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Filmkritik: Navy Seals vs. Zombies


© Ascot Elite

Story: Ein Team erfahrener Navy Seals wird in Baton Rouge abgesetzt, um den Vizepräsidenten dort herauszuholen. Denn blutrünstige Horden durchstreifen plötzlich die freundliche Südstaaten-Metropole und greifen jeden an, der ihnen über den Weg läuft. Erst vor Ort erleben die Männer, dass ihre Gegner übermenschlich starke Kreaturen mit unstillbarem Hunger nach Menschenfleisch sind. Ein Virus hat die Bewohner verwandelt. Rasend schnell greift die Infektion um sich. Kann es überhaupt einen Ausweg geben, wenn sich eine ganze Stadt voller Zombies gegen ein paar Elitesoldaten stellt?

Kritik: Von einem Film der "Navy Seals vs. Zombies" muss nun wirklich niemand, aber auch gar niemand, irgendwas hochkarätiges erwarten. Aber, und das haben diese "vs." Paarungen so an sich, der geneigte Zuschauer verspricht sich Action. Wenn ich also mit dem schönen Versprechen, ein paar Soldaten beim Aufräumen einer Horde Untoter zuschauen zu dürfen, angelockt werde, dann will ich auch saftiges Geschnetzeltes bekommen. Dazu handelt es sich um den ersten Film mit 80er Legende Michael Dudikoff. In freudiger Erwartung schmiss ich also die Scheibe in den Player und fing an, mich durch meine Auswahl an Snacks zu futtern.
© Ascot Elite
Allerdings stellt sich hier bald Ernüchterung ein. Es dauert gute 30 Minuten bis die Seals mal ihr Ausbildungscamp verlassen. Eine pathetische Rede vom Neuzugang muss man auch noch ertragen, aber dann geht es endlich rund in Baton Rouge. Oder halt auch nicht. Endlose Aufnahmen von Kommandozentralen (hat Michael Bay seine Finger im Spiel?) werden vermischt mit einer Stadt, die verdächtig leer ist. Also dafür, dass Horden von Zombies dort unterwegs sein sollen. Aber egal, die Seals haben nicht umsonst trainiert und dürfen jetzt endlich mal ran an den Speck die Zombies. Scheinbar war aber nicht so viel Budget da, denn insgesamt sind vielleicht 12 Zombies im Film zu sehen, und nicht alle wurden wirklich überzeugend bearbeitet. Für ein oder zwei gruselige Nahaufnahmen der überraschend schnell laufenden Zeitgenossen reicht es dann aber doch. Irritierender ist definitiv, dass im Kampf meist nur die Soldaten zu sehen sind. Da wird dann munter ins Nichts geballert. Digitale Effekte aus der Grabbelkiste schmerzen beim Anschauen. Kein Geld für Feuer, kein Geld für Fake-Munition und kein Geld für richtig coole Explosionen (Michael Bay hat wohl doch nichts damit zu tun). Auch die Farbgebung ist gewöhnungsbedürftig, denn der Film kann sich nicht entscheiden ob er kühle Blautöne oder doch lieber irgendwas in Richtung Grün liefern will. Das Cover wirbt mit richtigen Navy Seals, geborene Schauspieler sind da allerdings eher nicht dabei. Die Zivilisten stressen aber deutlich mehr.

"Navy Seals vs. Zombies" macht aber auch ein paar Dinge richtig. Der Kameramann hat sich sichtlich Mühe gegeben und findet ein paar ziemlich gute Perspektiven. Es wird sich Zeit genommen um zu ergründen wieso das Zombievirus ausgebrochen ist und die Eigenheiten der Zombies werden ebenfalls erläutert. Das Drehbuch an sich ist schön straff. Man verzichtet auch darauf, Baton Rouge durch generische Hinterhöfe zu ersetzen, und zumindest was die Kulissen angeht kann sich das hier schon sehen lassen. Letztendlich nimmt der Film sich aber schrecklich ernst, was gerade angesichts der sichtbaren finanziellen Mängel ein Problem ist.

