gewninnt) brechen alle am Abend auf, um Sarah bei ihrer Schwester zu besuchen. Amber ist über Sarah's Besuch natürlich nicht erfreut, dies ändert sich jedoch schnell, als Sarah ihr erzählt, dass es ein Gegenmittel gab und sie die einzige Flasche davon komplett getrunken hat. Als Amber am Abend die Tür öffnet und die illustre Gruppe aus Eric, Pam und der Yakamono Corportation sich einer geheilten Vampirdame gegenübersieht, scheinen sich die Mordpläne erstmal geändert zu haben. 

Bisher hat Sarah ja hauptsächlich genervt wenn sie länger als zwei Minuten anwesend war, in dieser Folge macht ihr seltsames Verhalten aber endlich auch im Nachinein Sinn. Der Schlagabtausch mit ihrer genervten Schwester ist wunderbar inszeniert und lässt sie völlig verstrahlt wirken. 

Bill kommt nach Hause und findet Sookie und Jessica, beide ziemlich verheult, auf seiner Treppe. Die große Frage, die sich nun stellt ist: Welche der verbleibenden Hauptfiguren lebt lang genug, um von dem Heilmittel noch zu profitieren?

Wahllose Gedanken zum Schluss:
  • Hollys Meinung zum Wort Schlampe: Hört, hört. Gut gesagt Lady. 
  • Also, Bill schreibt ein Buch, ist steinalt, hat aber keinen richtigen Anwalt und muss zur weblichen Version von Saul Goodman, nur mit schickerem Büro, gehen? Is klar. 
  • Zwielichte Anführer von zwielichtigen Firmen heißen ab jetzt alle Gus.
  • Tara in diesem Kleid könnte ihr eigenes Exorzist-Sequel bekommen. Das seltsame Licht in diesen Visionen macht die Sache auch nicht freundlicher. Und was ist das bitte für eine Sprache?
  • Der Jason der Woche: Jason hat diese Woche ungewohnt viel Sinn gemacht und sich beinahe normal verhalten. Also kein Jason der Woche.

Serien-Recap: True Blood Season 7 Episode 5: Lost Cause

Nachdem schon die letzten Folge überraschend gut war (zumindest im Verhältnis zur restlichen Staffel), geht es diese Woche sehr solide weiter. Und alles was es dazu braucht, ist eine Party, oder auch zwei. zur Halbzeit wird also nun abgerechnet und der Weg für die zweite Hälfte der Staffel bereitet. Aber gehen wir der Reihe nach.

Nach all den Ereignissen möchte Sookie einfach nur ihre Ruhe haben, doch Lafayette und Alcides Vater haben andere Pläne: eine riesige Party soll dabei helfen, das Leben zu feiern und dem Tod den Mittelfinger zu präsentieren. Und natürlich findet diese Party in Sookies Haus statt.

Sookie ist davon zunächst garnicht begeistert, im Verlauf des Abends steigt sie aber in das Partyprogramm voll mit ein. Sie trinkt, tanzt und schafft es nachher nichtmal mehr, die Gedanken der anderen Besucher auszusperren. Was auch garnicht so schlimm ist, denn die sind ihr plötzlich alle wohlgesonnen. Nachdem Jackson einen Abgesang auf seinen Sohn hält, kämpft Sookie allerdings kurz mit sich selbst. Aber Arlene ist zur Stelle und tröstet sie. Kurze Zeit später befinden sich beide wieder im Getümmel, als Keith auftaucht. Wir erinnern uns, Keith hat Arlene in der letzten Folge das Leben gerettet, und nun scheint er mächtig verliebt zu sein. Arlene flirtet auch zurück, auf sehr komische, betrunkene Weise. Am Ende des Abends unterhält sie sich kurz mit Bill, der aber ganz der Gentleman bleibt und nach Hause geht, bevor irgendetwas zwischen den beiden laufen kann. Dort macht er nach einem Bad eine unschöne Entdeckung. Nachdem er in der letzten Folge mit ziemlich viel infiziertem Blut in Kontakt gekommen ist, scheint er sich auf diesem Weg ebenfalls angesteckt zu haben. Cliffhanger Nummer 1 für die nächste Folge.

© HBO
Eric und Pam befinden sich derweil in der Vorbereitung für ihren Rachefeldzug. Willa, die keinesfalls mitgehen will und ihrer Enttäuschung über die beiden lautstarken Ausdruck verleiht, ist immerhin bereit ihr Wissen über Sarah zu teilen. Natürlich will sie auch etwas dafür bekommen: sie will, dass Eric sie freilässt. Eric kommt ihrem Wunsch nach und Willa erzählt von der Schwester, die Sarah bisher verheimlicht hat. Das aus gutem Grund, die ist nämlich ein Vampir. Eine Adresse gibt's obendrein dazu. Nun ist Ginger an der Reihe, der gefällt das nämlich alles garnicht. Sie stellt Eric zur Rede. Seit 15 Jahren wäre sie sein Sexsklave und die beiden hätten nie Sex gehabt. Erics Antwort darauf, dass er nunmal jetzt krank sei, wird auch gekontert, recht schlagfertig mit "na und? Ich auch". Erics Gesicht nach dieser Ansage ist unbezahlbar gewesen.

Amber, die Schwester von Sarah, ist ebenfalls mit Hep V infiziert. Sie hilft den beiden Besuchern auch ohne Zögern und verrät, wo Sarah sich am wahrscheinlichsten befindet. Pam ist äußerst angetan von Amber, die beiden könnten Schwestern im Geiste sein. Pam und Eric verkleiden sich für die anstehende Party, stilecht im Republicunt...sorry, Republikaner-Style, außerdem ist nun klar, dass die Krankheit bei Eric schneller vorranschreitet. Auf besagter Party versteckt sich Sarah im Damen-WC und lauert ihrer Mutter auf. Die ist garnicht so begeistert, ihre Tochter zu sehen. Viel Zeit bleibt den beiden Damen nicht, um sich wieder anzunähern. Denn die Yakuza kommt ebenfalls auf einen Besuch vorbei. Neben einer Menge unwichtiger Leute erschießen sie zuerst Sarahs Vater und dann auch ihre Mutter, bevor Eric eingreifen kann. Der Mann, der in der letzten Folge zu schwach war, eine Mauer einzureissen, erledigt die Yakuza, ziemlich fiese Kieferentfernung inklusive. Was er nun mit Sarah anstellen wird? Cliffhanger Nummer 2 für die nächste Folge.

