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gesehen: Guardians of the Galaxy 2


© Walt Disney

Story


"Guardians of the Galaxy 2" erzählt weitere epische, mit Action vollgepackte Abenteuer des respektlosen Draufgängers Peter Quill alias Star-Lord, und seiner Bande exzentrischer Helden. Nachdem sie den Planeten Xandar und seine Bewohner gerettet und dadurch Popularität und Ruhm erlangt haben, fliegen die Guardians als Söldner durchs All, um das Universum zu beschützen. Dabei lernt vor allem Peter etwas über seine Herkunft und Vergangenheit. 

gesehen: Das Gesetz der Familie

© Koch Films


Story


Seit Generationen leben die Familienmitglieder des Cutler-Clans als Outlaws in der Landschaft um Gloucestershire in England. Was sie zum Leben brauchen, stehlen sie von den reichen Bewohnern der Gegend. Chad (Michael Fassbender) bewundert seinen Vater, Clan-Oberhaupt Colby (Brendan Gleeson), dafür ein Freigeist zu sein und sein Leben in absoluter Unabhängigkeit verbracht zu haben. Aber er weiß auch, dass das Leben abseits der Regeln nur bedingt Freiheit bietet, denn der Rückweg in die zivile Gesellschaft ist verbaut. Doch die Unabhängigkeit hat ihren Preis: die Polizei liegt stets auf der Lauer, in der Gruppe herrscht Chaos und das Geld ist immer knapp. Chad liebt seinen Vater, aber er möchte auch für seine Kinder ein Zuhause schaffen, in dem sie sicher aufwachsen können. Für Colby jedoch ist jede Abweichung vom Rebellenalltag Verrat an der Familientradition.

gesehen: Dunkirk

© Warner Bros. Ent.

Story


Zu Beginn von „Dunkirk“ sind Hunderttausende britischer und alliierter Truppen vom Feind eingeschlossen. Am Strand von Dünkirchen haben sie sich bis ans Meer zurückgezogen – und befinden sich in einer ausweglosen Situation.

gesehen: Wonder Woman


© Warner Bros. Ent.

Story


Vor ihrem Siegeszug als Wonder Woman wurde die Amazonenprinzessin Diana zu einer unüberwindlichen Kriegerin ausgebildet. Sie wuchs in einem abgelegenen Inselparadies auf – erst von einem notgelandeten amerikanischen Piloten erfährt sie von den fürchterlichen Konflikten im Rest der Welt. Daraufhin verlässt sie ihre Heimat, weil sie überzeugt ist, dass sie der bedrohlichen Situation Herr werden kann. In dem Krieg, der alle Kriege beenden soll, kämpft Diana an der Seite der Menschen, entdeckt allmählich ihr volles Potenzial … und ihre wahre Bestimmung.

Filmkritik: Boston


Boston © Lionsgate

Story


Boston, 15. April 2013 – Wie jedes Jahr zieht es tausende Läufer und Zuschauer aus aller Welt an die Strecke des beliebten Bostoner Marathons. Doch die Feierlichkeiten verstummen schlagartig, als zwei Sprengsätze an der Zielgeraden detonieren. Noch ist unklar, ob den Explosionen weitere folgen werden. Aber Police Sergeant Tommy Saunders (Mark Wahlberg) versucht einen klaren Kopf zu bewahren und die ersten Rettungseinsätze zu koordinieren – obwohl seine Frau Carol (Michelle Monaghan) beinahe selbst den Detonationen zum Opfer gefallen wäre. Für die Ermittler beginnt ein packender Wettlauf gegen die Zeit und eine der nervenaufreibendsten Großfahndungen in der Geschichte Amerikas nimmt seinen Lauf… 

Filmkritik: Doctor Strange

© Marvel Studios

Story


Das Leben des weltberühmten Neurochirurgen Dr. Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) ändert sich unwiederbringlich, als er nach einem schweren Autounfall seine Hände nicht mehr benutzen kann. Da die klassische Medizin ihm nicht helfen kann, sucht er Heilung an einem ungewöhnlichen Ort – dem geheimnisvollen Kamar-Taj. Schnell merkt er, dass es sich dabei nicht nur um ein Heilungszentrum handelt, sondern von hier der Kampf gegen unsichtbare dunkle Mächte gefochten wird, die unsere Realität zerstören möchten. Ausgestattet mit neuerworbenen magischen Fähigkeiten, muss Dr. Strange sich entscheiden: Kehrt er in sein altes Leben als angesehener reicher Arzt zurück, oder gibt er dieses auf, um als mächtigster Magier aller Zeiten die Welt zu retten…

Filmkritik: Assassin's Creed

© Twentieth Century Fox Film Corporation

Story


Mit einer revolutionären Technologie, die seine genetischen Erinnerungen entschlüsselt, erlebt Callum Lynch (Michael Fassbender) die Abenteuer seines Vorfahren Aguilar im Spanien des 15. Jahrhunderts. Callum erkennt, dass er von einem mysteriösen Geheimbund, den Assassinen, abstammt und sammelt unglaubliches Wissen und Fähigkeiten, um sich dem unterdrückenden und mächtigen Templerorden in der Gegenwart entgegenzustellen.

