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Blogparade: Buch vs. Film

Miss Booleana ruft zur Blogparade auf, und dieses Mal geht es um Literaturverfilmungen. Die häufen sich ja in letzter Zeit doch recht massiv an, und wenn man in die nahe Zukunft blickt scheint der Trend anzuhalten. Bryan Fuller adaptiert Neil Gaiman's "American Gods" (welches ich grad lese und es ist verdammt nochmal großartig!), Ridley Scott schickt Mark Watney aka "Der Marsianer" aka Matt Damon ins Weltall... Zeit also, mal Bilanz zu ziehen. Sind die Bücher besser als ihre Verfilmungen? Können Verfilmungen den Büchern noch etwas hinzufügen? Gibt es Fälle in denen beides gleich gut ist? Fragen über Fragen, ich versuche mich an Antworten. Auf 10 Filme und Bücher bin ich nicht gekommen, doppelte Autorennennung wollte ich ebenfalls weitestgehend vermeiden. 

Heeeeeereeeee's Johnny! © Warner Bros.
"The Shining" vs "The Shining"

Nicht dass ich Stanley Kubrick hier irgendwie etwas negatives nachsagen möchte, der Mann war ein Genie. Aber bei seiner Verfilmung von Stephen King's Roman "The Shining" frage ich mich jedes Mal wieder, ob er das Buch genau gelesen hat. Also, man weiß ja dass Kubrick gerne Bücher einfach Wort für Wort abfilmt. Aber hier legt er den Fokus viel zu sehr auf die Horrorelemente. Das Buch ergründet den Verfall der geistigen Gesundheit von Jack Torrance so meisterhaft, wie es halt nur King hinkriegt. Im Film ist er einfach von Anfang an irre, und das Thema ist durch. Was keinesfalls bedeutet dass der Film mies ist. Er ist einfach anders. Aber hier gefällt mir das Buch eindeutig besser. Bevor ich jetzt alle anderen Verfilmungen von Stephen Kings Büchern einzeln seziere: mir ist keine bekannt, die ihre Buchvorlage übertreffen konnte. Jedenfalls bisher nicht. Vielleicht habt ihr ja Tipps?
And the winner is: Buch

Ist auch stressig im Weltall © Buena Vista
 "Per Anhalter durch die Galaxis" vs "Per Anhalter durch die Galaxis"

Den Film finde ich wirklich charmant. Man bringt ein paar eigene Dinge mit, behält den Geist des Buches aber bei. In die Mischung packt man Martin Freeman und Sam Rockwell, und fertig ist ein unterhaltsamer, kurzweiliger Film. Der, egal wie gut er ist, trotzdem nicht an das Buch rankommt, weil die ganze Reihe einfach über allem anderen steht. 
And the winner is: Buch

Gruppenfoto mit Schwert © Warner Bros.
 "Der Herr der Ringe" vs "Der Herr der Ringe"

An den Herren der Ringe habe ich mich erst herangetraut als die Filme im Kino liefen. Schnell wurde ich in den Bann der Bücher gezogen und wollte mehr entdecken. Eine bis heute anhaltende Liebesbeziehung mit Tolkiens Werken nahm ihren Anfang. Und auch die Filme liebe ich, denn ich verbinde viele gute Erinnerungen mit ihnen und schaue sie auch heute noch gerne an. Die Detailverliebtheit, die Darsteller... es fühlt sich immer wieder an als ob man nach Hause kommen würde. Bruchtal für den Zuschauer sozusagen. Mich hier zwischen dem einen oder dem anderen Medium zu entscheiden würde ich echt nicht fertig bringen. Beide sind unterschiedlich, ergänzen sich aber ganz wunderbar. 
And the winner is: Unentschieden

 Portrait mit Schwert? © Warner Bros.
 "Der Hobbit" vs "Der Hobbit"

Die "Hobbit" Trilogie zeigte in den vergangenen Jahren eindrücklich, wie man ein Kinderbuch mit 200 Seiten Umfang nicht verfilmt. Aufgeblasen auf drei Filme, randvoll mit Nebenschauplätzen um möglichst viele Gastauftritte von Darstellern aus der "Herr der Ringe" Trilogie und Special Effects die vor allem zum Ende hin einfach nur zum Fremdschämen waren. Eine dazuerfundene und recht peinliche Liebesgeschichte hat die Sache auch nicht besser gemacht. Da konnte auch Benedict Cumberbatch als Drache nichts mehr retten. Viele zweifelten danach ernsthaft an Peter Jacksons Talent, und ich finde: durchaus mit Recht. Aus einem kurzen Buch für Kinder ein neunstündiges CGI-Overkill-Werk zu machen kann doch nicht die Lösung sein.
And the winner is: Buch

Mega romantische Vampire © Concorde
 "Twilight" vs "Twilight"

Ja, ich habe alle vier Twilight Romane gelesen. Ja, ich habe alle fünf Filme gesehen, vier davon im Kino. Nein, ich bereue nichts. So, nachdem wir das geklärt hätten kommen wir zum Wesentlichen. Sicher, die Bücher sind keine Glanzleistung. Ja, das propagierte Frauenbild löst Würgereize aus und ja, niemand in den Filmen konnte zum Zeitpunkt der Dreharbeiten irgendwie schauspielern. Kristen Stewart und Robert Pattinson kriegen grad die Kurve und die Autorin der Bücher ist meines Wissens nach in der Versenkung verschwunden. Alles ist gut im dauervernebelten Städtchen Forks. 
Aber was ist nun besser? Ganz ehrlich, ich hab keine Ahnung. Ich fand beides recht kurzweilig, beides hat null Anspruch und die Geschichten unterscheiden sich auch wirklich kaum. Die Bücher waren klasse weil man alle vier leicht in einer Woche runterlesen konnte, die Filme haben zumindest stellenweise durchaus nette Schauwerte gehabt. Da nimmt sich keiner etwas.
And the winner is: Unentschieden