© HBO
Neben diesen beiden Hauptgeschichten ist noch eine Menge anderes Zeug passiert. Andy, der sich vom nervigen und vor allem etwas dümmlichen Sherriff zu einer meiner Lieblingsfiguren entwickelt hat, nimmt all seinen Mut zusammen und macht Holly einen Heiratsantrag. Awww, wie schön. Sein vorheriges Gespräch mit Jessica, in dem er ihr ehrlich sagt, dass ihre Unfähigkeit, mit der Vergangenheit abschließen zu können, auch ihn daran hindert, damit irgendwie klarzukommen, war ebenfalls großartig. James und Lafayette kommen sich näher und enden gemeinsam im Auto. Dort werden sie prompt von Jessica erwischt, die völlig ausflippt. Nachdem sie Jason bittet, James Einladung ins Haus rückgängig zu machen, verkriechen sich die beiden in ein Zimmer. Lafayette kommt ebenfalls kurz dazu, um Jessica den Kopf geradezurücken. Er fordert sie auf, mal darüber nachzudenken ob James der Richtige für sie ist, denn eigentlich weiß sie recht wenig über ihn. Er fragt ebenfalls, was so verdammt schlimm daran ist, wenn er auch einfach mal ein bisschen Freude haben will, und verlässt dann das Zimmer. Violet, die in der Folge vermehrt durch unpassendes Sozialverhalten auffällt, ist kurz außer Haus und kommt gerade rechtzeitig wieder, um Jason und Jessica hinter verschlossener Tür beim Sex zu belauschen. Und schließlich schafft es auch Lettie Mae, mal wieder negativ aufzufallen. Nachdem sie den Reverend unter Drogen setzt, um auch zur Party zu können, hält sie dort zunächst eine wirklich schöne Rede über Tara. Doch spätestens als sie mit einem Messer auf Willa losgeht, um an ihr Blut zu gelangen, ist es mit der guten Stimmung aus. In die allgemeine Betroffenheit platzt dann noch Sams schwangere Freundin, die ja nicht aus Bon Temps kommt. Vor versammelter Mannschaft gibt sie bekannt, wie abgefuckt die ganze Stadt eigentlich ist. Tja Süße, besser du gewöhnst dich dran, würd ich mal sagen.

© HBO
In vielerlei Hinsicht fühlte die Folge sich an wie ein tiefes Durchatmen. Es wurde fleißig Abschied genommen, durchsortiert und nun kann die zweite Hälfte der Staffel kommen. Was es mit Bills Flashbacks auf sich hatte, ist allerdings unklar. Vielleicht dienten sie nur dazu, weiter seinen Hintergrund auszuleuchten und zu zeigen, dass er ja eigentlich doch ganz ok ist. Vielleicht gibt es aber auch ein Wiedersehen mit irgendwem in den nächsten Folgen. Lafayette, James, Andy und Arlene mausern sich immer mehr Richtung meiner Lieblingscharaktere. Mit zwei infizierten Hauptfiguren, Bill und Eric, ist es außerdem recht wahrscheinlich, dass ein Heilmittel gefunden wird, denn mal ehrlich: Beide umbringen, das wär einfach zuviel. So war diese Folge in vielerlei Hinsicht eine Rückkehr zu den Dingen, die True Blood ausmachen: makabrer Humor, hier und da ein bisschen Gore und viel persönliches Drama. Das darf gerne so weitergehen.

Ich bin mir noch nicht so ganz sicher, ob das nächste Recap pünktlich kommen wird, da nächste Woche meine hoffentlich letzten Prüfungen an der Uni anstehen. Wie immer bemüh ich mich, so zeitnah wie möglich dran zu sein.


Wahllose Gedanken zum Schluss:
  • Der Jason der Woche: "if y’all are fucking, that ends tonight".
  • Wie sie sich nach der Party alle verziehen und Sookie vermutlich alleine aufräumen darf. Na vielen Dank auch.
  • "I'm not a monster. I'm a buddhist." Sarah ist für mehr als drei Minuten pro Folge auch schwer auszuhalten mit ihrer Mischung aus absolut nervtötend und verwirrend naiv.
  • Hände hoch, wer außer mir hatte noch keine Ahnung, dass Sarah eine Schwester hat? Soll mir aber auch egal sein, sie scheint ok. Pam mag sie, also muss sie ja fast in Ordnung sein. 
  • Arme, arme Ginger. 15 Jahre und kein Sex? Nichtmal ein bisschen?

True Blood Season 7 Episode 4: Death is not the End

So, das Recap kommt, sobald ich mit "Bela Lugosi's Dead" durchbin. Wer mithören will, so als Einstimmung: Bitteschön!

Jedenfalls, ich hab heute Lust so richtig großzügig zu sein, und deswegen bin ich der Meinung, dass sich True Blood mit dieser Folge ein ganzes Stück nach oben gearbeitet hat. Klar, es gab wieder eine Menge überflüssiger Momente, die nur dazu da waren, die Handlung später zu rechtfertigen. Aber! Zur Abwechslung ist mal niemand wichtiges gestorben, und es gab ein, zwei Momente in dieser Folge, die wirklich grandios waren. Also, legen wir mit dem Recap los. 

Die Folge startet mit einer ihrer stärksten Szenen. Sookie ruft Alcides Vater an, um ihn über den Tod seines Sohnes zu informieren. So weit, so gut. Wirklich herausragend ist allerdings das Telefongespräch, welches Jason führt. Er ruft seinen ehemals besten Freund. Hoyt, an, um ihn über den Tod seiner Mutter zu informieren. Wer sich nichtmehr erinnert: Hoyt wurde ja dazu gebracht, die ganze Geschichte um Jason und Jessica zu vergessen, er hat also keine Ahnung, wer ihn dort anruft. Jason weiß indes kaum, was er zu Hoyt sagen soll, er erinnert sich ja noch an alles. So ist er nach dem Gespräch sichtlich aufgelöst. 