Fazit: Bei der Vielzahl an Zombiefilmen, die durch alle Preissegmente hindurch erscheint ist "Navy Seals vs. Zombies" nun wahrlich kein Hochkaräter. Der Film nimmt sich viel zu ernst, macht zwar ein paar Dinge richtig und hat immerhin für knapp 5 Minuten Michael Dudikoff an Bord, das war es dann aber auch schon. Hier und da blitzt das Potential durch, das diese Geschichte gehabt hätte wenn ein bisschen mehr Geld, bessere Darsteller und Sinn für Humor involviert gewesen wären. Doch der fertige Film ist dann doch eher ärgerlich, selbst wenn man mit niedrigen Erwartungen an die Sache herangeht.

Die Blu-ray: Die Blu-ray aus dem Hause Ascot Elite kommt im Pappschuber mit aufgedrucktem FSK-Aufkleber ins Haus. Die Hülle selbst hat dann ein Wendecover. Sowohl die Deutsche als auch die Englische Tonspur liegen in DTS-HD Master Audio 5.1 vor. Da die Zombies meist aus dem Off agieren liefern bei entsprechendem Boxeneinsatz die Seiten angenehm matschige Zombiegräusche. Das Bild ist zu Beginn noch recht sauber und kontrastreich, sobald die Seals aber im Einsatz sind verschwimmt es gerne mal. Untertitel liegen in Deutsch vor, neben ein paar Trailern hat es noch ein kurzes Behind the Scenes Featurette auf die Scheibe geschafft. Im Handel ist der Streifen ab dem 18.3.16 erhältlich.

Infos zum Film

Originaltitel: Navy Seals vs. Zombies
Erscheinungsjahr: 2015
Genre: Action
FSK16
Laufzeit: 97 Minuten
Regie:Stanton Barrett
Drehbuch: Matthew Carpenter
Darsteller: Stephanie Honore, Michal Dudikoff, Ed Quinn, Rick Fox u.a.

Trailer

Filmkritik: Little Dead Rotting Hood


© Edel
Story: Großmutter Winfield (Marina Sirtis) ist vertraut mit Flüchen und Hexenkünsten. Da sich eine Werwolfsippe in ihrem kleinen amerikanischen Ort gnadenlos auszubreiten droht, sieht sie nur eine Möglichkeit alle zu retten: Sie verwandelt ihre Enkelin Samantha (Bianca A. Santos) in eine mörderische Untote, in Little Dead Rotting Hood. Zusammen mit Sheriff Adam (Eric Balfour) macht diese sich auf, die Werwolfbrut zu vernichten.

Kritik: Mit "Little Dead Rotting Hood" wird eine weitere Trash-Perle aus dem Hause Asylum auf die Zuschauer losgelassen. Asylum verdanken wir unter anderem spaßige Hai-Trashfilmchen wie Sharknado. Wie so oft gilt also auch hier: Kenner wissen, was sie vom Film erwarten können. Und eigentlich bekommt man auch genau das, was auf dem Cover versprochen wird. Schauen wir uns also an was gut gelungen ist, und wo Verbesserungspotential gewesen wäre. 
© Edel
Zunächst einmal verdient die Idee Lob. Die Märchen der Gebrüder Grimm sind teilweise extrem gruselig und es ist mir schleierhaft, wieso daraus nicht reihenweise Horrorfilme gemacht werden. In dieser Hinsicht ist "Little Red Rotting Hood", eine deutliche Anspielung auf Rotkäppchen (die im englischen Little Red Riding Hood genannt wird) ein Schritt in die richtige Richtung. Es geht dann auch direkt schön matschig und saftig los und die ersten 30 Minuten meucheln sich die Wölfe richtig schön durch die Dorfbevölkerung. Hier wartet dann schon das erste Bündel an Überraschungen. Das Setting ist liebevoll dekoriert, die Kleinstadtatmosphäre ist überzeugend und mit Eric Balfour hat man ein relativ bekanntes Gesicht als zentrale Figur. Ein bisschen weniger Verweildauer im Dorf hätte dem Film aber vermutlich gut getan. Auch außerhalb des Dorfes sind die Sets schön ausgewählt und der Wald wirkt richtig lebendig. Auch die Effekte gehen in Ordnung. Wieso man es für erwähnenswert hielt zu betonen dass die Hauptdarstellerin in "Ouija" mitgespielt hat ist mir allerdings ein Rätsel. Der Film wäre nun wirklich nichts, womit ich persönlich angeben wollen würde.

