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Game Guide: Pokémon GO


© Niantic Labs / The Pokémon Company
Nun ist "Pokémon GO" endlich auch offiziell erhältlich und es ist an der Zeit, die wichtigsten Tipps zusammenzufassen. Wie so viele andere Android-Nutzer war ich auch ungeduldig und habe schon vorher angefangen, die niedlichen kleinen Monsterchen zu sammeln. Nun können aber sowohl Android - als auch iOs-Nutzer endlich offiziell loslegen.

Für mich persönlich ist das Spiel ein absolutes Highlight. Ich erinnere mich noch daran, jeden Tag nach der Schule nach Hause gestürmt zu sein, um nur ja keine Folge der Serie zu verpassen. Ich heule auch heute noch Rotz und Wasser, wenn Ash in Folge 11 sein Glumanda rettet, und ich schäme mich absolut nicht dafür. Meine Eltern hatten irgendwann Erbarmen und schenkten mir und meinem Bruder zu Weihnachten je einen Gameboy Colour, ich bekam dazu die rote Edition. Und wie so viele Kinder habe ich mir nichts mehr gewünscht, als rausgehen zu können und echte Pokémon zu fangen. Mit Freunden unternahm ich lange Touren durch Feld und Wald, während wir nach versteckten Pokémon Ausschau hielten. Vielleicht kommt "Pokémon GO" etwas mehr als 15 Jahre zu spät, aber egal! Ich gehe vermehrt vor die Haustür dank dem Spiel, ich überwinde meine Angst und spreche mit fremden Menschen um gemeinsam Arenen einzunehmen. Es erfüllt sich mit dem Spiel also nicht nur ein Kindheitstraum, sondern es trägt aktiv dazu bei, dass es mir besser geht. Aber genug von mir, ihr wollt schließlich Tipps haben.

In diesem Beitrag fasse ich euch die wichtigsten Infos zusammen, die ihr bereits vor dem Start in das Spiel wissen solltet. Ihr werdet lernen, wie man Pokémon fängt, wie man in der Arena kämpft, und noch vieles mehr! Und das alles in zehn handlichen Stichpunkten, mit Bildern. Fangen wir doch gleich an und schauen uns mal einen Trailer an.



1. Starterpokémon oder: wie ich mit Pikachu anfange

Gleich zu Beginn kann der Spieler zwischen den drei klassischen Starterpokémon auswählen: Glumanda, Schiggy und Bisasam warten darauf, von euch auserkoren zu werden. Die Wahl des Starters ist gar nicht so besonders wichtig, da die beiden nicht gewählten Pokémon trotzdem in der Wildnis auftauchen. Zu meinem Glumanda hat sich bereits ein Schiggy gesellt.

Jedenfalls könnt ihr auch Pikachu auswählen, mit einem kleinen Trick. Sobald ihr die drei Pokémon zur Wahl gestellt bekommt, lauft ihr einfach weg. Also, mit eurem Körper :D wenn ihr euch vier Mal weit genug von den drei Pokémon wegbewegt habt, taucht Pikachu beim nächsten Mal auf und ihr könnt es aussuchen.

2. Raus vor die Tür!

"Pokémon GO" nimmt seinen Titel sehr ernst, denn Spieler müssen nach draußen, um ihren Pokédex zu vervollständigen. Das Spiel navigiert mittels GPS durch die Umgebung und euer Handy vibriert, wenn ein Pokémon in der Nähe aufgetaucht ist. Mit einem Klick auf das Display wechselt die Ansicht zur Kamera, und ihr könnt das Monster fangen. Dazu mehr im nächsten Punkt. Unten rechts im Bildschirm seht ihr anhand von Umrissen, welche Pokémon in der Nähe sind.
So nah und doch so fern...
Die Pfoten unter den Pokémon sagen euch, wie weit entfernt das jeweilige Pokémon ist. Eine Pfote bedeutet, es ist direkt in eurer Nähe, drei Pfoten bedeuten, dass es weiter weg ist. Bis auf ausgewählte Testaccounts, bei denen die Pokémon vor dem Hintergrund des Pokéstop, der ihnen am nächsten ist, angezeigt werden, wurde das Trackingsystem vorerst entfernt. Pokémon werden jetzt für alle anderen einfach nur vor Grashalmen angezeigt. Zusätzlich dazu ist das Fenster mit den neun angezeigten Pokémon an sich ein Hinweis: Oben links wird jenes Pokémon angezeigt, welches am nächsten an euch dran ist, unten rechts das, welches am weitesten weg ist. Ihr könnt aus den angezeigten Pokémon einen Favoriten auswählen, indem ihr auf den Umriss klickt. Damit trackt ihr das jeweilige Pokémon sichtbar im Startbildschirm. Nun müsst ihr nur noch in die richtige Richtung laufen. Raschelndes Gras deutet ebenfalls auf Pokémon hin, am besten lauft ihr jeweils einfach dorthin und schaut mal nach, was euch so vor die Kamera springt. 

3. Pokémon fangen

Die gute News vorab: man muss nicht mit seinen eigenen Pokémon losziehen um wilde Pokémon zu besiegen. Stattdessen wirft man einfach mit seinen Pokébällen nach den Monstern. Dazu zieht ihr mit dem Finger den Ball vom unteren Bildschirmrand und "werft" ihn auf das Pokémon. Wichtig: haltet den Ball vor dem Werfen mit dem Finger gedrückt, dann taucht um das Pokémon ein bunter Kreis auf. Werft den Ball, wenn der Kreis kleiner ist, und eure Chancen auf einen erfolgreichen Fang steigen. Aber Achtung: mit höherem Level und mehr Seltenheitscharakter wehren sich die Pokémon gegen das Fangen. Entweder sie weichen aus, oder sie schlagen den Ball weg. Es ist also auch eine Frage der Geduld, bis das kleine Monster im Ball sitzt.
Ein aufdringliches Rattfratz im Feld.
3.1 Erfahrungspunkte für das Fangen: Je nach Fang bekommt ihr unterschiedlich viele XP 
  • 100 XP pro gefangenes Pokémon
  • 500 XP pro bisher nicht gefangenes, neues Pokémon
  • 100 XP pro Exzellentem Schuss
  • 50 XP für einen großartigen Schuss
  • 10 XP für einen guten Schuss
  • 10 XP pro Curveball (dazu den Ball vor dem werfen umkreisen und so andrehen)
3.2 Weitere XP - Quellen
  • 500 XP, wenn ihr ein Pokémon entwickelt
  • 200 XP, wenn ein Ei ausgebrütet wird
  • 50 XP pro benutzten Pokéstop
  • unterschiedlich viele XP, wenn ihr eine Arena einnehmt / Trainer in der Arena besiegt
4. Pokéstops

Pokéstops sind eure Einkommensquelle für XP, Pokébälle und andere, nützliche Items. Sie werden euch auf eurer Karte angezeigt, für gewöhnlich handelt es sich um Besonderheiten in der Umgebung. Bei mir vor der Haustür sind z.B. einzelne Spielgeräte und Ortsschilder Pokéstops. Ja, ich wohne etwas ländlicher. In den Städten sind es dann meistens Sehenswürdigkeiten. Ist nebenbei eine tolle Art, seine Heimatstadt ein bisschen besser kennen zu lernen.

Jedenfalls, Pokéstops sind alle 5 Minuten wieder einsatzbereit. Ihr erkennt sie daran, dass sie dann blau eingefärbt sind. Habt ihr sie benutzt, werden sie lila. Nutzen könnt ihr sie, wenn aus dem würfelförmigen Symbol ein Pokéball-Zeichen wird. Draufklicken, einmal quer über den Bildschirm wischen, das Symbol dreht sich und spuckt Beute aus. Je höher euer Level ist, desto hochwertiger die Beute. Ihr müsst auch nicht alles einzeln anklicken. Den Pokéstop mit der Beute einfach wieder schließen und alles wandert von allein in euer Inventar. Doch was kann alles erbeutet werden?
Nützliche Items.
4.1 Beute aus Pokéstops und vom Leveln (mit jedem level-up bekommt ihr ein paar Items)
  • Pokébälle: Klar, damit fangt ihr Pokémon. Wenn euer Level steigt, werden auch die Bälle besser. 
  • Trank: Heilt 20 KP eines Pokémon. Werden später, wie die Bälle auch, besser. 
  • Beleber: Wenn euer Pokémon in der Arena ausgeknockt wird, gebt ihr ihm einen Beleber. Damit wird die Hälfte der KP wieder aufgefüllt. 
  • Rauch: Lockt wilde Pokémon zu euch. 
  • Lockmodul: Kann an einem Pokéstop benutzt werden, um 30 Minuten lang Pokémon dorthin zu locken. Pokéstops, die mit einem Lockmodul versehen sind, haben auf eurer Karte rosafarbene Blüten um sich herum. Geht dorthin, um bessere Chancen auf Pokémon zu haben. Aber vorsicht, falls ein markierter Pokéstop irgendwo im nirgendwo liegt, ein paar idiotische / asoziale Team Rocket Nachmacher in den USA nutzten abgelegene Stops bereits, um Spieler zu überfallen. 
  • Himmihbeere: füttert ein wildes Pokémon damit, um es mit dem nächsten Wurf leichter fangen zu können.
  • Glücks-Ei: Ihr bekommt für 30 Minuten doppelt so viele XP. Setzt es mit Bedacht ein, es bringt nichts wenn ihr draußen auf dem Feld umzingelt von Rattfratz und Taubsis seid. Ein Pokéstop mit Lockmodul bietet sich an. 
  • Eier
5. Eier

Eier bekommt ihr an den Pokéstops. Ihr könnt 9 davon im Inventar haben. Zu Beginn habt ihr eine unendlich oft einsetzbare Brutmaschine, im Verlauf des Spiels findet ihr weitere wenn ihr Level 6, 10, 15 und so weiter erreicht. Diese sind dreimal benutzbar und verschwinden dann. Um die Eier auszubrüten, müsst ihr euch bewegen. Es gibt drei Arten von Eiern: 2, 5 und 10 Kilometer. Je mehr Kilometer für ein Ei nötig sind, desto seltener ist theoretisch das Pokémon darin. Eier mit 2 Kilometern überschütten mich mit Zubats, aus einem 5km Ei konnte ich immerhin schon ein prächtiges Goldini holen, für 10 Kilometer wartet beispielsweise ein gemütliches Relaxo.