© HBO
Sookie scheint durch den Tod von Alcide endlich mal aus ihrer Lethargie aufgewacht zu sein. zunächst besucht sie die beiden Kinder von Arlene und verspricht ihnen, dass ihre Mutter zurückkommen wird. Man soll ja nichts versprechen, was man nicht auch halten kann... Jedenfalls stürmt sie als nächstes mit Jason und Sam im Gepäck das Haus von Andy, um Holly zu befragen. Die erinnert sich, gut für sie, an garnichts. Sookie wühlt ein wenig in ihren Gedanken herum, findet das nach wie vor anscheinend völlig unnachvollziehbare Versteck der infizierten Vampire und lässt eine völlig aufgelöste Holly bei Andy zurück. Ihr nächster Weg führt sie zu Bill. Sam und Jason geraten derweil in Sams Auto aneinander. Sam will aus einer Blitzreaktion heraus zum Fangtasia fahren. Davon hält ihn ausgerechnet Mister "Erst schießen, dann fragen" Stackhouse ab. Mit einer Waffe, die er Sam an den Kopf hält. Das funktioniert sogar. Die beiden fahren stattdessen einfach zu Rosie (bitte, wer?), und erzählen ihr, dass ihr Mann Kevin (der Typ der im Fangtasia-Keller gefangen war) verstorben ist. Es wird ein wenig Zeit damit verschwendet, einem völlig fremden Charakter beim weinen zuzusehen. Aber immerhin gilt: das Ganze wird im späteren Verlauf der Geschichte nochmal wichtig.

In Bills Haus sitzt derweil Jessica ihre Essstörung aus. Die Gute plagt sich mit enormen Schuldgefühlen, weil sie Andys Töchter getötet hat, und seitdem hat sie nichtmehr gegessen. Deswegen heilt sie auch nicht. Ihr Freund kriegt sie nicht zum Essen motiviert, und auch Bill scheint ratlos. Wie gut, dass Sookie in diesem Moment auftaucht. Jessica will aber auch kein Blut von ihr, also wird kurzerhand Lafayette gerufen. Sookie rückt Jessica mit einer menge harten Worten wieder halbwegs auf die grade Bahn. Der Löwenanteil geht allerdings an Lafayette, der sich mit Jessica unterhält und dabei wirklich tief blicken lässt. Jessica will keine Unschuldigen mehr beissen, das trifft sich wunderbar, denn Lafayette sieht sich nicht als unschuldig. Als Jessica ihn fragt, ob er jemanden getötet hat, antwortet er nach einigem zögern, dass er den Mann getötet hat, den er liebte. Dass er genug Dinge getan hat, für die er sich selbst hassen müsste. Jessica reicht das aus, um von Lafayette zu trinken. James, der schweigend daneben stand und sichtlich mit sich zu kämpfen hatte, formt ein stummes"thank you" mit den Lippen. In erster Linie ist Jessica wieder auf der richtigen Spur, aber ganz ehrlich: wenn überhaupt, dann bringt diese Szene Lafayette und James näher zusammen. Die beiden werden hier noch zu meinem Lieblingspaar für diese Staffel. 

© HBO
Ich bin der Meinung, dass hier viel Potential verschenkt wurde. Bisher wusste niemand, wieso Jessica nicht isst, und nun ist das Thema so schnell wieder vom Tisch, wie es draufkam? Da hätte man mehr draus machen können. Aber hey, jede Szene mit Lala und James ist eine gute Szene, deswegen: Schwamm drüber.

Kommen wir zum eigentlichen Highlight der Folge: Eric und Pam. Ganz ehrlich, egal wie sehr der restliche Karren vor jede erdenkliche Wand gefahren wird, die beiden, in dieser Staffel, sind Gold wert. Während sie sich im Flieger befinden, werden wir mit dem ersten inhaltlich sinnvollen Flashback der Staffel beglückt. Wir erfahren, dass das Fangtasia früher mal eine Videothek war, immerhin mit der größten Pornosammlung der Umgebung! Pams ganz persönliche Hölle ist die Strafe für Erics Fehlverhalten der Authority gegenüber. Im Keller befindet sich neben der Pornosamlung auch ein unterirdischer Tunnel, der später nochmal wichtig wird. Und wir haben ein freudiges Wiedersehen mit Scream-Queen Ginger! Die war vor ihrer Zeit als Scream-Queen nämlich begeisterte Horrorfilmguckerin und hat sich an der Uni mit Vampiren und ihrer Rolle in der Gesellschaft befasst. Das es wirklich Vampire gibt, war damals aber noch garkein Thema. Sie unterhält sich also mit Pam und kriegt ihren ersten von vielen Kreischanfällen, als Eric den Raum betritt. Kann man ihr auch nicht übel nehmen, Eric Northman sieht selbst in diesen schrecklichen Klamotten aus den 90ern unverschämt gut aus. Überhaupt, die Klamotten von Pam und Eric über die Zeit hinweg in dieser Staffel sind klasse. Und wer auch immer die Videothek eingerichtet hat, verdient ein dickes Lob dafür. Als die Vampire sich einige Jahre später outen, kommt Ginger mit der grandiosen Idee daher, aus der Videothek den Club zu machen, der als Fangtasia so lange Zeit das Zentrum der Handlung von True Blood war. Pam, fies wie immer, lässt sie diese Idee ganz fix wieder vergessen und gibt sie als ihre eigene aus. 

© HBO
Als Eric und Pam dann endlich in Shreveport landen und wenig später vor Bills Tür stehen (Pam tells me you wrote a book in which you claim to not be an asshole anymore. Is this true?)
gibt es endlich ein Wiedersehen zwischen Eric und Sookie. Pam ist zwar, wie immer, mies drauf deswegen, aber egal. Der Moment zwischen Eric und Sookie ist einfach zu schön und perfekt inszeniert. Man spürt, dass Eric ihr nah sein will, aber auch wie er sich zurückhält. Er umarmt sie, weil er merkt dass es genau das ist, was ihr in diesem Moment fehlt. Zeigt Stärke, wo es nötig ist. Unterbrochen wird dieser intime Moment von Willa, die ziemlich wütend ist, weil Eric sie nach zwei Wochen allein gelassen hat. Verständlicherweise ist ihr auch egal was grad mit Sookie los ist, aber Eric bringt sie dazu, das Thema erstmal unter den Tisch fallen zu lassen. 