Filmkritik: Desierto - Tödliche Hetzjagd

© Ascot Elite
Story: 14 illegale mexikanische Migranten und ein US-Redneck mit Gewehr und Spürhund – diese Einwanderer haben keine Chance! Abgeknallt wie Kaninchen bleiben sie in der staubigen Hitze der Badlands im Grenzgebiet liegen. Nur eine verletzte junge Frau und Moises, der den Weg schon einmal gegangen ist und unbedingt wieder zu seinem kleinen Sohn nach Oakland will, können zunächst entkommen. Zwischen dem Illegalen mit dem Mut des Verzweifelten und dem Menschenjäger beginnt ein brutales Duell auf Leben und Tod.

Kritik: Fast könnte man meinen, die Geschichte zu "Desierto" hat sich irgendein Betrunkener mitten in einer durchzechten Nacht in einer zwielichtigen Kneipe irgendwo in den Südstaaten ausgedacht. Aber in Zeiten, in denen ein US-Präsidentschaftskandidat ernsthaft verspricht, eine Mauer zwischen die USA und Mexiko zu bauen (auf Kosten der Mexikaner, scheissegal was die davon halten), scheint die Hetzjagd eines einzelnen, selbsternannten Grenzschützers inklusive wenig flauschigem Schäferhund fast schon wie ein feuchter Traum eines xenophoben Rednecks. Jonás Curaón inszeniert sein Erstlingswerk als Regisseur dann auch passend zum Wüstensetting: staubtrocken und unerbittlich.
© Ascot Elite
Willkommen in Amerika, so oder so ähnlich schreit es aus jeder verdreckten, staubigen Pore von "Desierto". Die Figuren sind dabei auf ein Minimum beschränkt. Über die meisten Einwanderer erfährt man gar nichts, sie wirken wie aus der Schablonenfabkrik für belanglose Nebenfiguren. Moises sticht mit einer erkennbaren Motivation deutlich aus dieser Gruppe heraus. Gael García Bernal spielt dann auch extrem sympathisch, wer hier ernsthaft auf der Seite des Jägers ist, der dürfte wohl auch sonst eher fragwürdig rüberkommen. Der wiederum wird bitterböse und aufs wesentliche reduziert von einem unterforderten Jeffrey Dean Morgan verkörpert. Lässig und cool in der Aufmachung, mit stylischem Halstuch ist die Sache für ihn und seinen Hund Tracker ganz klar: Die Mexikaner haben nichts auf seiner Seite der Grenze zu suchen, und wenn sie sich doch mal dorthin verirren, dann muss sich jemand darum kümmern.
© Ascot Elite
Treffenderweise trägt der selbsternannte Retter der Wüste dann auch den Namen Sam. Sam hat eine Südstaatenflagge am Auto, mag Bier und billigen Whisky, hört gerne Country und hat ein Faible für billige Tätowierungen. Mehr muss man über ihn nicht wissen, mehr erfährt man auch nicht. Mit etwas mehr Hintergrundgeschichte wäre das hier sicherlich eine vielschichtigere Angelegenheit mit Hang zur Sozialstudie geworden. Doch daran besteht seitens Cuarón gar kein Interesse. Sam wird mit den breitestmöglichen Pinselstrichen gezeichnet, und damit wird die Bühne dann auch rasend schnell freigegeben für das, was Cuarón wirklich interessiert. Und das ist eine gnadenlose Hetzjagd durch die Wüste.