Eine Übersicht über eure Pokémon.
Mit etwas Pech lauft ihr aber auch 10 Kilometer und bekommt ein Zubat. Die App nutzt GPS zum Ausbrüten und nicht einen etwa vorhandenen Schrittzähler. Falls ihr euer Handy nicht gerade an eine Drohne hängt und mit dem Laptop fernsteuert, müsst ihr also laufen oder langsam Radfahren. Eine Art Tempolimit gibt es ebenfalls: bewegt ihr euch mit mehr als 10-15 km/h vorwärts, wird die Bewegung nicht mehr gezählt. Ab 30 km/h seid ihr sozusagen außerdem zu schnell, um Pokémon zu fangen.

6. Teams

Ihr könnt aus drei Teams wählen: Blau (Weisheit), Rot (Wagemut) und Gelb (Intuition). Theoretisch ist es egal, welchem Team ihr euch anschließt. Jedes Team ist mit einem der legendären Vogel-Pokémon verbunden: Lavados gehört zu rot, Zapdos zu gelb und Arktos zu blau. Die Wahl des Teams ist endgültig und kann nicht geändert werden. Wenn ihr also mit Freunden gemeinsam Arenen einnehmen wollt, achtet darauf, das gleiche Team zu wählen.

7. Wie entwickle ich mein Pokémon? Und was sind WP???

Die WP sind quasi der einzig wichtige Wert eures Pokémon. Er sagt aus, wie stark es ist. In der Detailansicht der einzelnen Pokémon seht ihr in der oberen Bildschirmhälfte einen Halbkreis, der sich füllt, je höher die WP sind. Die Starterpokémon haben z.B. einen Wert von 12 und sie fangen am unteren Ende dieser Skala an. Mit Sternenstaub (bekommt ihr beim Fangen von Pokémon) und Bonbons (3 für jedes gefangene Pokémon, 1 für jedes, welches ihr zum Professor schickt) lassen sich die WP steigern, bis die Skala voll ist. Eine andere Form des Levelns für die Pokémon gibt es nicht, alles wird auf die WP reduziert.
Ein Elektek beinahe am Limit.
Und wie wird aus Raupy nun Smettbo? Entwickeln könnt ihr die Pokémon mit Bonbons. Einige brauchen nur ganz wenige für die nächste Stufe, um aus einem Karpador ein Garados zu machen sind läppische 400 Bonbons nötig. Viel Spaß beim Sammeln! Ein kleiner Trick für schnellere XP: Pokémon, die sehr häufig sind (Hornliu, Rattfratz etc.) brauchen nicht viele Bonbons zum Entwickeln, aber jede Entwicklung gibt euch 500 XP. Statt die kleinen Racker also alle zum Professor zu schicken, sammelt ihr sie, entwickelt ein paar davon und schickt sie dann weg. Zu irgendwas müssen die 50 Zubats ja gut sein. Die ganz harten Profis warten mit dem kollektiven Leveln kleiner Pokémon, bis sie ein Glücks-Ei haben und machen so gleich ein paar Level auf einmal klar.

Auch wenn es verlockend ist: Wartet mit dem entwickeln am besten, bis ihr mit eurem Level im zweistelligen Bereich seid. Je höher euer Level, desto höher sind die WP der Pokémon, die ihr fangt. Daraus folgt automatisch, dass sie stärker werden können. Macht es nicht wie ich und entwickelt euer erstes Taubsi gleich zu einem Tauboga, weil ihr es so toll findet. Ich hab einen Tag später ein dreimal besseres Tauboga im Supermarkt gefangen und mich ein kleines bisschen geärgert.

8. Wie rocke ich die Arena?

Ab Level 5. Zunächst muss man sich einem Team anschließen, danach darf man sein Glück in der Arena versuchen. Ist es eine Arena, die eurem Team gehört, lassen sich dort nur Übungskämpfe absolvieren. Die steigern den Verteidigungswert der Arena, was nützlich ist. Aber wir wollen ja nicht üben, wir wollen über die Erde regieren und unseren eigenen Staat...äh....ja. Also, wie kämpft man?

Man kloppt wie ein Irrer auf den Bildschirm. Klingt unspektakulär, ist aber schon fast das ganze Geheimnis. Ihr könnt vor dem Kampf anschauen, welche Pokémon in der Arena auf euch warten und euer Team dann vorsortieren. Sortiert ihr nicht, treten automatisch die Pokémon mit den höchsten WP als erstes an. Neben den WP sind auch die Attacken, oder vielmehr deren Typ, wichtig. Mit einer Elektroattacke setzt ihr Wasserpokémon ein schnelles Ende, Wasserattacken sind stark gegen Feuer, Feuerattacken sind mühsam für Pflanzenpokémon und so weiter. Bezieht das mit ein, und die Kämpfe werden leichter.
Ein gegnerisches Tauboss in der Arena.
Im Kampf tippt ihr wiederholt auf das Display, um anzugreifen. Nicht zu schnell, da ihr sonst die Server quält und einen Disconnect riskiert. Mit wischen nach links oder rechts weicht ihr gegnerischen Attacken aus. Unter dem Namen eures Pokémon füllt sich ein Balken mit hellblauen Elementen. Ist dieser voll haltet ihr den Finger auf das Display gedrückt, um eine besondere Attacke zu starten. Das wiederholt ihr so oft, bis der Gegner besiegt ist. Die gegnerische Arena wird mit jedem Sieg von euch Punkte verlieren. Ziel ist es, die Arena auf Null zu bekommen, damit ihr dann eines eurer Pokémon dort platzieren könnt. Es kann also sein, dass ihr mehrmals zum Kampf ranmüsst. Nach jedem Sieg verschwindet das jeweils schwächste Pokémon aber. Greift ihr gemeinsam mit Freunden an, wird es leichter. Ihr seht dann deren Pokémon ebenfalls in der Arena.

Wenn ihr eine Arena eingenommen habt, können auch andere Mitglieder aus eurem Team ein Pokémon dort stationieren. Das Halten einer Arena versorgt euch außerdem mit Goodies, die ihr alle 20 Stunden über den Ingame Shop einsammeln könnt.

9. Die Umgebung

Es sollte klar sein, dass ihr bitte nicht spielt, während ihr am Steuer eines Fahrzeuges sitzt. Behaltet die Umgebung im Auge, seid bitte nicht der Idiot, der überfahren wird, weil er die Augen nicht vom Display gekriegt hat. So, nachdem das geklärt wäre ist klar, dass die Pokémon sich an bestimmten Orten aufhalten. An Flüssen und Seen werdet ihr Wasserpokemon finden, im Feld eher die handelsüblichen Verdächtigen.Industriegebiete beliefern euch mit anderen, spezifischen Pokémon und bei Nacht tauchen gerne mal Alpollos und Gengars auf. Feuerpokémon sind gerüchteweise gerne an Tankstellen, und wenn es regnet steigt die Chance, ein Schiggy auch abseits von Gewässern zu finden.
 Startbildschirm mit wichtiger Botschaft.
Eine Bitte noch: wenn ihr schon dabei seid, euch nicht überfahren zu lassen, achtet auch sonst darauf, wo ihr hingeht. Niemand möchte in den Nachrichten sehen, dass rücksichtslose Pokémonspieler auf Friedhöfen oder anderen sensiblen Orten herumgepoltert sind. Habt Respekt vor den Grundstücken anderer Leute. Es besteht die Möglichkeit, Pokéstops an solchen Orten als unangemessen zu melden, sie werden dann aus dem Spiel entfernt. Der Hersteller Niantic hat seine Daten aus "Ingress" übernommen, aber vorher nicht aufgeräumt. Am besten meldet ihr solche Stops, damit Ärger und Frust in Zukunft vermieden werden können und niemand einen Grund hat, fies zu uns Pokétrainern zu sein.

10. Zahlbare Inhalte

"Pokémon GO" ist grundsätzlich gratis spielbar. Ihr könnt aber Spielwährung kaufen, die sich dann in Pokébälle (davon kriegt ihr eh genug an den Pokéstops), Brutmaschinen mit 3 Aufladungen und Erweiterungen für mehr Platz im Inventar / mehr tragbare Pokémon investieren lässt. Ihr braucht theoretisch nichts davon, um erfolgreich zu sein, zumindest die Platzerweiterungen für die Taschen machen aber Sinn. Ihr kriegt Spielwährung übrigens auch, wenn ihr Arenen einnehmt.

11. Und später?

Mit den nächsten Updates werden weitere Funktionen ins Spiel hinzukommen. Ihr werdet Pokémon mit euren Freunden tauschen können, gegeneinander kämpfen können oder bei speziellen Events besondere Pokémon gemeinsam besiegen müssen. Gleichzeitig werden wohl ein paar Probleme verschwinden. Aktuell frisst das Spiel so ziemlich jeden Akku rasend schnell leer. Die App muss permanent laufen damit Kilometer gezählt und Pokémon entdeckt werden, hier ist dringend Verbesserung notwendig und seitens Ingress auch schon geplant. Haltet also die Augen offen und trainiert bis dahin fleißig, denn schließlich will jeder von uns der Allerbeste sein, wie keiner vor uns war!