Nun wird es Zeit, im Fangtasia einzufallen. Eric und Pam schließen sich der Gruppe an, sehr zu Pams Missvergnügen. Der vorher erwähnte unterirdische Tunnel wird dabei als Zugang benutzt. Sam schleicht in Rattengestalt vor, um die Gefangenen zu warnen. Arlene kriegt einen ihrer berühmten Anfälle als Sam sich erneut in eine Ratte verwandelt. Eric ist derweil draußen zu schwach, um die Betonwand niederzureissen, die den Tunnel versiegelt. Bill übernimmt, und gemeinsam mit Pam stürmt er in den Keller. Die infizierten Vampire haben derweil Arlene als nächstes Opfer ausgesucht und fallen gierig über sie her. Doch Eric und Sookie haben einen Plan in der Hinterhand: Eric klopft ganz freundlich an der Tür und stellt sich und seinen mitgebrachten Menschen vor. Er ist sogar bereit, zu teilen. 

In genau diesem Moment trifft allerdings der allseits beliebte Möchtegernbürgermeister, Vince mit seiner Miliz ein. Die zieren sich nicht und bombardieren das Fangtasia mit selbstgebastelten Molotovcocktails und schießen außerdem wahllos in die Menge. Die infizierten Vampire verlassen das Gebäude, und liefern sich einen Zeitlupenkampf mit den guten Vampiren auf dem Parkplatz. Als die infizierten Vampire der Geschichte angehören, wird sich gleich noch um Vince und seine Truppe gekümmert. Die Guten überleben, aber Eric ist verschwunden. Nach einem kurzen Schockmoment taucht er im Wagen der Miliz auf, wo er Rosie leergetrunken hat. Tja, das kommt davon wenn man sich als miese Petze betätigt. 

In der Bar kämpft Arlene um ihr Leben. Nur Vampirblut kann sie noch retten, aber es muss erstmal ein Vampir her, der nicht infiziert ist. Gut, dass James den Drummer seiner Band, Keith, mitgebracht hat. Der ist zur Stelle, um Arlene zu retten. Die sieht derweil kurz vor ihrem eigenen Tod den Menschen, den sie geliebt hat: Terry. Gnadenlos überbeleuchtet sagt er ihr, dass er sie vermisst, weist sie aber auch darauf hin dass sie Kinder hat und um deren Willen noch bleiben soll. Neben der Tatsache, dass die Szene trotz all ihrem Kitsch herzzerreissend war, konnte sich Arlene so endlich richtig von Terry verabschieden. Ein versöhnliches Ende für diese Folge. 

Der bittere Nachgeschmack von Taras und Alcides Ableben haftet nach wie vor ziemlich gut. In dieser Woche wurde dieses Thema zumindest für Arlene besser angegangen. Auch die nervige Truppe um Vince dürfte nun der Geschichte angehören. Nun stellen sich einige Fragen: Werden neue infizierte Vampire nachrücken, oder bleibt die Yakuza nun der Endgegner für diese Staffel? Brechen Eric und Pam nun auf, um Sarah Newlin zu finden? Und wo versteckt dieses Miststück sich wohl? Wird ein Heilmittel gefunden, und mit wem wird Sookie am Ende zusammensein? Ich wünsche mir ja beinahe, dass sie einfach Single bleibt, weil auf lange Sicht eh alle ihre Freunde sterben, aber naja. Wünschen kann man sich so einiges.

Wahllose Gedanken zum Schluss:
  •  Spinoffs nerven, ich weiß. Aber ich will eins mit Pam. Niemand kann so gleichgültig-angepisst gucken wie diese Frau. 
  • Und obwohl sie dauernd genervt ist, löscht sie das Feuer im Fangtasia und bleibt bei Eric. Die Frau ist verdammt loyal. 
  • Ginger scheint in den restlichen Folgen erneut aufzutauchen, man darf gespannt sein.
  • Falls sich jemand für die Filme interessiert, die Ginger ausleihen will: Polanskis The fearless Vampire Killers, Cronenbergs Rabid und Del Toros Cronos.
  • Eric hat also eine Lawine ausgelöst und es wurde ein wenig hektisch danach? Damit wissen wir dann wohl auch, wie er überlebt hat. Gefällt mir. 
  • Der Jason der Woche: "History is a bitch". Damn right you are, honey.
  • Die ganze Fangtasia-Sache fühlte sich stark nach Goodbye an. So langsam macht sich dieses letzte-Staffel-Feeling doch breit.




True Blood Season 7 Episode 3: Fire in the Hole

Zunächst einmal: ein dickes Sorry für die Verspätung, mein Wochenende war ein wenig turbulenter als sonst. Ich gelobe Besserung für die Zukunft. Legen wir also schnell mit den Recaps für diese Woche los, True Blood darf wie immer den Anfang machen. 

© HBO
Zuerst einmal: Willkommen zurück, Sarah Newlin. Nachdem die Lady in der letzten Staffel schon unter Beweis gestellt hat, wie bösartig sie sein kann, bin ich mir nicht sicher ob ich das nun gut finde, dass sie wieder da ist. Spannend ist es aber auf jeden Fall. Mal sehen, was sie draus machen. 