Hier trumpft "Desierto" dann auch vollends auf. Gleich zu Beginn gibt es einen brutalen Rundumschlag, die restliche Laufzeit über gibt es immer wieder Momente, die dem Zuschauer zusetzen. Wer einen empfindlichen Magen hat, dürfte wohl spätestens beim Aufeinandertreffen des extrem gut abgerichteten Hundes mit den Flüchtlingen das Weite suchen. Passend dazu gibt es bedrückend weitwinklige Aufnahmen der kargen Landschaft, in der die Figuren beinahe schon verloren wirken. Abgerundet mit einem angenehm reduzierten, aber dennoch stimmigen Soundtrack von Woodkid wird das Grenzland zu einer Todeszone, aus der es scheinbar kein Entkommen gibt.
© Ascot Elite
Fazit: "Desierto" ist beinahe schon brutal beklemmend und stellenweise furchtbar kompromisslos. Zwar bleiben die Figuren teils schmerzhaft flach, doch besonders in den intensiven Actionszenen beweist Jonás Cuarón ein geschicktes Händchen. Jeffrey Dean Morgan ist mit seiner Rolle ein wenig unterfordert, lässt den treffend benannten Sam aber zu einem dennoch erinnerungswürdigen Bösewicht werden. Dies hauptsächlich auch, weil das übergreifende Thema der illegalen Einwanderer und Flüchtlinge nach wie vor brandaktuell ist. Man darf gespannt sein, wie sich Mexikos Beitrag für die Oscars 2017 schlagen wird.

Die Blu-ray: Die Blu-ray ist seit dem 21. Oktober 2016 im Vertrieb von Ascot Elite im Handel erhältlich. Sowohl die deutsche als auch die englische Tonspur liegen in DTS-HD MA 5.1 vor, zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit, deutschsprachige Untertitel zuzuschalten. Der Ton ist in beiden Sprachversionen gut abgemischt, wobei in der synchronisierten Fassung das Verhältnis von Dialogen zu Hintergrundgeräuschen ein klein wenig besser wirkt. Das Bild ist gestochen scharf, die Kontraste sowie Schwarzwerte sind ebenfalls gut gelungen und tragen maßgeblich zur beklemmenden Atmosphäre bei. Ein Wendecover liegt für die Hülle selbst bei, der mitgelieferte Pappschuber hat allerdings leider ein aufgedrucktes FSK-Logo. Als weitere Extras gibt es noch ein paar Trailer.

Infos zum Film

Originaltitel: Desierto
Erscheinungsjahr: 2015
Genre: Action, Thriller
FSK: 18
Laufzeit: 88 Minuten
Regie: Jonás Cuarón
Drehbuch: Jonás Cuarón, Mateo Garcia
Darsteller: Jeffrey Dean Morgan, Gael García Bernal, Marco Pérez, Oscar Flores, Alondra Hidalgo  u.a.

Trailer


Filmkritik: Ghostbusters (2016)

© Sony Pictures Releasing GmbH
Story: Erin Gilbert steht kurz vor der Promotion an der Columbia University. Doch es taucht unliebsamer Ballast aus ihrer Vergangenheit in Form eines Buches über Geister auf, welches sie mit ihrer damaligen, besten Freundin Abby zusammen geschrieben hat. Die steckt nach wie vor mitten in ihrer Forschung über Geister, gemeinsam mit der Wissenschaftlerin Jillian Holtzman. Doch plötzlich wird die unfreiwillige Gruppe mit einem richtigen Geist konfrontiert. Die Vorkommnisse häufen sich. Unterstützung bekommt das Team von Patty, die sich wie keine andere in New York auskennt, und dem Sekretär Kevin, der in erster Linie sein Aussehen im Kopf hat. Können die "Ghostbuster" New York retten?

