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gesehen: Doctor Who — Der Film

© Pandastorm

Story


Der Doctor (Sylvester McCoy) soll die sterblichen Überreste des zum Tode verurteilten „Masters“ (Eric Roberts) auf den Planeten Gallifrey bringen. Doch die Mission scheitert, die Tardis landet auf der Erde des Jahres 1999. Während der Doctor von einer Straßengang niedergeschossen wird, gelingt es dem Master, einen anderen Körper zu übernehmen. Im Krankenhaus trifft der Doctor die Ärztin Grace Holloway (Daphne Ashbrook). In seiner neuen Inkarnation (McGann) muss er die Kontrolle über die Tardis zurückgewinnen und seinen Erzfeind von einem teuflischen Plan abhalten.

Serienkritik: Doctor Who - Sechster Doctor, Volume 2

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Story: So bunt sein neues Kostüm, so farbenfroh sind auch die neuen Abenteuer des Doktors: Auf seinen Reisen durch Raum und Zeit trifft er diesmal auf seine persönliche Vergangenheit in Form seiner zweiten Inkarnation und seines damaligen Begleiters Jamie. Zusammen treffen sie auf die menschenfressende Rasse der Sontaraner und einen verrückten Wissenschaftler, der den Doktor für seine Zwecke missbrauchen will. Keine Zeit zum Durchatmen: In weiteren Folgen geraten der Doktor und die amerikanische Studentin Peri in einen Zeitkorridor zwischen der Erde des 19. Jahrhunderts und dem Planeten Karfel, auf dem der entstellte Borad eine Schreckensherrschaft führt. Und im spannenden Staffelfinale entdeckt der Doktor hinter der Fassade einer kryogenetischen Einrichtung ein teuflisches Komplott seiner Erzfeinde, der grausamen Daleks und ihres skrupellosen Schöpfers Davros. 
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Kritik: Nach der Originalzählweise befinden wir uns jetzt mitten in Staffel 22. Diese war für die BBC in mehrerer Hinsicht ein Experiment. Man reduzierte die Anzahl der Folgen auf 13, dafür dauerte eine Episode 45 Minuten. Dies brachte seinerzeit allerdings nicht mehr Zuschauer, und so stand für kurze Zeit sogar im Raum "Doctor Who" abzusetzen. Nach ausufernden Protesten der Fans entschied man sich dann aber für 18 Monate Pause. Volume 2 umfasst insgesamt sieben Episoden die in drei übergeordneten Geschichten angesiedelt sind. "Androiden in Sevilla", oder "The Two Doctors" bringt den letzten offiziellen Auftritt des zweiten Doctors Patrick Throughton in der klassischen Ära. Auch die Sontarans tauchen zum letzten Mal in Classic Who auf, gleichzeitig besuchen sie hier zum ersten Mal die Erde. Die Geschichte ist eine der brutalsten: Menschen und Aliens werden mit Messern attackiert, es fließt eine Menge Blut und der Kannibalismus der Sontarans ist ebenfalls, zumindest für die damalige Zeit, recht explizit. Allerdings ist das Pacing recht unausgeglichen und man sieht recht wenig von Sevilla und dem zweiten Doctor.

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"Das Amulett" ("Timelash") ist die letzte Classic Folge die sich um eine historische Persönlichkeit dreht. Persönlich stellt sie für mich die schwächste der drei Geschichten dar. Das liegt aber sicherlich daran dass sie zwischen zwei guten bis starken Erzählungen eingebettet ist. Und Fans kennen das ja bereits aus anderen Staffeln: einige Folgen zünden, während andere eben einfach nett anzuschauen sind, aber nicht so lange in Erinnerung bleiben. "Timelash" lässt sicher den einen oder anderen Zuschauer mit der Frage zurück warum Peri überhaupt mit dem Doctor unterwegs ist. Sie jammert die ganze Zeit, er ist furchtbar gemein zu ihr. Auf Dauer ist das wirklich nervig. Das große Finale gehört dann Davros und seinen Daleks. Ihr kennt mich ja, ich liebe die Daleks einfach, und so ist "Planet der Toten" aka "Revelation of the Daleks" ganz klar mein Favorit in der Box. Es gibt zum ersten Mal einen transparenten Dalek zu sehen, außerdem wird hier zum ersten Mal gezeigt dass die Daleks und Davros schweben können. Wenn ihr bei New Who ganz am Anfang eingestiegen seid (wie man das machen sollte, Christopher Eccleston al #9 ist fantastisch!) erinnert ihr euch vielleicht daran wie überrascht der Doctor war das Daleks plötzlich Treppen benutzen können. Vorher war es ja unter Fans immer wieder für einen Lacher gut, dass die Daleks einfach nicht vom Boden wegkommen. Insgesamt machen natürlich auch diese Folgen mit Colin Baker richtig Laune. Die Special Effects sind für die damalige Zeit betrachtet anständig, die Kostüme waren schon vor 30 Jahren bei der BBC enorm aufwändig. Colin Baker ist sicher nicht der von Anfang an zugänglichste aller Doktoren, aber er wächst einem doch ans Herz. Er ist übrigens auch heute noch sehr aktiv, besucht liebend gern Conventions, ist fleißig bei Twitter unterwegs und gegenüber Fans wirklich extrem freundlich.

