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Filmkritik: Suicide Squad

 © Warner Bros.
Story:  Nach den jüngster Ereignissen rund um Superman ist für die Regierungsbeamte Amanda Waller klar: eine Verteidigungsmaßnahme muss her. Möglichst günstig und vor allem austauschbar. Sie wirft ihren Blick auf ein paar Gefängnisinsassen der anderen Art. Die Bande aus Verbrechern muss sich schon bald einer unvorstellbaren Gefahr stellen. Werden sie ein Team, oder ist sich am Ende jeder selbst der Nächste?

Kritik: "Suicide Squad" macht es einem nicht unbedingt leicht. Wirft man einen Blick hinter die Kulissen, so wird schnell klar, dass Nachdrehs und Drehbuchänderungen das ursprüngliche Werk verwässert haben. Eine ähnliche Produktionsgeschichte also wie "Fantastic 4" sie zuletzt durchlitt, und mit einem durchwachsenen Ergebnis. Das macht den Film nun nicht schlecht, aber gewöhnungsbedürftig. Denn für jede spaßige Szene gibt es eine, bei der sich Fremdscham einstellt.
© Warner Bros.
Fangen wir bei der Besetzung an. Darsteller wie Viola Davis, die hier herrlich bösartig sein darf, sind natürlich über alle Zweifel erhaben. Will Smith glänzt ebenfalls, besonders wenn er gemeinsame Szenen mit seiner kleinen Leinwandtochter hat. Und auch Margot Robbie überzeugt als ikonische Harley Quinn im Rahmen der ihr vom Drehbuch gegebenen Möglichkeiten. Adam Beach hingegen ist wohl die größte Verschwendung im ganzen Film (und tatsächlich ist der Umgang mit seiner Figur, Slipknot, extremst ärgerlich), und was Jai Courtney dazu antreibt, seine beste Imitation einer australischen Variante von Tom Hardy zu liefern, weiß der Teufel allein. Ebenfalls gefallen hat mir Cara Delevingne als Echantress, vor allem ihre erste Verwandlungsszene ist toll inszeniert. Jai Hernandéz als pyromanischer Diablo ist ebenfalls faszinierend, über seine Figur hätte ich gerne noch mehr erfahren. Adewale Akinnuoye-Agbaje hingegen erkennt man unter all dem Make-Up kaum. Immerhin wurde er aber tatsächlich in der Maske verwandelt und ist nicht komplett animiert.

Tja, und dann wäre da noch Jared Letos Version des Jokers. Vergleiche sind ja häufig unfair, schauen wir also rein auf diese aktuelle Version des berühmten Widersachers. Wobei, viel gibt es da nicht zu betrachten, denn der Joker qualifiziert sich höchstens als Nebenrolle. Seine Leinwandpräsenz bleibt im einstelligen Minutenbereich, größtenteils ist er in der Hintergrundgeschichte für Harley Quinn anzutreffen. Und dort benimmt er sich wie ein reiches Instagram-Kind mit Zugang zu Waffen. Nie war der Titel "Clown Prince of Crime" für eine Leinwandversion treffender. Das kann man mögen, ich persönlich fand diesen Joker furchtbar nervig. Die mechanische Lache setzte dem ganzen die Krone auf. Aber man muss ihn ja nur kurz aushalten, was die ganze Sache klar erträglicher macht. Scheinbar wurden auch viele Szenen mit dem Joker aus dem fertigen Film geschnitten, vielleicht kommt der unrunde Eindruck daher.
© Warner Bros.
Unrund beschreibt dann den kompletten Film auch recht treffend. Einige Momente sind klasse gelungen, beispielsweise die Szene in der Bar, die auch im Trailer zu sehen ist. Und auch zwischendurch gibt es coole Kleinigkeiten zu entdecken. Ich fand besonders spannend, Batman mal aus der Perspektive der Bösen zu sehen. Kleine Easter-Eggs sind im ganzen Film verstreut. Und wenigstens zwischendurch bleibt David Ayer genug Platz, um seinen eigenen Stil durchschimmern zu lassen. In diesen Momenten wird eine düstere, von Neonfarben und bizarren Absurditäten durchzogene Welt offenbart, von der ich gerne mehr gesehen hätte. Doch dann wird wieder auf Nummer sicher gespielt. Wäre der restliche Film im Stil der jeweiligen Charaktereinführungen (minus dir Musik, spätestens nach dem dritten Kultsong in Folge hat wohl jeder Depp kapiert, wie cool die Figuren doch alle sein sollen) weitergegangen, es wäre so viel besser geworden. Stattdessen gibt es eine Menge düsterer Bilder, literweise Regen bei Nacht und zwischendrin hat man alle Mühe zu erkennen, was eigentlich gerade los ist.