12. Der Evoli-Trick

5 Evolis und alle werden zu Aquana, obwohl ihr liebend gerne eine Flamara hättet? Scheinbar kann ein Trick helfen. Ihr müsst euer Evoli vor der Entwicklung nach dem jeweiligen Trainer aus der Anime-Serie benennen. Das sieht dann so aus:
  • Sparky = Blitza
  • Rainer = Aquana
  • Pyro = Flamara

Nun wissen wir alle, dass der Zufall ein Mistkerl ist. Bei mir hat es allerdings sowohl mit Aquana als auch Flamara schon funktioniert, jeweils beim bisher einzigen Versuch. Glück oder doch geplanter Erfolg? Man weiß es nicht. Habt ihr den Trick schon ausprobieren können?

13. Das Buddy System

Pokémon sind vor allem natürlich eines: Freunde. Mit den Versionen 0.37.0 für Android und 1.7.0 für iOS, die am 10.9.2016 live gingen, integrierte Niantic das "Buddy System". Dort sucht ihr ein Pokémon aus, welches dann neben euch herlaufen wird. So ähnlich wie Pikachu damals in der Gelben Edition. Mit dem Erreichen einer bestimmten Distanz bekommt ihr Bonbons für das jeweilige Pokémon. Das Pokémon kann verlustfrei zwischendurch ausgewechselt werden.

14. Den Tod eures Akkus hinauszögern

Pokémon GO frisst Akku wie sonstwas. Aber bevor ihr verzweifelt gibt es ein paar Tricks. Natürlich könnt ihr euch eine Powerbank zulegen, ist ja auch sonst ein recht nützliches Teil. Denkt dran, je höher die mAh (Milliampere Stunden) Angabe ist, desto häufiger könnt ihr aufladen. Grob gesagt: 5000 mAh laden euer Handy (jedes halbwegs aktuelle Modell) zwei Mal wieder auf.

Der Augmented Reality Aspekt ist natürlich mit das Witzigste am Spiel, er frisst aber auch Akku, da die Kamera permanent mitläuft. Ihr könnt AR ausschalten, oben rechts im Display einfach den Schieberegler versetzen. Einige Pokémon lassen sich in der animierten Umgebung auch deutlich leichter fangen.

Möglicherweise nützlich: Via Google Maps die Umgebungskarten (bevorzugt via WLAN, sonst ist euer Datenvolumen schneller weg als ein rares Pokémon) offline verfügbar machen. Dazu Google Maps öffnen, die gewünschte Umgebung laden, das Menü links rüberziehen, "Offlinekarten" auswählen und runterladen. Ob das wirklich funktioniert ist umstritten, Niantic nutzt aber Google Maps als Grundlage für seine eigenen Karten.

Selbstverständlich erklärt es sich von selbst, dass alle im Hintergrund laufenden Apps ausgeschaltet werden. Auch Bluetooth muss nicht aktiviert sein, Wlan zieht ebenfalls mächtig an der Leistung, wenn ihr es nebenbei laufen lasst, ohne es tatsächlich zu brauchen. Neben dem hauseigenen Stromsparmodus der App könnt ihr auch die Bildschirmhelligkeit des Handys generell runterstellen.


Habt ihr weitere Tipps oder Fragen? Dann ab in die Kommentare damit!

Spieletest: The Witcher 3 - Wild Hunt

© Bandai/Namco / CD PRojekt Red

Story


The Witcher 3 ist ein Rollenspiel der nächsten Generation mit packender Story und offener Welt, in einem grafisch atemberaubenden Fantasy–Universum voller folgenreicher Entscheidungen und einschneidender Konsequenzen. In The Witcher schlüpft der Spieler in die Rolle des Geralt von Riva, dessen Aufgabe es ist, in einer riesigen offenen Welt voller Handelsstädte, Wikinger–Pirateninseln, gefährlicher Gebirgspässe und vergessener Kavernen das Kind aus einer Prophezeiung zu finden.

Kritik


Rollenspiele im Fantasy-Setting sind ein Genre, mit dem ich aufgewachsen bin. Wie viele Stunden habe ich als Teenager damit verbracht, "Baldurs Gate" durchzuspielen? Ich erinnere mich nicht mehr. Ich weiß, dass ich gut ein Jahr lang mit "Final Fantasy VIII" auf der PS1 beschäftigt war, bevor der Endgegner endlich Geschichte war. Und über meine lange Geschichte mit MMORPGs will ich gar nicht anfangen. In den letzten Jahren allerdings flaute diese Liebe massiv ab. RPGs stecken, zumindest für mich, in einer Art Krise. Und die lässt sich ganz leicht zusammenfassen:

Folge ich einer strikt linearen Geschichte in einer geschlossenen Welt, dann komme ich schnell zum Ziel, lerne aber die Figuren wenig kennen und habe kaum ein Gespür für die Welt, in der ich mich bewege.
Habe ich jede Menge spannende Seitenquests in einer offenen Welt, dann macht das Spaß und ich lerne die Figuren und die Welt kennen. Es verwässert aber auch die Bedrohlichkeit der Hauptaufgabe. Wieso sollte ich mich beeilen, die Welt zu retten, wenn ich zwischendurch Boxweltmeister werden kann?
© Bandai/Namco / CD PRojekt Red
Seitenquests im Stile von "Bring mir 10 Eberschnauzen", für die man dann wegen schlechtem Dropglück rund 45 Schweine meucheln muss (nicht jedes Schwein hat scheinbar eine Schnauze), machen das Ganze nicht besser. Zumal solche Quests in den meisten Fällen komplett ohne Auswirkungen auf die Geschichte an sich bleiben. Egal, wie ich als Spieler handle, das Spiel schert sich nicht darum. Grund genug, dem Genre vorerst den Rücken zu kehren. Doch hier tritt "The Witcher 3" auf den Plan.

Anders als die Anderen

Als ich mir 2015 zu Weihnachten eine Playstation 4 schenkte, lag "Witcher 3" einfach im Bundle mit dabei. Meine bis dahin einzigen Berührungspunkte mit Geralt von Riva hatte ich tatsächlich mit den Büchern von Andrzej Sapkowski. Bereits dort hatte mir die Welt an sich gefallen, und auch Geralt erschien mir als vielseitige Figur, die man näher kennenlernen will. Für die Spiele hat es trotzdem nie gereicht, auch wenn die beiden Vorgänger auf meinem PC installiert sind. Der Stapel der ungespielten Games ist in meinem Haushalt gigantisch groß. Mein Freund zockte Witcher 3 bereits munter auf dem PC, also fing ich auch einfach mal an, ohne große Erwartungen. Und was soll ich sagen? Ich wurde überrascht. Zunächst einmal vom Inhalt der Spieleverpackung: Eine Karte der Welt, ein Handbuch, der Soundtrack auf CD, Aufkleber und ein kleines Dankesschreiben vom Entwicklerstudio, weil ich das Spiel gekauft habe. Ich bin ja ein ausgewiesener Freund von solchen Bonusinhalten, die man anfassen kann. 
Jeede Menge Extras in der Spielepackung.
Doch das Spiel hat mich dann, gelinde gesagt, vom Hocker gehauen. Gut drei Monate verbrachte ich damit, bevor dann eines der zahlreichen möglichen Enden über den Bildschirm flimmerte. Je nachdem, welche Entscheidungen man auf seiner Reise getroffen hat, verändert sich nämlich der Spielverlauf. Doch die Konsequenzen des eigenen Handelns sind nicht nur auf dieser großen Ebene spürbar. Auch im Kleinen haben beinahe alle Entscheidungen Auswirkungen. Die Welt ist nicht nur Schwarz oder Weiß, hier gibt es Grauschattierungen ohne Ende. Niemand ist wirklich gut oder böse. Und Geralt mag vielleicht nicht der sympathischste, strahlendste aller Helden sein, aber dieser Hauch von Zynismus, der ihm anhaftet, macht ihn greifbar für den Spieler. Überhaupt sind die Figuren hier toll geschrieben und ausformuliert. Das gilt für die Hauptfigur, es gilt erfreulicherweise aber auch besonders für die Nebenfiguren. 

Figuren, die man mögen muss

Bleiben wir kurz bei Geralt. Auf den ersten Blick wirkt er wie ein vertrockneter Ast. Man meint, er würde kaum Emotionen zeigen. Besonders als kompletter Neuling in diesem doch recht düsteren Universum stellt sich die Frage, wieso man ausgerechnet mit dieser Figur spielen muss. Hexer sind, das geht sozusagen mit dem Beruf einher, frei von menschlichen Emotionen. Alles würde also darauf hindeuten, dass wir mit einem seelenlosen Roboter spielen müssen. Und doch zeigt Geralt reihenweise Emotionen. Sein Lachen ist vielleicht nicht besonders laut, aber je mehr Spielstunden man mit ihm verbringt, desto deutlicher wird: er ist eine hochgradig komplexe Figur. An gewissen Momenten verlässt sich das Spiel darauf, dass emotional gehandelt wird, um das Ende anders zu gestalten. Immer wieder erhält der Spieler die Möglichkeit, auf seine Belohnungen zu verzichten, ungerecht behandelten zu helfen, und und und. Klar, wer natürlich im Arschloch-Modus spielen will, der kann das tun. Und schauen, wie weit man damit kommt.
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Ein Thema, welches aktuell oft diskutiert wird (und das völlig zu Recht), sind weibliche Figuren in Spielen. Witcher 3 hat sich, besonders im direkten Gegensatz zum ersten Teil (dort konnte man Karten von den Frauen sammeln, mit denen man im Verlauf des Spiels Sex hatte) enorm weiterentwickelt. Ciri ist stellenweise als spielbarer Charakter vorhanden. Und während ihre Gegner sie zwar sehr gerne beleidigen, ist die Lady so schnell und schlagkräftig, dass schon mal die Köpfe fliegen gehen. Yennefer, Triss und Keira sind nur drei Beispiele für weibliche Figuren, die im Spielverlauf immer wieder wichtig werden. Sie sind mächtige Zauberinnen, ihre Worte haben Gewicht und teilweise kämpfen sie besser als Geralt. Klar, man kann mit allen dreien auch in die Kiste springen, man muss aber nicht. Entscheidet man sich dafür, dann sind die Sexszenen geschmackvoll inszeniert. Im Umgang von Geralt mit all diesen Frauen wird außerdem wieder deutlich, welche Bandbreite an Emotionen eigentlich alle Figuren hier durchmachen. Und daraus zieht sich auch ein Großteil der Motivation, weiterzuspielen, denn die geschickte Verknüpfung der Figuren miteinander sorgt für zahlreiche emotionale Treffer. 