Natürlich gibt es ein paar Dinge, die auf den ersten Blick negativ auffallen. Man merkt den Darstellern an dass sie nicht so wirklich Lust auf das Projekt hatten. Dementsprechend wirken die Dialoge runtergeleiert und lustlos. Aber hey, Hauptsache es gibt keine Lücke im Lebenslauf. Was für das reale Leben gilt, gilt eben auch für Schauspieler und Regisseure. Die restliche Zeit ist "Little Red Rotting Hood" peinlich genau darauf bedacht eine imaginäre Checkliste abzuarbeiten. Slow Motion Striptease-Szene? Kommt natürlich vor. Dämliche Sprüche die cool sein sollen, aber eher daran erinnern wie alle peinlich berührt lachen wenn Opa mal wieder einen Witz erzählt? Gibt es reichlich. Die Figuren sind wandelnde Klischees und so bleibt einem nur stumpfes Zuschauen ohne das Gesehene zu hinterfragen. Aber hier schließt sich der Kreis dann auch wieder, denn wer von einer Asylum-Produktion mehr erwartet, der sollte seine Prinzipien schnellstens überdenken. Insofern ist das hier ganz unterhaltsam gelungen, tut niemandem weh, hätte aber das Potential gehabt ein richtig cooler Film zu werden.
Der will nur spielen! © Edel
Fazit: Demotivierte Darsteller, debile Dialoge, aber ein schickes Setting, eine gute Ausgangsidee und eine anständige Portion matschiger Gummigedärme machen "Little Red Rotting Hood" zwar nicht zu einem Meilenstein im Horrorgenre. Für einen unterhaltsamen Abend im Kreise trash-affiner Freunde taugt der Film aus dem Hause Asylum aber allemal.

Die Blu-ray: Sowohl die Deutsche als auch die Englische Tonspur liegen in sattem DTS-HD Master Audio 5.1 vor. Stellenweise übertönt die Musik die Dialoge minimal. Mit dem Bass hat man es wohl sehr gut gemeint, die Nachbarn werden sich vermutlich bei euch bedanken wenn ihr den Film nachts oder am Wochenende einlegt. Untertitel haben es nicht auf die Blu-ray aus dem Hause Edel geschafft. Wer den Spaßfaktor erhöhen möchte darf sich mit einer katastrophalen deutschen Synchronisation herumschlagen. Das Bild der Blu-ray ist in Naheinstellungen scharf und die Farben überzeugen. Auch die Kontraste sind gut ausbalanciert, die schönen, satten Schwarzwerte sind erfreulich. Das verblasst, sobald die Kamera sich ein wenig weiter weg vom Geschehen befindet, dann leidet das Bild an Unschärfen. Wer mag kann sich den Film als 3D Blu-ray ins Haus holen, es gibt ein paar nette Effekte zu sehen. Als Extras locken der originale Trailer sowie ein paar weitere Trailer. Ein knapp acht Minuten langes Featurette lässt Einblicke in die Dreharbeiten zu und es gibt ein Gag Reel mit witzigen Szenen die beim Dreh schiefgelaufen sind. Ein Wendecover liegt leider nicht bei. Erfreulich: der Film hat es in der ungeschnittenen US-Unrated Version zu uns herüber geschafft.


Infos zum Film

Originaltitel: Little Dead Rotting Hood
Erscheinungsjahr: 2016
FSK: 18
Laufzeit: 88 Minuten
Regie: Jared Cohn
Drehbuch: Gabriel Campisi
Darsteller: Bianca A. Santos, Marina Sirtis, Eric Balfour, Patrick Muldoon u.a.

Trailer
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