Ich bin mir nicht mal sicher, ob man speziell "Suicide Squad" nun vorwerfen kann, dass ein generischer Bösewicht ein generisches, leuchtendes Ding in den Himmel schießt, welches dann zerstört werden muss. Nebenbei gibt es generische Horden unkenntlicher Gegner, damit das große Metzeln kinderfreundlich bleibt. Die Konkurrenz fährt in gefühlt jedem zweiten Film eine Version des Helicarriers-ex-machina auf, die Abwendung davon kommt erst in den letzten Filmen, und DC hängt mit seinem Cinematic Universe immernoch hinterher. Blockbuster laufen aktuell nach einem gewissen Schema ab. Ein Schema, dass ab und an mal eine erfreuliche Überraschung auf die Leinwand zaubert und ansonsten eben Stangenware produziert.
© Warner Bros.
Und zur Stangenware gehört auch diese, am Ende völlig zahme Truppe. Da fehlt mir dann auch die Lust, detailliert darauf einzugehen wie fehl an Platz dieses Fetisch für Schusswaffen in seiner glorreichen Inszenierung hier ist. Oder was für hohler Fanservice für den kleinsten gemeinsamen Nenner Harley Quinns übersexualisierte Darstellung bietet. Oder wie viel mehr man hier mit spannenderen Figuren, einer nicht ganz so wirren und lieblosen Story und ein bisschen hellerer Beleuchtung hätte herausholen können. Keine komplette Bruchlandung, aber in seinem ungenutzten Potezial ziemlich unerreichbar.

Fazit: Gute Absichten, ein talentierter Regisseur und motivierte Darsteller nutzen nur wenig, wenn das Studio am Ende einen massenkonformen Film haben will und deswegen massiv eingreift. "Suicide Squad" hätte ein herrlich bissiger Spaß werden können. Stattdessen ist er ein zahnloses, altes Krokodil, bei dem ab und an das Potenzial vergangener Zeiten durchschimmert. In diesen wenigen Momenten macht der Film dann auch Laune. Über weite Teile ist er aber einfach nur in jeder Form lieblos zusammengeflickt. Wirklich schade drum.

Infos zum Film

Originaltitel: Suicide Squad
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Comicverfilmung, Action
FSK: 16
Laufzeit: 130 Minuten
Regie: David Ayer
Drehbuch:  David Ayer
Darsteller: Margot Robbie, Viola Davis, Will Smith, Cara Delevigne, Jai Courtney u.a.

Trailer



San Diego Comic Con: Highlights Tag 2 + 3

Die Urlaubsvorbereitungen laufen auf Hochtouren, deswegen gibt es heute Tag 2 und 3 als fettes Kombipaket für euch. Macht euch gefasst auf eine Menge Trailer, Fotos und ganze Panels, die ich gestern alle anschauen wollte, aber irgendwie hat der Tag auch nur 24 Stunden. Jemand sollte daran etwas ändern.

Let the Boomstick do the talking - der Trailer zu "Ash vs. Evil Dead

Meine Erinnerungen an "Evil Dead" gehen zurück in die Zeit, in der ich noch 14 oder 15 war und noch mehr Unsinn im Kopf hatte als heute. "Evil Dead" schauen und ultra cool sein gehörte dazu, dementsprechend freue ich mich auf die offizielle Rückkehr meines Jugendhelden.



Black and Blue, God versus Man, Day versus Night - "Batman v Superman" Trailer

Ich weiß gar nicht so recht, was ich zu dem neuen Trailer sagen soll, außer: verdammt, das sieht zu gut aus um wahr zu sein. Ich schaue ja aus Prinzip schon eh alles an, was DC so fabriziert, aber der Funke wollte bisher nie so recht überspringen (The Dark Knight mal ausgenommen). Aber das hier? Selten hab ich so einen stimmigen Trailer gesehen!



Lok'tar Ogar - erste Charakterposter zu "Warcraft"

Ich habe meine Bachelorarbeit über "World of Warcraft" geschrieben, ich spiele WoW seit Release, davor spielte ich die anderen Warcraft-Titel. Geschichten aus dieser Welt auf der Kinoleinwand haben mich also sowieso schon an Bord des Hype-Trains, aber ich will verdammt sein und auf ewig die elende Allianz spielen wenn diese Poster nicht episch aussehen:

© Legendary Pictures
 Oben sehen wir Toby Kebbell als Durotan, unten ist Travis Fimmel als Anduin Lothar.
© Legendary Pictures
Andauernd hungrig - Trailer zu "Fear the Walking Dead"

Ich schaue "The Walking Dead" ja bisher nicht, wobei mir ein richtiger Grund dafür auch nicht einfällt. Eigentlich mag ich ja Zombies. Dementsprechend freu ich mich auf "Fear the Walking Dead". Beide Serien werden getrennt voneinander laufen, Crossover sind nicht geplant. Als Bonus macht Kim Dickens mit, und die Dame verehre ich :D



Ohne Worte - "Star Wars Episode 7 behind the scenes"

Irgendwo da draußen rennen ja noch immer Menschen rum, die irgendwie skeptisch sind was Episode 7 angeht. Falls ihr, ja, genau, IHR, nach diesem Video noch immer skeptisch sein wollt kann euch allerdings auch niemand mehr helfen...