Suche in einer dreckigen Welt

"Witcher 3" lebt von seinen Dialogen (die übrigens auch in der deutschen Version grandios vertont sind). Sie bieten nicht nur die Möglichkeit, zahlreiches Hintergrundwissen anzuhäufen. Sie sorgen vor allem auch für den einen oder anderen Lacher und lassen die Figuren näher zusammenrücken. Das hebt das Spiel auf eine persönliche Ebene, und da scheint es gerechtfertigt, dass es am Ende darum geht, dass ein Ziehvater die junge Frau retten will, die für ihn wie eine Tochter ist. Ich will nicht spoilern, aber bei mir sind tatsächlich an zwei Stellen dicke Tränen geflossen. Die Thematik geht nahe, und sie kommt absolut überzeugend und packend rüber. 
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Die Welt, in der die Geschichte sich abspielt, ist dabei herrlich düster. Es gibt zahlreiche Parallelen zu heutigen Gesellschaften. Man schreckt auch vor aktuellen Themen nicht zurück, und so wird man als Spieler mit Sexismus, Rassismus, den Folgen des Krieges und zahlreichen anderen Unerfreulichkeiten konfrontiert. Geografisch betrachtet ist die Spielwelt dann riesengroß. Einzeln voneinander getrennte Gebiete wirken zunächst übersichtlich, doch allein im kleinen Prologdörfchen kann man locker fünf Stunden verbringen, bis alle Quests erledigt sind. Egal ob keltisch inspirierte Inseln, eine riesige Stadt oder endlos langgezogene Felder und Wälder, es bleibt abwechslungsreich. Die NPCs folgen dem Tagesverlauf, wilde Tiere im Wald kämpfen schon mal miteinander. Alles macht den Eindruck einer lebendigen, vollen Welt, die zum Erkunden einlädt. 

Quests 

Natürlich folgt man in erster Linie der Hauptquest. Die bietet auch gut Inhalt, an gewissen Punkten im Spiel denkt man "oha, nun ist es vorbei", und dann folgen einfach nochmal zehn Stunden Inhalt. So richtig verlieren kann man sich in den Nebenquests, und für die besondere Herausforderung zwischendurch sind die etwas anspruchsvolleren Hexeraufträge ideal. Und wer lieber auf Schatzsuche geht, der kann sich Schatzkarten bei den Händlern kaufen und die abgelegensten Höhlen erkunden gehen, um Pläne für bessere Rüstungen zu erhalten. Die Quests sind schön abwechslungsreich. Schade ist nur, dass sie mit steigendem Level nicht mitgehen und es einfach zu viele Aufgaben gibt. Denn jede einzelne macht Laune und offenbart ein Stückchen mehr Hintergrund für die Welt und die Geschichte. So holt man zahlreiche Quests nach, die schon weit unter dem eigenen, aktuellen Level liegen, dementsprechend nutzlos sind dann die Belohnungen. 
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Auch ist es zwar irgendwie nett, dass diejenigen, denen man geholfen hat, einen mit seltenen Familienerbstücken überschütten, irgendwann reicht es dann aber doch. Wenn sich 20 seltene Schwerter in den Satteltaschen befinden wird es Zeit, einen Händler zu finden, der einem all das Zeug irgendwie abkauft. Das kann schon mal dauern, denn die Händler haben nicht unbegrenzt Geld zur Verfügung und es dauert eine Weile, bis ihre Kasse wieder gefüllt ist, nachdem man ihnen fünf Schwerter und zwei Rüstungen angedreht hat. Alternativ zerlegt man die Gegenstände einfach und lässt sich dank der vielen auffindbaren Rezepte bessere Rüstungen und Waffen schmieden. Besonders die speziellen Hexersets sind auf bestimmte Spielstile abgestimmt und als vollständige Sets wirklich überlegen. Und wer sich komplett ablenken will, der findet mit dem integrierten Kartenspiel Gwint einen nahezu unendlichen Quell der Zerstreuung. 

Schwierigkeitsgrad und Steuerung

Die Steuerung auf Konsole braucht eine kleine Weile, bis man sich reingefuchst hat. Wer sich permanent die Belegung der einzelnen Tasten nicht merken kann, der kann sich die wichtigsten Dinge auch einfach einblenden lassen. Einblenden ist überhaupt ein gutes Stichwort, beinahe alle Elemente des Interface lassen sich ausblenden, damit man sich voll auf die Spielwelt konzentrieren kann. Besonders in grafisch anspruchsvollen Szenarien hängt das Spiel manchmal ganz leicht, das wirkt sich dann auch negativ auf die Steuerung aus. Ansonsten ist in diesem Bereich aber alles flüssig und leicht zu erlernen. 
© Bandai/Namco / CD PRojekt Red
Der Schwierigkeitsgrad kann ebenfalls eingestellt werden. Wer sich bisher noch nie mit RPGs befasst hat, wird wohl auch auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad hier und da zu knabbern haben. Prinzipiell kommt man aber durch die leichteste Variante des Spiels, indem man sich mit seinen Schwertern den Weg freihackt. So weit, so gut. Doch das Spiel bietet mehr Möglichkeiten. Alchemie lässt Geralt Tränke und nützliche Bomben herstellen. Verschiedene Tinkturen verbessern kurzzeitig die eigenen Waffen. Das Bestiarium gibt Hinweise auf Schwächen der Gegner. Wer sich gut vorbereitet, hat es in den einzelnen Gefechten deutlich leichter. Auch seine Talentpunkte kann man unterschiedlich verteilen. Wer sich gerne durchkloppt wird in die Kampftalente investieren. Auch Magie und Alchemie lassen sich verbessern, dort gibt es nützliche Effekte zu holen, die teilweise auch Einfluss auf den Spielverlauf nehmen können. 

Grafik und Technik

 

Gespielt habe ich auf der PS4, ein paar Angaben zur PC Version kann ich dank doppelt vorhandenem Spiel aber trotzdem machen. Auf der PS4 läuft das Game in 1080p und mit 30 fps. Das sorgt hier und da für einige Ruckler, vor allem wenn es mal schneller zur Sache geht. Geralt kann sich z.B. nicht auf der Stelle umdrehen, er braucht immer einen kleinen Wendekreis. In hitzigen Gefechten oder bei zu eng gebauten Treppen kann das mitunter nerven. Der eine oder andere Grafikbug hat sich ebenfalls eingeschlichen, so bleibt Plötze gerne mal im Zaun hängen und ein oder zwei schwebende Kisten sind mir beim Durchspielen ebenfalls untergekommen. Ärgerlich sind die enorm langen Ladezeiten. Besonders dramatisch ist dies, wenn man gestorben ist, dann sind gut 40-50 Sekunden warten angesagt, bis man aus dem Ladebildschirm wieder herauskommt. Keinerlei Probleme machen hingegen die Quests, diese ließen sich alle problemlos abschließen. Das ändert aber alles nichts daran, dass das Spiel verdammt schön aussieht. Ich habe jedenfalls mehrmals einfach in der Gegend herumgestanden, um die Landschaft genauer zu inspizieren. 
© Bandai/Namco / CD PRojekt Red
Wer allerdings das grafische Maximum haben will, der sollte (gute Hardware) vorausgesetzt, zur PC-Version greifen. Die Grafik ist hier nochmal um einiges schöner und detailreicher. Auch die Ladezeiten sind hier kürzer. Wer sich nicht mit der Tastatur am PC stressen will, kann mit dem Controller spielen, die Spieloberfläche passt sich dann an. Riesiger Vorteil am PC: Ihr könnt einen Spielstand von "Witcher 2" importieren.

Fazit


"The Witcher 3" schafft es zielsicher, die meisten langweiligen, immer wiederkehrenden Probleme von Rollenspielen zu umgehen. Eine packende Geschichte, eine vielseitige Hauptfigur, vor allem aber auch die facettenreichen Nebenfiguren und die riesengroße Welt laden zum Entdecken und Verweilen ein. Präsentiert wird all das in einer Grafik, die einen nicht selten atemlos vor dem TV sitzen lässt. Völlig zu Recht mit Preisen überschüttet, ist "Wild Hunt" ganz, ganz nah dran an der Perfektion.