Pam darf sich weiterhin bemühen, Eric aus seiner Lethargie zu reissen. Dieser schwelgt in Flashbacks mit einer gewissen Sylvie umher. Großartig, wie die 80er Jahre Optik eingefangen wurde. Am Ende hatte das Ganze sogar einen Sinn: Nan Flanagan kriegt einen kleinen Auftritt und wir lernen die Yakamono-Corporation kennen, den Hersteller von True Blood. Außerdem darf Pam mal wieder so richtig schön Pam sein. Dass Eric sich dann am Ende für Pam entscheidet war keine große Überraschung, zeigt aber nochmal die Verbundenheit der beiden.Nebenbei erfahren wir auch, dass Pam den Tod von Tara gefühlt hat. Damit dürfte dann klar sein: Tara hat den unwürdigsten Serienabgang aller Zeiten hingelegt. Irgendwer sollte sich dafür mächtig schämen gehen. Eric lässt sich jedenfalls am Ende doch zum aufstehen motivieren, Sarah Newlin scheint dann doch eine zu große Sache zu sein. Die Flashbacks erklären dazu noch einige Dinge. So wissen wir nun zum Beispiel wieso Eric kein Problem damit hatte, Nan umzubringen. Wir wissen nun auch, wieso Pam so einen extremen Hass auf Sookie geschoben hat. Das sind keine weltbewegenden Neuigkeiten, aber sie füllen doch die ein oder andere Lücke.

Adilyn wird derweil von Jessica und ihrem Vater gerettet, und der ist mächtig angepisst. Die kleine Fee fasst dann auch gleich die Lage kurz und knapp zusammen: They're after anyone and anything that's different than them.

Sam hat eine tiefgründige Unterhaltung mit dem Priester, die abrupt von Lettie Mae und Willa unterbrochen wird. Tara's Mutter ist noch immer im V-Rausch und spinnt sich einiges zusammen. Sam und sein Vampir, Matt, geraten dann in eine sonderbare Form von Straßenblockade. Die Nachbarschaftswache hat sich mitsamt ihrer gestohlenen Waffen im Wald versteckt und lauert nun allen auf, die die Straße benutzen. Da nun auch alle wissen, dass Sam ein Shapeshifter ist, verwandelt der sich auch glatt in eine Eule und fliegt weg. Sein Vampir endet allerdings als matschige Pfütze auf dem Boden. Wie auch immer dein Name war, ich hätte gerne mehr über dich gewusst. Der Reverend verweist dann auch Willa des Hauses, da sie eine zu große Verlockung für Lettie Mae darstellt.

© HBO
Jason und Violet sind mit streiten beschäftigt. Jason scheint die Lage zuzusetzen, jedenfalls spricht er mit Violet darüber, ein Kind zu adoptieren. Dass wird niemals geschehen, aber ich möchte an dieser Stelle zwei Minuten darauf verwenden, mir vorzustellen wie Violet ein Kind adoptieren will. Spontan fallen mir 23 verschiedene Arten ein, wie sie die Adoptionsbetreuerin um ihren Kopf erleichtert, weil diese feststellt dass Violet vielleicht nicht die optimale Mutter wäre. Gerade rechtzeitig kommen Jason, Andy, Adilyn und Jessica vorbei um sich mit Jason und Violet zusammenzutun und Sookie zu suchen. Violet und Jessica schließen sogar einen temporären Waffenstillstand. Die beiden werden noch beste Freundinnen, ich weiß es genau!

Lafayette hat wieder einen glücklichen Moment mit sich selbst und einer ungewissen Menge Drogen. Jessicas Freund kommt auch wieder vorbei und wir lernen: Vampire können keine Tabletten essen. Lala nimmt also die Drogen und lässt besagten Freund einfach sein Blut trinken. Die Geschichte um die beiden ist zwar momentan komplett sinnbefreit, aber ich freu mich, dass Lafayette mal einen glücklichen Moment hat.

Die infizierten Vampire organisieren sich derweil um neue Menschen jagen zu gehen. Sie nehmen Holly als Snack für zwischendurch mit und bewegen sich in Richtung Bon Temps. Im Wald treffen sie auf ein Paar, das anscheinend einfach so nachts im Wald herumhockt. Sie bewegen sich danach weiter auf eine Lichtung zu, auf der sich Sookie und Bill unterhalten. Im Wald treffen dann noch Jason und seine Gang auf die aufgebrachten Dorfbewohner. Als Hoyts Mutter sich lautstark bemerkbar macht und erklärt, dass sowohl Jason als auch Jessice ihr gehören würden, behält Violet einen klaren Kopf und macht das einzig Richtige: sie reisst der nervigen, alten Dame das Herz raus.

Kommen wir also zu Sookie. Die geht mir immernoch auf die Nerven. Nachdem sie in der letzten Folge zu Bill geflüchtet ist, hat sie in dieser Folge erneut eine grandiose Idee: Sie will Beute spielen, während Bill hoch oben in einem Baum sitzt und die infizierten Vampire ausschaltet, wenn sie angreifen. Die beiden unterhalten sich also über ihr Leben, Sookie muss sich eingestehen, dass Alcide sie mehr liebt als sie ihn. Dass sie sich keine Zukunft mit ihm vorstellen kann. Um Sookies absolut unvollziehbare (Achtung, Ironie) Sinnenwandlung angemessen zu unterstreichen, treffen sowohl die infizierten Vampire als auch das Team um Jason und ein paar in den Büschen versteckte Hillbillies auf der Lichtung ein. Im unvermeidbaren Schusswechsel erwischt es dann leider auch unseren Lieblingswerwolf. Alcide stirbt so, wie er die meiste Zeit zu sehen war: nackt. Sookie lehnt das Angebot, Alcide zu einem Vampir zu machen, ab. Ob sie das tut, weil Alcide es hassen würde, ein Vampir zu sein, oder weil sie sich nichtmehr mit seiner überschwänglichen Liebe herumschlagen will? Wer weiß, wir werden es vermutlich nie erfahren.Nach Tara erwischt es nun also Alcide in der Reihe der unwürdigen Tode in dieser Staffel.

© HBO
True Blood befindet sich scheinbar auf dem Weg der Besserung. Mit Sarah Newlin und der Yakomono-Corporation scheinen auch die wirklichen Gegner für diese Staffel festzustehen. Die infizierten Vampire an sich sind in meinen Augen jedenfalls keine wirkliche Bedrohung. Momentan sind es vor allem zwei oder drei Fragen, die wirklich interessant sind: 
1. Gerät Sarah zuerst an die Yakomono-Corporation oder an Eric?
2. Werden Sookeeeeh und Mr. William Compton wieder ein Paar?
3. Wird es ein Heilmittel geben, und wird Eric es rechtzeitig bekommen?