Ihr könnt euch auch direkt das ganze Panel anschauen, bei dem beinahe im Minutentakt grandiose Dinge passieren. Gwendoline Christie neben Carrie Fisher (Brienne und Leia!!!!) sitzen zu haben hat übrigens mein Herz explodieren lassen, Artikel kommen ab sofort aus dem Jenseits:

Der Channel von "Flicks and the City" hat übrigens jeeede Menge Panel der Comic Con im Angebot, von "Suicide Squad" über "Deadpool" bis "Game of Thrones" findet ihr dort Alles. Wirklich Alles. 

Hasserfüllt - erstes Poster zu Tarantinos "The Hateful Eight"

© Weinstein Company
Wer auf der Comic Con anwesend war durfte sich über ganze sieben Minuten Bildmaterial zum neuen Tarantino freuen. Für alle anderen gibt es ein stimmiges neues Poster und die klasse Neuigkeit dass Ennio Morricone persönlich den Soundtrack übernehmen wird.

Endzeitlich - erster Blick auf "X-Men Apocalypse"

 Oscar Isaac hat einen ziemlichen Lauf, würd ich mal meinen. Im kommenden "X-Men: Apocalypse" wird er den titelgebenden Gegner spielen. Und so wird das dann aussehen:
 © Fox


Jetzt seid ihr dran: was war euer Highlight dieser beiden Tage?

San Diego Comic Con 2015: Highlights Tag 1

Für mich herrscht an diesem Wochenende Ausnahmezustand. Am Montag geht es in den Urlaub, und momentan ist in San Diego die Comic Con in vollem Gange. Das bedeutet: täglich News, Infos, Trailer, Teaser und Panel zu allen Dingen, die das Leben so richtig schön interessant machen. Da ich auch dieses Jahr wieder nicht spontan reich geworden bin verfolge ich brav alles von zuhause aus. Vor dem schlafen noch schnell ein Blick auf Twitter geworfen, zum aufwachen erfolgt auch der Griff zum Handy als erstes. Grund genug, euch mit meinen Favoriten zu versorgen. Hier findet ihr jeweils meine Highlights des Vortages, wenn immer möglich mit zugehörigen Videos. 

Fangen wir mit meinen liebsten Briten an. Für dieses Jahr steht leider keine neue Staffel "Sherlock" vor der Tür, aber immerhin wird es ein Weihnachtsspecial geben. Und es wird im viktorianischen Zeitalter spielen, was mich persönlich ja über alle Maßen erfreut. Hier gibt es einen ersten Ausschnitt: 

Und dann ist da noch der Doctor. Die neunte Staffel von "Doctor Who" hat neben einem schicken Trailer auch einen Starttermin bekommen. Am 19.9.2015 gibt es endlich ein Wiedersehen mit unserem liebsten Außerirdischen. Diesmal mit dabei: Maisie Williams, bekannt als Arya Stark aus "Game of Thrones". So wie es aussieht kennen sie und der Doctor sich bereits, es darf also fleißig spekuliert werden wen sie spielen wird. Auch Missy scheint wieder mit an Bord zu sein. 



Um im Serienbereich zu bleiben wenden wir uns doch "Fargo" zu. Promomaterial für die zweite Staffel ist bereits seit vorgestern im Netz unterwegs, also konzentrieren wir uns auf die vermutlich wichtigste Person überhaupt. Die Rede ist natürlich von Bruce Campbell, der in der zweiten Staffel den Präsidenten der USA; Ronald Reagan spielen wird. Campbell ist außerdem vor Ort um seine Serie "Ash vs. Evil Dead" zu promoten. Groovy!
© FX
Auch aus Panem erreicht uns neues Promomaterial. Es gibt einen Teaser zu bewundern, der zwar irgendwie eher an den Anfang eines Musikvideos erinnert und für sich allein gestellt nicht extrem appetitanregend ist. Aber sind wir mal ehrlich, zu diesem Zeitpunkt ist man auf Neuigkeiten aus Panem entweder von Haus aus schon scharf, oder man hat das Interesse schon lange verloren. 


Zuletzt kommen wir zu meinem ganz persönlichen Highlight. Der Schmerz über den Verlust von "Firefly" sitzt immernoch tief, doch zu Beginn des Jahres starteten Alan Tudyk und Nathan Fillion ein kleines, feines Projekt auf Indiegogo. Sie wollten eine Serie drehen über das Dasein von Sci-Fi Serienstars auf Conventions. Das Ganze trägt den passenden Titel "Con Man", und auf der Comic Con gab es einen vier Minuten langen Trailer. Macht euch bereit für vier Minuten voller "oh mein Gott, er/sie macht mit, wie cool!": 

Während Marvel dieses Jahr gar nicht anwesend sein wird und es von "Star Wars Episode 7" kein neues Trailermaterial geben wird, zeigt zumindest DC Präsenz. So wurde gestern bestätigt dass Ben Affleck nicht nur die Hauptrolle im nächsten "Batman" Solofilm spielen wird, sondern sich auch am Drehbuch beteiligt und darüber hinaus Regie führen wird. Man darf gespannt sein wie der erste Solofilm nach "The Dark Knight Rises" aussehen wird. Das Affleck ein talentierter Regisseur ist hat er ja bereits mehrfach bewiesen. 

Was war euer Favorit am Donnerstag? Worauf freut ihr euch in den kommenden Tagen am meisten?
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