Infos zum Spiel

Originaltitel: Wiedźmin 3: Dziki Gon
Erscheinungsjahr: 2015
Plattformen: PS4, PC, XBox One
USK: 18
Entwickler: CD Projekt Red
Publisher: Bandai Namco


Blogparade: Das ultimative Nerd-Geek-Stöckchen

Die zauberhafte Frau Margarete hat mir ein neues Stöckchen hingelegt, und weil ich ja motiviert bin hab ich das natürlich auch gleich aufgehoben und ein schönes Weihnachtsgesteck draus gebastelt. Naja, fast. Eigentlich gar nicht, meine Bastelfähigkeiten sind nämlich unterirdisch. Seinen Ursprung nahm das Stöckchen im Nerd-Wiki. Dann will ich auch mal gar nicht lange fackeln und fang direkt mal mit den Fragen an. Wer ebenfalls mitmachen will findet am Ende eine Anleitung. 

1. Ein gelangweilter Krösus steckt Dir einen 500€ Schein zu mit den Worten "Kauf dir was Schönes, Nerd". Was kaufst du dir?

Wo soll ich denn da bitte anfangen? Hat dieser Krösus überhaupt einen Plan wie teuer Dinge sind? Dinge sind unverschämt teuer. 330€ würden für einen Arthas von Sideshow draufgehen, 150€ für die Frostmourne-Replik die ich haben will, und den Rest wird in irgendeinen hübschen Film investiert. Geht voll gut auf, die Rechnung. Wobei, ich hab mir zu Weihnachten schonmal ne PS4 geschenkt, die jetzt ebenfalls in der Schweiz auf mich wartet. Vielleicht investier ich in ein Spiel. Im Bundle waren zwar drei enthalten, aber man kann ja nie genug Games haben, und ich brauch noch irgendwas wo man andere verkloppen kann. Ob "Mortal Kombat X" sich lohnt?

Arthas und Frostmourne in "World of Warcraft" © Blizzard

2. Der Film     ist für die meisten vermutlich eine üble Gurke, doch ich liebe ihn trotzdem, weil... .

Wenn ich einen Film liebe, dann ist der auch keine Gurke, ist ganz einfach.


3. Du hast im Suff eine Wette verloren und MUSST Dir ein mindestens faustgroßes Superheldenzeichen tätowieren. Welches wählst du und wo kommt es hin?

Ha, easy. Ich lass mir das Logo von Deadpool auf das Handgelenk unten stechen. Also die Unterseite. Da wo alle anderen ihr ultracooles Unendlichkeitszeichen hingestochen haben.

© Fox
4. Nenne drei nerdige Dinge, die jetzt gerade auf deinem Schreibtisch (oder in der Nähe) stehen/liegen/hängen/schweben. 

Da muss ich passen, ich bin nämlich grad gar nicht zuhause an meinem Schreibtisch, sonst würd ich euch Fotos zeigen. Auf dem Tisch steht eine kleine Metall-Tardis die man öffnen kann, da sammel ich Kleingeld drin bis der reiche Krösus aus Frage 1 auftaucht. Einen Dalek und R2-D2 hab ich ebenfalls dort herumstehen. So ganz generell hause ich aber im Zimmer meines Freundes, und solang wir keine eigene Wohnung haben bzw. solange ich nicht mein eigenes Zimmer in dieser Wohnung hab wird der Nerdfaktor gedämpft. Hindert mich aber nicht am sammeln, ihr solltet mal meine Stofftiere sehen... die ich euch auch nicht zeigen kann, weil sie grad in einem anderen Land als ich leben. Ist schon schwer manchmal. Vielleicht reiche ich irgendwann mal Bilder nach :)

5. Mit welchem noch lebenden Star (Schauspieler, Musiker, Cosplayer, Schriftsteller, you name it) würdest du gerne mal einen ganzen Tag verbringen? Und was würdet ihr an diesem Tag zusammen tun?

Dieses Stöckchen ist einfach nur brutal, wollt ich mal so festhalten. Ich würde mich gerne mit Diana Gabaldon näher unterhalten, sie war auf der RingCon total großartig und hat sich nicht aus dem Konzept bringen lassen. Ich würde aber auch gerne einen Tag mit Jennifer Lawrence rumhängen, weil sie einen übelst sympathischen Eindruck macht. Oder mit Nathalie Dormer, gleicher Grund. Oder mit Felicia Day, gleicher Grund. Wir würden in allen Szenarien rumchillen, Pizza und Schokolade futtern und quatschen, nebenbei irgendwas lustiges schauen. 

6. In welcher fiktionalen Welt (Roman, Film oder Game) würdest du gerne leben? Warum?

Ich würde gerne in einer Welt leben in der ich gemeinsam mit dem Doctor in der Tardis reisen kann. Inkarnation #10, bitte. Danke.  Man vergebe mir das .gif., kommt nicht wieder vor.

Well, hello! © BBC
7. Du hast wahnsinniges Glück und ziehst einen uralten, vergessenen Wunschring aus einem Kaugummiautomaten. Was wünschst du dir mit dem einen verbliebenen Wunsch, wenn "mehr Wünsche" und "Weltfrieden" nicht zählen?

Ihr habt das in Frage #1 vielleicht schon gemerkt, aber ich hab Wünsche. Materielle Wünsche. Ab Januar wechsel ich von der recht brotlosen Studentenzunft ins bezahlte Berufsleben, und dann... warten Studienkredite darauf abbezahlt zu werden, fuck yeah! Aber ich bin schon fleißig am durchrechnen, und ich freu mich darauf nicht immer dreimal überlegen zu müssen ob ich mir jetzt irgendwas leisten kann. Aber ich bin ja ein ungeduldiger Mensch, und deswegen wäre mehr Geld auf jeden Fall eine feine Sache. So Hobbies wie Reisen sind ja auch nicht günstig, und als jemand der oft genug in finanziellen Schwierigkeiten war kann ich sagen: Geld macht vielleicht nicht glücklich, aber es beruhigt ungemein wenn man es hat. 

8. Was würdest du bei einem Ausflug in die Natur lieber finden, ein magisches Schwert oder eine Alienwaffe? Warum?

So eine Alienwaffe wär ja schon cool. Sie müsste aber unauffällig sein, andererseits könnte ich mich ja mit der Waffe dann gegen etwaigen Besuch wehren. Handlich wär auch eine gute Sache, damit die in der Handtasche Platz findet. So ein Schwert ist ja immer gleich so riesig. Wäre vom Coolnessfaktor aber auch nicht zu verachten. Ich schleiche seit Ewigkeiten auf Cons um Frostmourne herum, das wird irgendwann an meiner Wand landen, und gegen dessen magic skills hätt ich jetzt auch nichts einzuwenden.
9. Welches Buch, Computerspiel oder Comic würdest du gern ENDLICH mal verfilmt sehen und von welchem Regisseur?

Duncan Jones hat Warcraft ja schon verfilmt, und nach "Moon" und "Source Code" kann ich mir da auch keinen besseren Regisseur vorstellen. Was ich wirklich großartig finden würde wären angemessen epische Verfilmungen von Spielen wie "Baldur's Gate", denn "Dungeons & Dragons" hat zwar in etwa die gleichen Grundlagen, ist aber durch und durch ein Kackfilm.

 Ragnar Lothbrok...äh...Travis Fimmel...Anduin Lothar! © Legendary/Universal
10. Was lässt dich zum Hulk motivieren? Welches Thema kann eine "Nerd Rage" in dir auslösen?

Ignoranz. Ignoranz ist ganz schwer zu ertragen. Ich seh ja ein dass jeder seine eigene Meinung haben darf, aber ich würde es mögen wenn diese dann auch fundiert wäre. Und nein, "Film is voll scheisse weil kompliziert" zählt nicht als fundierte Meinung. 

Und was auch schlimm ist ist dieses herunterblicken auf "Nerds". Generell das Wort, einige benutzen das ja als Schimpfwort und verweisen dann im gleichen Zug auf so doofe Serien wie "Big Bang Theory". Na vielen Dank auch, als ob nerdiges Dasein irgendwas mit vollkommener sozialer Inkompetenz zu tun hat. Aber das fordert vermutlich wieder mehr Toleranz als vorhanden ist. 

Ansonsten das übliche. Sexismus ist ein ganz brenzliges Thema bei mir, Rassismus kotzt mich an, joa. Und als persönlicher Warte find ich es immer ganz süß wenn Leute (Männer wie auch Frauen) sich bemüßigt fühlen mir mitzuteilen dass ich keine Ahnung von Film haben kann weil ich ne Frau bin und deswegen ja nur RomComs mag. Fahrt zur Hölle.


Yo, das wär es auch schon.Ich nominier auf jeden Fall mal Mya und die Lady hinter Bette Davis left the Bookshop! Ansonsten gilt: wenn das euer Ding ist, dann schnappt euch das Stöckchen, macht mit, hinterlasst doch auch hier einen Kommentar damit ich was zu lesen habe :)

Heute wird gespielt: Fallout Shelter (Android /iPhone)

Ja, der Name meines Vaults ist extrem einfallsreich © Bethesda
Vermutlich bin ich nicht die einzige Person, die sehnsüchtig auf das Erscheinen von "Fallout 4" wartet. Freundlicherweise hat Entwickler Bethesda vor kurzem mit "Fallout Shelter" ein Spiel für Smartphones herausgebracht, um die Wartezeit zu verkürzen. Nachdem ich mich zunächst ein wenig geziert habe, hab ich das Spiel nun auch endlich heruntergeladen. Und jetzt will ich euch davon berichten. Ihr findet in diesem Artikel einen Test, zum Abschluss verrate ich euch dann noch ein paar Tricks, damit auch ihr einen erfolgreichen Bunker leiten könnt. 

Worum geht's? 