 Wahllose Gedanken zum Schluss
  • Vampire, die in Bäumen sitzen. Twilight, anyone?
  • Hoyt's Mutter ist eines der schlimmsten Beispiele für übernervige Mütter überhaupt. Die Frau war auch nur einen Schritt von Mama Bates entfernt. Gruselig. 
  • Wenn wir bei nervigen Müttern sind: kann bitte das Alienraumschiff Lettie Mae endlich abholen? 
  • Ich würde gerne meine "What are you?" Liste umändern in "würdelose Tode von mehr oder weniger wichtigen Figuren".
  • I like the bucket game too, Eric :D
  • Mein lieber Yogi, auch für dich gilt die universelle Regel: Bros before Hoes. Du blamierst den Typen weil er den Hintern anstarrt, die Yakuza kommt und killt dich. Dass es sich dabei um die wohl unfähigsten Hitmen EVER handelt? Verziehen. Karma is a bitch, baby.
  • Und für alle, die sich fragen was das für ein toller neuer Name bei Sarah ist: es schreibt sich Noomi. Klingt beinahe wie "new me". Tadaa, so subtil wie ein Vorschlaghammer.

True Blood Season 7 Episode 2: I Found You

Es gibt gute Neuigkeiten an der Fang-Front: True Blood nimmt Fahrt auf. Zwar nur in etwa so langsam wie ein Tretboot, aber immerhin. Für die meisten Charaktere lief es aber auch in dieser Woche weniger gut. Also, sucht euch einen guten Platz auf dem dieswöchtigen Tretboot und lest noch einmal nach, was passiert ist. 

© HBO
I found you beginnt mit einem Treffen zwischen Eric und Jason. Eric und Jason??? Klar, Jason hat am Ende der letzten Staffel Erics Blut getrunken. Jedenfalls scheinen die beiden eine sehr angenehme Nacht miteinander zu verbringen. Die ganze Szene wirkt recht elegant gefilmt, was besonders für Jason mal eine nette Abwechslung ist. Da es aber sonst keinerlei Zusammenhang zur restlichen Folge gibt, bleibt der etwas fade Nachgeschmack von Fanservice. Da es sich aber um die letzte Staffel handelt, werd ich hier sicher nicht drüber meckern. Das Jason darüber hinaus solche Träume hat, während er in der Kirche in der letzten Bank schläft, geht schon als angemessen witziger Moment durch. 

Sookie, Alcide, Sam, Jason und Andy verfolgen derweil eine heiße (oder auch kalte, ist immerhin eine Leiche) Spur. Da Sookies ergreifende Rede aus der letzten Folge genau nichts gebracht hat und die Leute sie immernoch hassen, scheint es absolut logisch, dass sie jetzt mit dem toten Mädchen, welches im Wald rumliegt, auftrumpfen kann. In St. Alice stellt die Truppe allerdings schnell fest, dass niemand mehr übrig ist. Zahlreiche Graffitis zieren die Hauswände, doch die Bewohner liegen alle bereits in einem offenen Massengrab. Während Sam noch darüber nachdenkt, wieso die Regierung ihre Bürger so im Stich lässt, macht Sookie das einzig Logische: Sie geht in das Haus des Mädchens und liest ihr Tagebuch. Besagtes Mädchen hat sich, ebenso wie Sookie in Staffel 1, in einen Vampir verliebt und ihr Tagebuch weist frappierende Ähnlichkeit mit Sookies Geschichte auf. Das reicht am Ende der Folge aus, um Sookie aus ihrem Haus schleichen zu lassen, nachdem sich Alcide unter die Dusche begibt. Und wo sonst sollte sie auch hingehen, als natürlich geradewegs zu Bills Haus. 

Im Fangtasia halten sich weiterhin die Hep-V Vampire auf. Und wenn diese Folge eins schafft, dann diesen Vampiren jede Art von Grusel zu nehmen. Verdammt nochmal, die haben Streit, die haben Angst, die haben Namen wie "Ronnie". Die sind nicht verrückt oder durchgeknallt, die haben einfach nur Hunger. Und sie sind genauso verschieden voneinander wie normale Vampire oder Menschen. Glücklicherweise ist einer der Vampire eine ehemalige Lehrerin der Kids von Arlene und Holly. Die beiden appellieren an Bettys Güte, und gerade als diese einen Masterplan erdacht hat, mit dem sie die Frauen retten kann, stirbt sie auch schon recht spektakulär. 

Und hier ist es nun Zeit für eine Zwischenbilanz. Ich bin mir nicht sicher, was da gerade los ist. Die Show spielt momentan im Jahr 2011. Wenn ich mich recht an diese düstere Vergangenheit erinnere, gab es auch damals schon Internet und Handy. Verdammt, die Leiche im Wald hat eine Starbucks-Karte. Und da wird eine ganze Stadt über einige Tage hinweg ausgelöscht, und niemand bekommt das mit? Die Vampire haben sicher nicht das Internet abgestellt, alle Reifen zerbissen oder alle Telefone geklaut. Niemand wäre daran gehindert worden, am Tag wegzufahren, wenn die Vampire mehrere Tage damit verbracht haben, die Stadt auszulöschen. Und nach wie vor müssen Vampire in ein Haus eingeladen werden und sie sind nur in der Nacht unterwegs. Ein bisschen gesunder Menschenverstand würde ausreichen, um nicht im Kollektiv vor die Hunde zu gehen. True Blood versucht mit dem Thema "Zombie-/Vampirapokalypse zu spielen, aber da geht momentan zu viel schief. Dass dann noch die infizierten Vampire eigentlich nur verängstigte, arme Kreaturen sind, die nur Hunger haben, ist da auch nicht hilfreich. Und verlassene Dörfer irgendwo im Nirgendwo sehen auch gruseliger aus, wenn sich zu den kryptischen Graffitis noch ein bisschen Verfall gesellt.Überhaupt scheitert der Versuch der Macher, hier einen größeren Horror heraufzubeschwören. Der Fokus auf Bon Temps reicht nicht aus, nimmt man aber weitere Städte (wie hier St. Alice) hinzu, wird auch dort das wahre Ausmaß der Katastrophe nicht deutlich genug.