Nathan Fillion macht sein Ding © Edel:Motion
 "Much Ado about Nothing" vs "Much ado about Nothing" 

Shakespeare gehört zu meinen absoluten Favoriten. Wie kaum ein zweiter wusste er mit Worten umzugehen. Und heute haben Schauspieler, die sich in einem Shakespeare-Stück beweisen können, bei mir schonmal einen extra Stein im Brett. "Much ado about Nothing", oder auf deutsch "Viel Lärm um Nichts" behandelt die typischen Irrungen und Wirrungen, Liebe und Hass, Intrigen und Ränkeschmiedereien die bei Shakespeare so geläufig sind. 2012 drehte Regisseur Joss Whedon innerhalb von 12 Tagen in seinem Privathaus mit befreundeten Schauspielern eine Adaption, in der nur wenige Dinge verändert wurden. Alles was in seinen Serien Rang und Namen hat spielt mit, egal ob Clark Gregg, Nathan Fillion oder Amy Acker. Ein Wechselbad zwischen Spaß und bitterem Ernst entspringt, und es macht diebisch viel Freude, zuzuschauen. So sehr ich das geschriebene Wort auch liebe, aber hier steckt im Film einfach so viel Spaß und Herzblut, da kann ich nicht anders. 

And the winner is: Film


Die Bilanz ist recht eindeutig:
Einmal konnte sich der Film durchsetzen.
Zweimal gab es ein Unentschieden.
Dreimal gewann das Buch.

Doch was sagt uns das jetzt? Sind Bücher immer besser? Sicher nicht. Können Filme Büchern etwas neues hinzufügen? Wenn cleveres Personal an der Umsetzung beteiligt ist: klar. Lohnt es sich, Bücher zu Filmen zu lesen? In meinen Augen auf jeden Fall. Ob vor oder nach dem Film? Schätze das muss jeder für sich herausfinden.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr eine Lieblings-Buchverfilmung?

Media Monday #213


Ich bin aus dem Urlaub zurück, und wie das nun so ist: Der Schreibtisch quillt über vor Arbeit. Rezensionsexemplare, Serienfolgen die geschaut und besprochen werden wollen... aber für den Media Monday vom Medienjournal ist natürlich Zeit. Wie ihr vielleicht bemerkt habt leidet momentan vor allem "True Detective" unter meinem Urlaub, aber sich dafür aufzuraffen ist wirklich besonders anstrengend... Ab den nächsten zwei, drei Tagen sollte dann alles wieder im normalen Tempo laufen. Also, bis zum nächsten Urlaub dann :D

1. Joss Whedon einmal im wahren Leben zu treffen, wäre vermutlich zuviel für mich, denn ich würde vor lauter Aufregung kein einziges Wort herausbekommen. "Buffy" hat mich wöchentlich durch die Teenagerzeit gebracht, allein dafür gebührt ihm eine Menge Dank. 

2. Zeitreisefilme finde ich aus Prinzip sowieso immer schonmal großartig. Da ist mir auch egal ob es sich um eine Komödie, eine Lovestory oder einen Actionfilm handelt. Nicht nur deswegen gehört "Doctor Who" zu meinen liebsten Serien.

3. "Ant-Man" ist für einen Marvel-Film zwar untypisch, dadurch aber nicht gleich schlecht, denn immerhin ist er charmant wie kein anderer und hat diesen schrägen, leicht zynischen Humor, der mich immer wieder zum lachen bringt. Solltet ihr dem Ameisenmann skeptisch gegenüberstehen, so lasst euch versichern: der Gang ins Kino lohnt. 

4. Durch "Firefly" erst bin ich auf Nathan Fillion gestoßen, der sich auf direktem Weg in meine Fangirl-Zentrale geschlichen hat. Ernsthaft, ich liebe ihn. Dieser wunderschöne, tropische Regenbogenfisch. Er wirkt auch immer so grundsympathisch. Und das Aussehen ist auch nicht ohne. 

5. "Eat, Pray, Love" als Buch (und Film) ist zwar seicht, aber mir hat das Buch damals echt dabei geholfen, einen Neuanfang zu wagen. Klingt furchtbar kitschig, ich weiß. Aber manchmal muss auch ein bisschen Kitsch sein. Den Film mag ich auch total gerne :D

6. Filme, die sich mit Literatur/Literaten beschäftigen können spannend oder langweilig sein, genau so wie es auch Bücher können. Ab und an schau ich mir solche Filme ganz gerne an, auch wenn ich momentan auf Teufel komm raus keinen beim Namen nennen kann. 

7. Zuletzt habe ich die Verfilmung eines Stephenie Meyer-Romans namens "Seelen" gesehen und das war so unglaublich schlimm dass ich die zwei Stunden Lebenszeit gerne einklagen würde , weil die an sich interessante Grundidee (Aliens übernehmen menschliche Körper und leben danach friedlich in ihnen, aber ein Mädchen leistet Widerstand und "teilt" sich seinen Körper mit dem Alien) so dermaßen in den Sand gesetzt wurde. Den ganzen Film über passiert nichts. Gar nichts. Niente, nada. Das Mädchen streitet mit der Stimme in seinem Kopf, geht in die Wüste wo ein paar Menschen die Rebellion durch Nichtstun anführen, eine böse Alienfrau folgt ihr und steht rum. Alle warten darauf das etwas passiert, aber nichts passiert. Vermutlich der Film für all diejenigen, denen bei Twilight deutlich zuviel Action und Story vorhanden war. D'uh. 
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