"Fallout Shelter lässt Sie eine der modernsten unterirdischen Bunkeranlagen der Firma Vault-Tec verwalten. Bauen Sie den perfekten Bunker, stellen Sie Ihre Bewohner glücklich und beschützen Sie sie vor den Gefahren des umgebenden Ödlands. Schaffen Sie eine bessere Zukunft… unter der Erde! Wählen Sie eine Reihe moderner Annehmlichkeiten aus, um eine Felshöhle 500 Meter unter der Erde in ein Bunkerparadies zu verwandeln."

 Die Anfänge eures Bunkers © Bethesda

Worum geht's tatsächlich?

Wie bei den meisten anderen Spielen dieser Art müsst ihr auch hier eine eigene kleine Stadt aufbauen. Nur handelt es sich eben um einen Bunker in einem Endzeit-Setting. Ihr bringt die Bewohner eurer Vault dazu in verschiedenen Räumen Ressourcen herzustellen, sorgt dafür dass sie Nachwuchs zeugen, geht auf Erkundungstour und wehrt gelegentlich Angriffe von Außerhalb ab. Das alles erinnert ein bisschen an Die Sims, ist aber wirklich charmant auf das Fallout-Universum gemünzt. Wer einen Shooter erwartet wird allerdings enttäuscht, es handelt sich um eine reine Aufbausimulation. Bis zu drei Vaults könnt ihr gleichzeitig betreiben.

Ein richtiges Freemium-Spiel ist "Fallout Shelter" dabei nicht. Es gibt keine ewig langen Wartezeiten wenn ihr etwas bauen wollt. Statt euch einfach Spielwährung, also Kronkorken, zu kaufen könnt ihr Lunchboxen erwerben. In denen befinden sich Sammelkarten. Diese Karten bringen euch Kronkorken, Waffen und Rüstungen, Ressourcen und manchmal auch seltene Charaktere ein. Ab und an gibt es diese Lunchboxen auch geschenkt. Sie sind ein nettes Extra, aber das Spiel funktioniert auch völlig stressfrei wenn man keine Boxen kauft. Eine Premium-Währung gibt es gar nicht. Da es von vornherein nicht um Tempo geht muss sich niemand abhetzen. Angenehm ist auch die Möglichkeit, direkt zu Beginn festzulegen ob man Push-Benachrichtigungen will. Lehnt man diese ab, hat man tatsächlich Ruhe ohne dass alle fünf Minuten eine nervige Warnung rausgeht. Großartig: das Spiel kommt auch ohne Online-Verbindung aus. 

Wie sieht das aus?

Irgendwie niedlich sieht das aus. Eine cartoonartige Grafik konterkariert das eigentlich drastische Setting. Besonders witzig wird es, wenn man in die einzelnen Räume hinein zoomt. Die Figuren unterhalten sich miteinander oder führen Selbstgespräche. Ihr solltet ab und an nach ihnen schauen, denn wenn sie in ihrem zugeteilten Arbeitsraum nicht glücklich sind, dann teilen sie euch das auch so mit. Und die Zufriedenheit eurer Bewohner ist das A und O! Passend dazu ist die Musik typisch für Fallout und lädt zum Entspannen ein. 

Quatschen bei der Arbeit... © Bethesda

Aber wie kriege ich zufriedene Bewohner?

Wie auch in den regulären Fallout-Spielen haben die Bewohner ihre SPECIAL-Fähigkeiten. Die verschiedenen Räume in eurem Vault sind auf diese Fähigkeiten abgestimmt. Für die Krankenstation ist es beispielsweise nützlich, wenn man ein wenig intelligenter ist. Achtet bei der Zuteilung einfach ein wenig darauf, dass die Bewohner dort landen, wo ihre Fähigkeiten zum Einsatz kommen können. 

Auch die Ressourcen spielen eine Rolle. Gibt es keinen Strom, dann schalten eure Räume sich nach und nach ab. Essen und Wasser sind ebenfalls wichtig, ansonsten verstrahlen die Bewohner oder verhungern ganz einfach. Unfälle, die entstehen wenn ihr den Tempo-Modus wählt machen kurzzeitig auch unzufrieden. Und falls alle Stricke reißen könnt ihr Männlein und Weiblein auch auf ein Intermezzo in die Baracken schicken. Achtet aber darauf dass Schwangere zwar arbeiten, aber keine Waffen tragen und im Notfall in die Baracken flüchten. 

Das Menü eines zufriedenen Bewohners © Bethesda

Nützliche Tipps und Tricks!

  • Ihr könnt bis zu drei Räume des gleichen Typs miteinander verbinden. Dadurch werden die Räume deutlich produktiver. Bedenkt dies, wenn ihr euren Bunker ausbaut. 
  • Lunchboxen können Ressourcen enthalten. Theoretisch könnt ihr eure Boxen vom Spielbeginn also aufbewahren und auf Glück bei den Karten hoffen. 
  • Wenn ihr das Spiel beendet werden noch drei Minuten lang Ressourcen verbraucht. Plant dies ein wenn ihr euch anderen Dingen zuwenden wollt. 
  • Charaktere mit hohem Charismawert verlieben sich schneller. Eine Schwangerschaft dauert 3 reale Stunden, bis das Kind erwachsen ist vergeht ebenso viel Zeit. Cersei Lannister würde "Fallout Shelter" nicht mögen, denn Inzest ist nicht möglich. Achtet also darauf, wen ihr zum Kinderkriegen auserwählt. Sind die Figuren verwandt quatschen sie darüber, wie schön es ist die Familie zu treffen. 
  • Brecht nicht in Panik aus, wenn die Rohstoffe knapp werden. Meistens lässt sich das beheben wenn ihr einfach eine Weile am Stück spielt. Achtet auf die Zuteilung der Bewohner. Qualifizierte Bewohner beschleunigen die Produktion drastisch. 
  • Falls es doch mal dauerhaft knapp wird: Ressourcenmangel wirkt sich nicht auf die Bewohner aus, die das Ödland erkunden. Schickt also die gut ausgerüsteten Leute mal nach draußen und lasst nur die Arbeiter im Bunker, die ihr wirklich braucht. 
  • Nutzt den Tempomodus weise. Unfälle machen eure Bewohner unglücklich und setzen die Timer des jeweiligen Raumes zurück. Wenn das Unfallrisiko unter 30% liegt seid ihr meistens auf der sicheren Seite. Als Belohnung für einen erfolgreichen Tempomodus wirken Kronkorken und Erfahrung. Ein hoher Glückswert senkt die Unfallgefahr. Achtet auch darauf dass niedrigstufige Figuren unter den stärker werdenden Rad-Kakerlaken deutlich mehr leiden.
  • Räumt eure Leichen auf! Falls doch mal das große Sterben beginnen sollte, so räumt die Leichen schnell weg. Die senken nämlich die Moral erheblich. Schwangere und Kinder können übrigens nicht sterben. Falls ihr das Massensterben nicht abwenden könnt schickt ihr die Leute am besten ins Ödland, dann müsst ihr euch nicht ums aufräumen kümmern. 
  • Kümmert euch zeitig darum die Tür eures Bunkers aufzuwerten. Eine gut bewaffnete Person im ersten Raum ist ebenfalls nützlich wenn die Raider sich zum Angriff entschließen. 
  • Wenn ihr auf Beutezüge geht oder Lunchboxen öffnet werdet ihr Waffen finden. Haltet ein paar davon im Lager. Wenn es einen Überfall gibt könnt ihr so schnell und effizient eure Bewohner ausrüsten. 
  • Kronkorken verdient ihr auf vielfältige Weise. Levelaufstieg, Beute aus dem Ödland, die tägliche Statusbewertung, der Verkauf von Waffen und Rüstung, Lunchboxen, ein erfolgreich eingesetzter Tempomodus und das Erfüllen von Spielzielen bringen Geldsegen.
  • Richtig erkunden leicht gemacht: Schickt eure Leute morgens auf Beutezug. Schaut ab und an mal rein ob sie noch genügend Stimpaks/Rad-away haben. Abends ruft ihr sie zurück. Das zurückkommen dauert halb so lang wie die Erkundung. Am nächsten Morgen könnt ihr eine Menge Beute einsammeln und das Spiel wiederholen. 
Das erste Mal auf Erkundungstour © Bethesda
Spielt ihr auch schon "Fallout Shelter"?

Alle weiteren Infos: 

Homepage

Blogparade: Zockstock

Ja ja ja, hier geht's um Filme, ich weiß schon. Aber wenn ich grad keine Filme schaue, dann findet man mich sehr oft am Computer, vertieft in irgendein Spiel. Weil ich dieses Hobby schon seit mehr als 15 Jahren pflege, meine Bachelorarbeit darüber geschrieben habe und sowieso sehr gesprächig bin ist es also Zeit, an der Blogparade von Frau Argh teilzunehmen.