© HBO
Die restlichen Bürger von Bon Temps wurden derweil von Sam angewiesen, das Bellefleurs wieder auf Vordermann zu bringen. An den Plan halten sich auch alle, bis Mr. Trouble aka Vince auftaucht und die braven Bürger in einen wilden, waffenverrückten Mob verwandelt. Das Rudel stürmt das Polizeigebäude, der einzige Ort in der Stadt, an dem sich Waffen befinden. Der tapfere Widerstand der einsamen Polizistin ist schnell gebrochen und Adilyn, die ihre Feenkräfte demonstriert, wird weggesperrt. Es folgt eine Szene, die irgendwo zwischen seltsam-belustigend und beängstigend angesiedelt ist. Wie eine Horde Hillbillies freuen sich die aufgebrachten Bürger über ihre neuen Waffen und ballern direkt mal im Gebäude herum. Wenn man daran denkt, dass die wirklich wichtigen Figuren in dieser Serie nie auf Schusswaffen angewiesen sind, wirkt das Verhalten der Bürger gleich doppelt verzweifelt. 

Lettie Mae bekommt dann Vampirblut auch noch die Chance, sich von Tara zu verabschieden. Womit dann auch bestätigt sein dürfte, dass Tara tot ist. Glückwunsch an die Macher für einen der würdelosesten Tode der Seriengeschichte. Daran ändert auch das rumhängen mit der Schlange am Kreuz nichts. Ich bin mir nicht sicher, ob die Frau nun völlig verrückt ist, oder diese ganze Sache einen tieferen Sinn hat. Vielleicht kommt dazu ja noch eine Antwort. Die ganzen Geschichten um die Abhängigkeit von V waren jedenfalls nie eine der Stärken von True Blood.

Das Finale der Folge gehört dann Eric. Kurz hatte ich Angst, dass wir ihn erst am Ende der Staffel zu sehen bekommen. Dem war nicht so, allerdings sieht ein glückliches Wiedersehen anders aus. Pam betritt ein äußerst schickes Haus, aus dem ihr zwei verwirrte junge Frauen entgegenkommen. "Er" will ihr Blut nicht. Pam's entsetzter Blick im Anschluss gilt Eric, der zunächst einfach nur wieder sexy in der Gegend herumsitzt. Ein genauerer Blick legt aber den wohl dramatischsten Moment der bisherigen Staffel offen: Eric hat sich mit Hep-V infiziert. Bleibt zu hoffen, dass dafür ein Heilmittel gefunden werden kann. Da keine weitere Staffel kommen wird, würde es zwar nicht zum Running Gag reichen, aber Eric einmal zu verlieren war schon schlimm genug, ein zweites Mal ist nun wirklich nicht nötig. 


Wahllose Gedanken zum Schluss
  • Was ist mit Jessica los? Wieso heilen ihre Wunden nicht? Ist sie auch infiziert? Bitte nicht! Hoffentlich heilt sie nur nicht, weil sie nichts zu essen hat.
  • Ob am Ende Feenblut das Heilmittel sein wird? Wäre irgendwie lahm, aber eine andere Idee hab ich momentan nicht. 
  • Alcide ist wirklich langweilig geworden...
  • Das Betty einen solchen Abgang macht ist eine der schönsten Formen von Galgenhumor seit langem. Außerdem ist es ziemlich krass,dass Arlene im Prinzip sagt "Iss jemand anderen an unserer Stelle". Tough girl, that one. Aber klar, nur so überlebt man vier verdammte Ehemänner, einen Besessenen und einen Suizidveranlagten. 
  • Eine verlassene Bar für Vampire. Was für ein unglaublich kreatives und für Menschen absolut nicht zu erahnendes Versteck. 
  • Bin ich die Einzige, die findet dass die Sexszene am Anfang der Szene am Ende eine Menge genommen hat? 
  • Ha, arme Sookie. Immernoch findet jeder sie doof. Wie witzig, dass ihre tolle Rede aus der letzten Folge genau garnichts gebracht hat.
  • Jessica hat also nur die Handynummer der Polizeistation und die von Sookie? Alles klar.
  • Positiv zu vermerken ist: es gab endlich wieder mehr typische Südstaaten-Slang-Unterhaltungen. Außerdem: Jasons Pizza-Forensics.

Serien-Recap: True Blood Season 7, Episode 1: Jesus gonna be here

Nach einem Jahr Wartezeit ist es nun soweit: True Blood geht in seine letzte Staffel. HBO hat sich im Vorfeld eine Menge Mühe gegeben, und die Zuschauer mit Trailern, Teasern und sonstigen Aufmerksamkeiten versorgt. Hier könnt ihr nun noch einmal genau nachlesen, was in der Folge alles passiert ist. Wobei, ehrlich gesagt, nicht besonders viel passiert ist, aber dazu später. 

© HBO
Sam, der nun Bürgermeister ist, befindet sich zusammen mit fast allen anderen Anwohnern, egal ob Mensch oder Vampir, beim Bellefleurs (ehemals Merlottes). Dort steigt eine Party, denn jeder Mensch soll einen Vampir zur Seite gestellt bekommen, der auf ihn aufpasst. Im Gegenzug dazu bekommt der Vampir Blut von "seinem" Menschen. Sookie liest wieder mal Gedanken und ist schockiert, denken doch scheinbar alle, dass sie an der Misere Schuld ist. Sogar ihr Werwolffreund Alcide denkt mit. In diese Idylle platzen die Hep-V Vampire und richten ein Massaker an. So dürfen wir uns innerhalb der ersten fünf Minuten sang- und klanglos von Tara verabschieden. Einige andere Anwohner werden hingegen gekidnapped und ins Fangtasia gebracht. 

Pam befindet sich in Marokko und sucht Eric. Mit ihrer etwas eigenwilligen Art, an Informationen zu kommen, bekommt sie schließlich den Hinweis, in Frankreich zu suchen. Gesagt, getan, damit wären Pam und Eric für diese Folge bereits versorgt. Pam stellt gleichzeitig mit ihrer erfrischend anderen Art das einzige Highlight in der Folge dar. Wenigstens ein Charakter, der sich nicht zum negativen verändert hat.