Die DVD: Wie bereits bei anderen Classic-Who Veröffentlichungen wurden Bild und Ton sorgfältig digital remastered. Wer auf deutsch schaut bekommt sauberen Dolby Digital 2.0 Sound auf die Lauscher, die englische Tonspur kommt zusätzlich zum 2.0 noch in klangstarkem Dolby Digital 5.1 daher. Das Bild ist konstrastreich und die Farben sind satt, hier wurde ganze Arbeit geleistet. Untertitel liegen in deutsch und englisch vor. Wie schon in Volume 1 sind auch hier die Extras eine wahre Freude. Mehr als fünf Stunden Bonusmaterial wurden auf die insgesamt fünf Discs gepackt. Audiokommentare, Bildergalerien, Deleted und Extended Scenes oder doch lieber eines der zahlreichen Featurettes? Mit den Extras lässt sich ein ganzer Nachmittag sinnvoll verbringen. Zusätzlich gibt es wieder ein dickes Booklet obendrauf. Ein Vorwort von Niola Bryant gibt Einblicke in die Wirkung von "Doctor Who" auf das Bewusstsein der Menschen. Die einzelnen Episoden werden vorgestellt und es gibt, wie immer, Wissenswertes aus der Tardis-Datenbank. Pandastorm zeigt erneut, wie viel Herzblut in eine DVD-Veröffentlichung fließen kann wenn man nur mit genug Hingabe am Thema bleibt. Diese DVDS sollten wirklich in keiner Sammlung fehlen.

Infos zur Serie
Originaltitel: Doctor Who
Erscheinungsjahr: 1984/85
Genre: Sci-Fi
FSK: 12
Laufzeit: 7 Episoden mit je 45 Minuten + 328 Minuten Bonusmaterial

Regie: Peter Moffatt, Pennant Roberts, Graeme Harper
Drehbuch: Anthony Steven, Paula Moore 
Darsteller: Colin Baker, Patrick Troughton, Nicola Bryant, Frazer Hines, John Stratton, Robert Ashby, Denis Carey, Paul Darrow, Terry Molloy, Eleanor Bron, Hugh Walters u.a.

Trailer

Serienkritik: Doctor Who - Sechster Doctor, Volume 1

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Für meine liebsten Kollegen, den magischen Meeresfrüchten bei den Drei Muscheln, hab ich mir die seit Ende November erhältliche "Doctor Who" Box mit den ersten Folgen des sechsten Doctors mal genauer angeschaut. Schaut doch bei den Muscheln mal vorbei, sie sind sogar ohne Zitronensaft äußerst genießbar.

Story: Der neue Doctor zeigt sich von seiner düstersten Seite. Nach seiner traumatischen Regeneration ist er emotional unausgeglichen und unberechenbar. Dennoch muss er sich neuen Herausforderungen und alten Widersachern stellen.


Kritik: Mit Colin Baker geht es nun wieder einen Doctor weiter zurück in die Vergangenheit. Seinerzeit wurden einige der Folgen heftig kritisiert, da für damalige Verhältnisse ein recht hohes Maß an Brutalität herrschte. Das sorgte für einen schönen Zufall, denn die Doppelfolge „Revolte auf Varos“ beschäftigt sich dann prompt auch mit Folter als Unterhaltungsinstrument. „Doctor Who“ zögerte schon in den 80ern nicht wenn es darum ging kritische Themen anzusprechen. 