  • Was war dein aller erstes Computerspiel (Konsole o.ä. zählt auch)?
    Das erste Spiel, welches ich am PC meiner Mutter gespielt habe war "Lode Runner". Da war ich um die 11 Jahre alt. Im gleichen Jahr gab es zu Weihnachten eine Playstation, also noch diese ganz alte, große und eckige. Mein erstes Spiel dafür war "Final Fantasy VIII", und ich habe es geliebt. Hat über ein Jahr gedauert bis ich den Endboss endlich besiegt hatte. Mein erstes selbst gekauftes Computerspiel war dann kurze Zeit später "Baldur's Gate 1". Immernoch ein absoluter Klassiker.
  • Computer oder Konsole?
    Angefangen hat es mit dem Computer. Die Playstation war auch meine bisher einzige Konsole, dafür gebe ich in unregelmäßigen Abständen unverschämt viel Geld für einen neuen Computer aus. Kein so vorgefertigtes Ding, die Hardware wird schön ausgesucht und zusammengestellt. Man gönnt sich ja sonst nix. Spätestens wenn "Final Fantasy VII" aber für die PS4 neu veröffentlicht wird *muss* eine bei mir einziehen.
  • Mario oder Sonic?
    Mario. Mein treuer Begleiter auf dem Game Boy Color. Diesen lila-durchsichtigen. Liegt immernoch in einer Schublade herum, funktioniert auch noch. 
  • Play Station oder Xbox?
    Play Station. Ich hab letztens versucht mit der Xbox 360 von meinem Freund zu spielen. Ging gar nicht.
  • HEY! HINTER DIR! EIN DREIKÖPFIGER AFFE!
    Zeit, sich zu outen, oder? Ich weiß dass das Zitat aus "Monkey Island" stammt, aber ich hab bisher noch keinen Teil der Reihe gespielt. Ich gehe mich dann mal eine Runde schämen.
  • Dein liebstes Computerspiel ever?
    Verlangt jetzt bitte nicht von mir dass ich mich zwischen "Final Fantasy VIII", "Baldurs Gate 1" und "Pokémon Rote Edition" entscheide. Sind ja auch verschiedene Plattformen, also: diese drei. 
  • So kultig, dass man es gespielt haben muss, weil man dann noch der Nachwelt davon berichten kann?
    "Final Fantasy VII". DER Grund, weswegen ich mir eine PS4 zulegen werde, wenn das Remake erscheint. 
  • So scheisse schwer, dass ich’s nie geschafft habe und kurz davor war meine Konsole/meinen Rechner an zu zünden…
    "Final Fantasy VIII" hat damals über ein Jahr gedauert. Ich hatte nachher alle GFs, sie waren alle Level 100, mein Team hätte nicht besser ausgerüstet sein können. Der Endboss war trotzdem eine Qual, und ich hab wochenlang daran gesessen. Also, nur am Endboss. Als der lag war ich sowas von aus dem Häuschen. Und niemand hat mich damals verstanden :D
  • Mit dem (Ur)Game Boy verbinde ich…?
    Ich hatte nie einen von den ganz alten, mein Einstieg war der Game Boy Color. Aber eine Freundin hatte einen, und wir haben ganz oft einfach abwechselnd irgendwelche Spielchen gespielt. War schon lustig. 
  • Zocke ich gerade?
    Neben dem ewig aktiven "World of Warcraft" Account bin ich momentan schwer damit beschäftigt, mir ein Haus in "Skyrim" zu bauen.Vom Pfeil ins Knie wurde ich bisher netterweise verschont. Aber es ist ja nie schlecht wenn man vorsorgt.
  • MMORPG – geil oder nur was für Nerds und Vollpfosten?
    Als "Warcraft"-Spielerin hatte ich mich damals echt auf "World of Warcraft" gefreut. Hab es dann auch eine Woche nach Start endlich bekommen, und ab da ging das Elend los. Ich hab unanständig viel Zeit damit verbracht, und damals hatten wir für die ganze Familie nur einen Computer. Den ich natürlich permanent blockiert habe, bis ich mir irgendwann ein Notebook zum zocken gekauft habe. Kurze Zeit später kam dann wieder ein richtiger PC. WoW spiele ich auch heute noch, aber das exzessive hab ich irgendwann mit kaltem Entzug abgelegt. In meiner Gilde sind nur Leute, die ich persönlich kenne, ich gehöre keiner Raidgruppe an und manchmal zocke ich tagelang auch gar nicht. WoW war aber nie das einzige MMORPG. Ich blicke auf kurze Karrieren bei "Vanguard", "Lord of the Rings Online", "Age of Conan" und "Warhammer: Age of Reckoning" zurück. Aber irgendwie lande ich immer wieder bei WoW.
Klein, aber gefährlich: Meine Goblin-Priesterin © Blizzard
  • Online oder Offline
    Lass mal sehen... es findet eh allles online statt. Am PC laufen 95% aller meiner Spiele über Steam, dazu dann noch WoW... offline spiele ich nur Pokémon. Natürlich die rote Edition mit Glumanda als Starterpokémon, alles andere ist nämlich Kindergarten.
  • Bevorzugte “Sparte” (Action, Adventure, Sport, Strategie, usw.?)
    (MMO)RPGs mag ich sehr gerne. Zwischendurch bin ich auch mal für eine Runde "Battlefield" zu begeistern, aber sonderlich gut bin ich darin nicht. Die Kombination aus beidem in Form von "Fallout" macht mich allerdings ziemlich happy, und das "Fallout 4" Panel auf der E3 hat mich vor meinem PC echt in pure Freude versetzt. Ich hoffe ich krieg dieses Jahr auf der GamesCom die Chance es anzutesten.
  • ICH BIN DER SCHWERTMEISTER!!! (oder doch nicht?)
    Meeeh, ich mag "Big Bang Theory" nicht.... ich würd ja sagen als Magierin spielen ist n bisschen anpruchsvoller, weil man einfach hoffnungslos am Arsch ist wenn mal jemand an einen rankommt. Deswegen spiele ich gern als Nahkämpferin, zumindest im ersten Durchgang. Sicher ist sicher.
  • Zockt ihr auf dem smarten Phone/Tablet - wenn ja, was?Ab und zu tobe ich mich mit "Fruit Ninja" aus, und gelegentlich schau ich mal bei "Hay Day" rein. Mit meinem Freund spiele ich gerne mal eine Runde "Quizduell". Und ich hab einen Game Boy Emulator laufen, mit dem ich Pokémon spielen kann. Also, ich könnt auch andere Sachen damit spielen, aber ich nutze ihn nur für Pokémon.  

Media Monday #215


Es ist Sonntag Abend, kurz nach 21 Uhr, und ich befinde mich bereits im Bett. Den heutigen Tag hab ich auf der Gamescom verbracht und nun sind die Füße echt kurz vor'm Koma :D Aber für die Fragen des Medienjournals hab ich natürlich noch Zeit gefunden. Dann gibt es vor dem schlafengehen noch ein, zwei Folgen "Agents of Shield" (danke an dieser Stelle an Wulf für den Tip, ich bin SO begeistert!) und morgen steht dann hoffentlich das Finale der zweiten Staffel "True Detective" an. Und auch die kommende Woche steht viel auf dem Plan. Das Highlight dürfte zweifelsohne das geplante Treffen mit Tim Burton im Rahmen einer Pressekonferenz werden. Ich würde lügen wenn ich sagen würde, dass ich nicht total aufgeregt bin :D

1.         wird eigentlich in Filmen/Serien immer dermaßen unrealistisch dargestellt, Was wird denn in Filmen schon realistisch dargestellt? Bis auf wenige Ausnahmen (Hallo Firefly) herrscht im Weltall höllischer Lärm. Leute werden permanent ko geschlagen, tragen aber nie dauerhaften Schaden davon. Hacker sind irgendwie auch immer etwas seltsam. Und der post-koitale crab walk kommt auch nie vor. Und das Verhalten aller Beteiligten in der 0815 Katherine Heigel RomCom, da brauch ich doch echt nix zu sagen. 

2. Ich schaue nicht so viele Parodien, aber so ziemlich jeder Film von Monty Python ist in meinen Augen eine der besten Parodien, denn die wissen einfach, was sie tun. 

3. Der zweiten Staffel "True Detective" hätte ein wenig mehr erzählerischer Feinschliff gut getan, denn wenn man nur acht Folgen zur Verfügung hat ist es dämlich, sechs davon mit langweiligen Dingen zu füllen, die sowieso niemand mehr nachvollziehen kann. Die letzten beiden Folgen reissen das Ruder dann herum, aber der schlechte Nachgeschmack bleibt leider doch hängen. Hätte man mehr draus machen können, der Fall an sich ist nämlich durchaus spannend und die Darsteller sind super. 

4. Zeit mal wieder "Der Goldene Kompass" auszupacken, denn der ist als Buch(reihe) noch weitaus überzeugender als der gar nicht soo schlechte Film , schließlich folgt in den weiteren Büchern eine wirklich interessante Geschichte, die mich wirklich überraschen konnte.

5. "Final Fantasy VIII" schlug mich als Spiel lange Zeit in seinen Bann, denn als ich so um die 12 Jahre alt war bekam ich es für meine Playstation geschenkt. Bis der Endboss endlich lag verging über ein Jahr. Hat sich auch absolut gelohnt. 

6. Von den ganzen Netflix, Amazon- und sonstwas-exklusiven Serien bin ich, so nach dem was ich kenne, wirklich begeistert. Egal ob "House of Cards" oder "Daredevil", ich sitze garantiert das ganze Wochenede davor. Und Amazon bin ich noch immer sehr verbunden weil sie "Ripper Street" weitergeführt haben.

7. Zuletzt habe ich die Gamescom in Köln besucht und das war anstrengend und auch ein bisschen frustrierend, weil man für wirklich jeeeedes Game ewig anstehen musste und das Merch teilweise unverschämt teuer war. Deswegen hab ich zuhause erstmal online geshoppt. Aber ich hab einem superniedlichen und extrem majestätischen Plüsch-Spyro ein neues Zuhause gegeben. Er ist ein bisschen schüchtern, aber ich konnte ihn einfangen und fotografieren: 

Filmkritik: Pixels

© Sony
Adam Sandler ist ja mittlerweile für viele Zuschauer einfach ein tiefdunkelrotes Tuch. Und ich muss direkt zu Anfang wohl gestehen, dass ich mit seinen Filmen bis auf wenige Ausnahmen auch nichts anfangen kann. Manchmal ist sein Humor durchaus irgendwie akzeptabel, und der ein oder andere Film hat das Herz auch am rechten Fleck. Doch zu oft endet alles in wirrem Klamauk, der in alle Richtungen einfach nur beleidigend ist. Aber die Idee von "Pixels", die hat mich dann doch fasziniert. Auch ich habe, wie viele andere auch, als Kind versucht, Pac-Man vor den Geistern zu retten, habe meine komischen Dächlein gegen die Space Invaders verteidigt und so weiter. "Pixels" spricht also einen elementaren Bestandteil meiner Kindheit an, und dieses Retro-Feeling ist ja eigentlich immer eine gute Sache. Und mit Chris Columbus sitzt immerhin der Mensch auf dem Regiestuhl, der die ersten beiden "Harry Potter" Filme gemacht hat. Doch reichen ein halbwegs fähiger Regisseur und eine interessante Grundidee aus, um einen guten Film zu erschaffen? Ich warne vorab, dass die Kritik Spoiler enthalten wird.