Jessica passt derweil auf Adilyn auf, die letzte verbliebene Halbfeentochter von Sheriff Andy. Obwohl sie ihre drei Schwestern getötet hat, nähern die beiden Mädchen sich an und quatschen zwischenzeitlich über ihre Freunde. In diese vertraute Mädelsrunde platzt einer der infizierten Vampire, der zu gern herausfinden würde, wieso Adilyn so gut riecht. Jessica und er verbringen die halbe Nacht damit, sich gegenseitig niederzustarren. Die Rettung kommt in Form einer Einladung für Jessica, die sich gerade so zusammenreissen kann und auf den Dachboden flüchtet, statt die Fee zu verspeisen. Jessicas Freund ist derweil als Vampir Lafayette zugeteilt worden, und die beiden führen ein von Drogen berauschtes, intensives Gespräch über das Sterben und den Umgang mit Verlusten.

Jason erobert sich derweil seine Männlichkeit von seiner Vampirfreundin zurück und macht, was er eigentlich schon immer gemacht hat: Sex haben. Glückwunsch, Jason. Wenigstens einer in dieser Folge ist zufrieden. Dass Jason da einen halben Versuch anstellt, seine Freundin (deren Namen ich nicht weiß, sie scheint sehr wichtig zu sein) zum Sex zu zwingen...ist mir mittlerweile auch egal, die beiden sind die einzigen, die Spaß zu haben scheinen.

Bill und Andy suchen in der Zeit in alten, verlassenen Gebäuden nach den infizierten Vampiren. Dort treffen sie nicht nur auf eine ziemlich tot herumhängende Gruppe von Menschen, sondern auch auf die unverzichtbare "Wir finden euren Plan richtig doof und deswegen sind wir dagegen und benehmen uns auch so" Fraktion, die anscheinend vom Gegenkandidaten für den Posten als Bürgermeister angeführt wird. Die würden nun gerne Bill erschießen, und Andy schlägt sich zunächst auf deren Seite, nur um Bill dann zu beschützen. 

Die Folge endet mit Sookie, die zu spät zur Vollversammlung in der Kirche kommt. Dort wird sie wieder einmal mit dem Hass der Gemeinde konfrontiert, entscheidet sich diesmal aber gegen eine Flucht. Stattdessen hält sie eine Rede darüber, wie sehr sie die Stadt und alle Bewohner liebt, und macht direkt klar, dass niemand Vampire so gut kennt wie sie. Nach 50 Minuten (Kabelsender können bis zu 60 Minuten pro Folge zeigen...) endet damit der Staffelauftakt. 

© HBO
Ich will ja wirklich ungern meckern. Ich mochte True Blood wirklich immer gerne. Egal ob da jetzt auf einmal Feen/Werwölfe/Werpanther/anderes Zeug unterwegs waren oder es um abgefahrene Konzentrationslager für Vampire ging. Selbst dem gröbsten Unsinn standen Highlights wie Russel Edgington gegenüber. Davon merkt man in dieser Folge leider überhaupt nichts mehr. Nicht nur, dass Taras Ableben mit keinem Wort betrauert wird. Nein. Alles was man bekommt, ist ein Monolog von Lafayette, der feststellt dass er nicht trauern kann, weil sie bereits einmal gestorben ist. Und Recht hat er. Wenn eine Figur immer wiederkommt, dann wird sie einem irgendwann egal. Konnte man zuletzt ganz wunderbar in der verkorksten dritten Staffel von American Horror Story sehen. Natürlich könnte man nun sagen: wenn ich es nicht gesehen habe, ist es auch nicht passiert. Das würde dafür sprechen, dass Tara noch lebt. Das würde auch erklären, wieso dem Zuschauer keine Zeit eingeräumt wird, ihren Tod zu betrauern. Ich weiß allerdings nicht, wie ich das finden würde, siehe American Horror Story. Wäre ich gemein, würde ich mich dazu hinreissen lassen, zu sagen dass sogar Lafayette schon mit der ganzen Serie abgeschlossen hat und wir es ihm gleichtun sollten. 

Auch sonst bringt dieser Staffelauftakt wenige Highlights. Sicher, die Hauptfiguren sind weiterhin wichtig. Der Rest scheint nurnoch Kanonenfutter zu sein, das kreischend im Keller sitzt und darauf wartet, gefressen zu werden. Wenn ich ehrlich bin, fühle ich mich grad auch ein wenig so. 

True Blood hat damals einen grandiosen Start hingelegt und brachte ein erfrischendes Konzept und anständige Vampire mit sich. Der Auftakt zur letzten Staffel fühlt sich dagegen blutleer und lustlos an. Es bleibt die Hoffnung, dass nur der Start so schwach war, und die Serie in ihren letzten Atemzügen noch einmal die Kurve kriegt. Ich würde das jedenfalls sehr begrüssen. 


Wahllose Gedanken zum Schluss
  • What are you?" Ich kanns nichtmehr hören. Ich mach mir jetzt eine Strichliste und präsentiere das Ergebnis am Ende der Serie.
  • Wenn ich jedes Mal einen Lolly bekomme, wenn Sookie schmollt, dann hätte ich nach sieben Staffeln einen Vorrat, der mein ganzes Leben halten würde. Mensch, Sookie. Du warst mal cool, jetzt bist du wie ein Klotz am Bein des Geschehens. 
  • Klar, wenn mein Freund denken würde, dass ich Schuld an der Verderbnis der Menschheit wäre, mir dann sagen würde dass solche Gedanken normal sind und ich mich nicht so anstellen soll, dann würd ich auch einfach so zu ihm ins Bett krabbeln und ein bisschen Sex haben. Mensch, jeder darf doch mal was schlechtes denken. 
  • Jessicas Freund hat sich optisch ziemlich verändert. Vielleicht gründet der Vampir einen Club mit Daario Naharis aus Game of Thrones: "Neubesetzungen die darauf abzielen, eine Verbesserung der Optik herbeizuführen". Vielleicht sind die beiden auch verwandt. 
  • Sookies Rede am Ende...was war das für ein Ende für eine Folge? Sollen wir nun nächste Woche gespannt einschalten, um zu erfahren, ob die Gemeinde Sookie nun hasst, oder ihr verzeiht?





Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...