Aus heutiger Sicht kommt das natürlich alles recht harmlos daher. Aber fangen wir von vorne an. Geht man nach der englischen Aufteilung der Staffeln, so findet man hier das Ende der 21. Staffel und die ersten sechs Folgen der 22. Staffel. Im Vierteiler „Zweimal Einstein“ trifft der Doctor auf recht skurrile Schneckenmonster, die natürlich gleich die ganze Galaxie übernehmen wollen. In „Angriff der Kybermänner“ geht es zurück nach London, wo die Cybermen wieder recht unheilvolle Pläne in die Tat umsetzen wollen. „Revolte auf Varos“ setzt sich, wie eingangs erwähnt, mit dem Thema Reality TV auseinander und „Die Rache des Meisters“ bringt einen der ikonischsten Gegner des Doctor zurück.  
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Nachdem der fünfte Doctor, gespielt von Peter Davison, eher ruhig und zurückhaltend war erwartet den Zuschauer hier nun das absolute Gegenteil. Colin Baker ist bunt, und seine Persönlichkeit ist so schillernd wie seine Kleidung. Besonders in den ersten Folgen wirkt er aber eindeutig unsympathischer, vor allem sein Umgang mit seinem Companion, Peri, ist häufig herablassend. Das wird im Verlauf der Staffel nachlassen, dürfte aber besonders auf Neulinge abschreckend wirken. Auch sonst wirkt er sehr überheblich und hat auch deutlich weniger Probleme sich notfalls mit Gewalt zur Wehr zu setzen. Dazu kommen Stimmungsschwankungen, kleinere und größere Ausraster und teilweise beinahe schon manisches Verhalten. Nein, einfach ist dieser sechste Doctor auf keinen Fall. Wer aber schon immer besondere Freude an der Schlagfertigkeit und Redegewandtheit des Doctors hatte darf sich hier auf einiges gefasst machen.
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Wie generell in der Serie, sowohl bei Classic als auch New Who ab 2005 zünden nicht immer alle Folgen. Highlight dieser Box dürfte ganz klar „Die Rache des Meisters“ sein, nicht zuletzt auch weil die Kombination aus Master und Rani zu den klassischsten Begegnungen des Doctors zählt. Aber seit jeher waren die Folgen von „Doctor Who“ so vielseitig wie die Anhänger der Serie, und so wird auch in dieser Box jeder Fan der langlebigen Sci-Fi Serie seine Lieblingsgeschichte selbst entdecken. Neueinsteiger werden es, wie gewohnt, schwer haben und auch auf die oftmals improvisierten Kulissen wird man sich einlassen müssen, alle haben aber über die Extras eine Chance den Einstieg zu finden. Obwohl der sechste Doctor besonders zu Beginn nicht die sympathischste Inkarnation des Time Lords ist heizt diese Box den Appetit auf weitere Folgen mit Colin Baker mächtig an. Der genießt sein Dasein als Doctor auch heute noch, besucht fleißig Conventions und ist auch auf Twitter sehr aktiv. So ganz wird man eine der ikonischsten britischen Rollen scheinbar nie los. 

Die DVD: Besonders positiv stechen bei der DVD, wie auch schon bei früheren Veröffentlichungen von Pandastorm, die Extras heraus. Zu jeder Folge gibt es zahlreiche Audiokommentare und unzählige Featurettes, mit denen die Episoden bis in den letzten Winkel ergründet werden können. Bild und Ton wurden digital remastered und können begeistern. Abgerundet wird das stimmige Gesamtpaket durch ein Booklet, das randvoll mit Infos gepackt wurde. Ein persönliches Statement von Colin Baker, eine Vorstellung der Hauptdarsteller, Infos zu den einzelnen Folgen und wissenswerte Fakten laden zum Schmökern ein. Hier bleibt wirklich kaum ein Wunsch des Zuschauers unerfüllt.




Infos zur Serie

Originaltitel: Doctor Who

Erscheinungsjahr: 1984/85
Genre: Sci-Fi, Abenteuer
FSK:12
Laufzeit: ~ 370 Minuten
Regie: Peter Moffat, Mattheew Robinson, Ron Jones, Sarah Hellings
Drehbuch: Anthony Steven, Paula Moore 
Darsteller: Colin Baker, Nicola Bryant, Maurice Denham, Edwin Richfield, Anthony Ainley, Kate O'Mara




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