Story: Viele Menschen träumen davon, dass wir endlich Kontakt mit Außerirdischen aufnehmen können. In "Pixels" wird dieser Traum nun Realität. Doch die Aliens haben eine Zeitkapsel entdeckt, die von den Menschen in den 80ern ins All geschossen wurde, und darin waren Aufnahmen zeitgenössischer Videospiele enthalten. Diese missinterpretieren die Aliens als Kriegserklärung, und so wird die Erde angegriffen. Dabei machen sie sich die Attacken aus den Videospielen zu nutzen, und die Regierung muss tatenlos zusehen. Die Rettung kommt in Gestalt einiger Computerspielfans, die in ihrer Jugend in den Spielhallen gegen Pac-Man und Co. angetreten sind. Doch können sie die Erde vor den angriffslustigen Aliens retten?
© Sony
Kritik: Die Antwort auf die eingangs gestellte Frage kann man nicht deutlich genug mit "nein" beantworten. Mit viel Wohlwollen könnte man dem Film seinen halbwegs gelungenen Soundtrack zu Gute halten, auch die eine oder andere Actionszene ist nett anzusehen. Doch der Pixel-Overkill fühlt sich an wie ein ekelhafter, schleimiger Versuch von "schau hier, sieh mich an, hier bin ich, du MUSST mich cool finden". Der einzige Witz an der ganzen Sache resultiert aus der Tatsache, dass man die eine oder andere Figur erkennt und sagen kann "cool, die Figur kenne ich". Nichts und niemand in diesem Film macht irgendeinen Sinn. Aliens greifen die Erde an? Und beschließen, diesen Angriff wie in rundenbasiertem Arcade-Gaming durchzuführen? Wieso löschen sie nicht den Planeten aus und ersparen uns diesen Film? Cheaten kann man auch, aber niemand interessiert sich dafür, wie das funktioniert, also hat der Zuschauer gefälligst auch kein Interesse zu haben. Aber dann ruft man sich ins Gedächtnis dass in der Welt dieses Film Kevin James der Präsident der USA werden konnte, und die Migräne ist in letzter Sekunde abgewendet. Jedenfalls vorerst. 

Dass wir darüber hinaus in einer Zeit leben, in der "Nerd" und "Geek" keine Schimpfwörter mehr sind und das Bild des leichenblassen Kellerkindes, dass noch bei Mami wohnt und mit Mitte 40 noch Jungfrau ist auch der Vergangenheit angehört, vergisst der Film auch. Was hier als Nerd durchgeht ist nichts weiter als der 0815 "Loser, dem die große Chance damals genommen wurde und der nun seiner Zukunft, die er hätte haben können hinterhertrauert" Stereotyp. Dass sich seit ein paar Jahren Frauen davon befreien, als Trophäe zu enden ist Adam Sandler und den anderen Verursachern dieses Unwerkes ebenfalls entgangen. Jetzt könnte man vielleicht sagen "ja ja, bla bla, Trophäe". Doch darauf läuft es letzten Endes hinaus: Selbst der unsympathischste Kellerbewohner kriegt eine schweigende, leichtbekleidete Dame ab. Serena Williams hat einen kleinen Cameo-Auftritt in dem sie ein, zwei gute Pointen landen kann, doch auch sie endet als Teilnehmerin eines Dreiers mit Peter Dinklages schmierigem Charakter. Die andere Teilnehmerin ist Martha Stewart. Eine der wenigen weiblichen Spielfiguren endet im wahrsten Sinne des Wortes als Trophäe für den Sieg über die Aliens. Dieses Jahr hat bereits bewiesen dass weibliche Figuren im Film besser funktionieren können, aber nein, dafür ist hier kein Platz. Aber wenigstens sind Frauen nicht die einzige Personengruppe, die hier durch den Dreck vom letzten Jahrtausend gezogen wird. Müsste man Sandler beinahe positiv ankreiden, denn er diskriminiert munter in alle Richtungen. So trifft es jeden irgendwann mal, beinahe schon faire Zustände herrschen in dieser verpixelten Welt.
© Sony
Kommen wir auf Peter Dinklage zurück. Ich sehe ein dass er vermutlich mit "Game of Thrones" eine Menge Geld verdient und sich nicht so viele Gedanken bei der Rollenauswahl machen muss. Josh Gad dürfte dank seiner Beteiligung an "Die Eiskönigin" (er spricht Olaf, den Schneemann) ebenfalls ausgesorgt haben. Besitzt Adam Sandler kompromittierende Videoaufnahmen der beiden, oder wie hat er sie dazu gebracht in diesem Film mitzumachen? Theoretisch würden die beiden für ein, zwei Lacher im Film sorgen, in der Praxis gehen sie im Lärm einfach unter. Michelle Monaghan ist mit Abstand die kompetenteste Person im ganzen Film. Zur Belohnung darf Adam Sandler sie im Minutentakt auf gruselige Weise anbaggern, indem er sie beleidigt. Hat ihm niemand beigebracht dass das so nicht funktioniert? Wurde Adam Sandler einfach nur schlecht erzogen? Wir werden es wohl nie erfahren. 

Das größte Verbrechen, dass dieser Film begeht ist das hinterhältige Meucheln der Hoffnung, seine Lieblingsfiguren aus alten Computerspielen angemessen auf der Leinwand umgesetzt zu sehen. Ab einem gewissen Alter dürften die Zuschauer durchaus noch intakte Erinnerungen an Zeiten haben, in denen sie als Kind Pac-Man durch ein Labyrinth geschickt haben, an Donkey Kong verzweifelt sind oder versucht haben, Frogger über die Straße zu bringen. Mit der Erwartung, diese Figuren nun in all ihrer Schönheit auf der großen Kinoleinwand zu sehen geht man also ins Kino, nur um nach dem ersten Auftreten von Pac-Man enttäuscht zu sein. Von Nostalgie keine Spur, selbst Call of Duty wirkt gegen die hier stattfindende Reizüberflutung wie eine Oase der Ruhe. "Pixels" gibt sich keinerlei Mühe, mit seiner Ausgangslage irgendetwas anfangen zu wollen. Nostalgie hervorrufende Aliens tauchen auf, müssen besiegt werden. Der Mann, der sein Leben lang benachteiligt wurde weil er ein "Nerd" ist, darf seine Krise überkommen, die Trophäenfrau mitnehmen und sich seiner selbst erfreuen. Die Invasion hat keine Konsequenzen, der Film hat kein inneres Konzept, folgt keiner Logik, und so mausern sich knapp 100 Minuten (am Ende gibt es noch eine Szene nach dem Abspann, falls ihr das Kino nicht vorher schon fluchtartig verlassen habt. Und nein, sie ist nicht witzig) zu einer beinahe endlos langen Foltersession.
© Sony
Fazit: Einfach Nichts an diesem Film stimmt. Selbst die geringsten Spuren von Logik sucht man vergeblich. Keine einzige Figur ist auch nur ansatzweise irgendwie sympathisch geraten. Die Prämisse, mit den beliebten Videospielen hausieren zu gehen, verkommt zum schlechten Scherz und wird durch das Effektgewitter ekelhaft offensichtlich betrogen. Adam Sandler macht sein allzu typisches Ding, in dem er abwechselnd gelangweilt ist oder wahllos die Figuren in seiner Umgebung beleidigt. Abgerundet wird diese widerliche Brühe durch eine massive Portion Sexismus, die Frauen im wahrsten Sinne des Wortes zu schweigsamen, gefügigen Trophäen degradiert. Pac-Man und Konsorten mögen auf dem Papier eine nette Idee gewesen sein, doch ihr Auftreten ist durch die Bank weg enttäuschend. Es wirkt, als ob man als Zuschauer dankbar sein müsste, dass die Figuren auftauchen, mehr leisten könnten und wollen sie alle, Mensch wie Pixelwesen, sowieso nicht. Vermutlich bin ich selbst schuld, denn ich habe mich nach dem Trailer auf diesen Film tatsächlich ein wenig gefreut. Stattdessen gibt es ekelhaftes Gewäsch, aus der untersten Niveauschublade. Fäkalhumorig, offensiv gegen Alles und Jeden und dazwischen einfach nur derb langweilig. Die knapp 100 Minuten investiert man besser in einen neuen Tetris-Highscore oder den Versuch, das "Snow Barrel Blast" Level in Donkey Kong Country 1 zu schlagen, danach hat man wenigstens das Gefühl etwas erreicht zu haben.
  
Infos zum Film

Originaltitel: Pixels
Erscheinungsjahr: 2015
Genre: Komödie, Action, Sci-Fi
FSK:6
Laufzeit: 106 Minuten
Regie: Chris Columbus
Drehbuch: Adam Sandler
Darsteller: Adam Sandler, Peter Dinklage, Kevin James, Josh Gad, Michelle Monaghan, Brian Cox, Jane Krakowski, Sean Bean

Trailer

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