Kritik: Beinahe, aber nur beinahe, hätten ja all die Menschen, die sich im Vorfeld so auf den Film eingeschossen haben, meine Vorfreude auch getrübt. Schlimmer aber war noch, dass der erste Trailer ja nun wirklich einfach mies war. Ich musste also massive Überzeugungsarbeit leisten, um die bessere Hälfte ins Kino zu bewegen. Arbeit, die sich aber gelohnt hat, denn er fand den Film fast genauso grandios wie ich. Aber fangen wir mal von vorne an. Und ich werde versuchen, nicht weiter auf das ganze negative Gehacke einzugehen, einfach weil es keinerlei Grund für die Negativität gibt. Wenn überhaupt, dann erleben die "alten" Ghostbuster grad einen riesigen Aufschwung, und das ist doch super. Die Filme ranken recht weit oben bei Amazon und der Markt wird mit Merchandise überschwemmt. Eine ganz neue, junge Generation entdeckt Ghostbuster grad neu. Yay! So, nun aber wirklich genug, ab zur Kritik. Wo soll ich nur anfangen? Hmm...
© Sony Pictures Releasing GmbH
Reden wir über die Figuren und vor allem über die Darstellerinnen. Klar, nicht jeder mag Melissa McCarthy (was vollkommen ok ist, aber bitte mögt sie nicht, weil ihr sie unlustig findet, und nicht weil ihr Aussehen euch nicht passt, niemand schuldet irgendwem Schönheit, ok?), ich finde sie grandios. Nicht nur in lustigen Rollen, sondern vor allem auch, weil sie eine gewisse Wärme in ernstere Rollen mitbringt. Kristen Wiig, Kate McKinnon (meine klare Favoritin, Holtzman ist pure Liebe) und Leslie Jones sind ebenfalls komödiantische Schwergewichte und mir von Grund auf sympathisch. Ich war also gespannt, wie diese vier Ladies harmonieren würden. Und das Ergebnis kann sich weitestgehend auch sehen lassen. Vor allem McKinnon als grenzgeniale, aber irgendwie auch leicht debil-gefährliche Jillian Holtzman, ist eine Offenbarung. Irgendwo im Film macht sie sich über eine Dose Pringles her, so ganz am Rande des Geschehens, und es wäre genug Material für einen eigenen Film. Der Wahnsinn schlummert bei ihr ganz nah unter der Oberfläche, und hier und da blitzt er durch, und es sorgt jedes Mal für teils ungläubige Lacher. Leslie Jones bringt als Stadtkennerin und Metro-Angestellte Patty die nötige Bodenhaftung mit und gibt skeptischen Zuschauern eine Chance, in die ganze Geisterangelegenheit so schmerzlos wie möglich reinzurutschen.
© Sony Pictures Releasing GmbH
Kristen Wiig spielt Erin Gilbert, die gerne ihre geisterlastige Vergangenheit hinter sich lassen würde und auf eine Beförderung an ihrer Uni wartet. Doch ihre Jugendfreundin Abby (McCarthy) zieht sie, wenn auch unfreiwillig, wieder mitten ins Geschehen rein. Auch die beiden sind sympathisch. Wiig stellt sich schnell als eine Art Ghostbuster-Mutter heraus, die immer ein Auge auf das restliche Team hat. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass die Freundschaft und das Geisterjagen vielleicht nicht gerade auf traumatischen Kindheitserinnerungen fußt. Lasst die Ladies doch einfach unbeschwert ihren Job erledigen, Frauen und Figuren im Allgemeinen können auch andere Motivation als "Trauma" für ihr Handeln haben. Abseits davon harmonieren die vier aber wirklich gut miteinander, es werden erstaunlich oft ruhige Töne angeschlagen. Das verpasst dem Film eine schöne, persönliche Note und setzt einen guten Kontrast zum unweigerlichen Haudrauf-Finale, vor dem uns in diesem Sommer irgendwie kein Blockbuster verschonen will.

Der Film schafft es dabei, ganz wie das Original, eine tolle Mischung aus Humor und Grusel zu liefern. In meiner Kinovorstellung (in den USA, am frühen Nachmittag und ein paar Wochen nach dem Starttermin) waren um die 30 Leute, bunt gemischtes Publikum: Paare, Einzelgänger, Eltern mit Kindern, ich schätze die Besucher waren zwischen 10 und 45 Jahren alt. Ein guter Schnitt also. Und es wurde sich bei einigen Stellen schön im Kollektiv erschreckt. Natürlich muss man hier keine expliziten Splatterszenen oder ausgefeilte Schockeffekte erwarten, der Film richtet sich ja an ein gemischtes Publikum. Und auf der Humorschiene trift er dabei wirklich ins Schwarze. Ein paar Slapstick-Einlagen fanden besonders bei den jüngeren Besuchern großen Anklang, einige Sprüche erfreuten dafür die Erwachsenen im Saal umso mehr. Es ist ja typisch für Komödien, dass nicht jeder Gag sitzt, dass nicht jeder Zuschauer über jeden Witz lacht und so weiter, aber hier würde ich die Mischung als gut ausgewogen bezeichnen. Ich hätte mir klar gewünscht, dass die bereits im Trailer so herübergekommen wäre, da hat man sich im Hause Sony meiner Meinung nach echt selbst ins Bein geschossen. Hätten die Witze darüber hinaus gerne noch eine Spur krasser sein dürfen? Bei den Darstellerinnen auf jeden Fall, so fühlt es sich zwischenzeitlich ein wenig gedämpft an. Ich schiebe das mal auf die breit gestreute Zielgruppe, oder anders gesagt: es sind Kinder anwesend. Wobei sich tatsächlich der eine oder andere Witz südlich der Gürtellinie eingeschlichen hat, der Eltern vielleicht in Erklärungsnot bringen könnte.
© Sony Pictures Releasing GmbH
Voll in die Humorschiene fällt auch der Auftritt von Chris Hemsworth als liebenswert-trotteliger Sekretär Kevin. Wer ihn nur als hammerschwingenden Donnergott kennt, der dürfte hier sein blaues Wunder erleben. Sein Timing in Sachen Comedy ist jedenfalls präzise und er scheint sich auch nicht zu schade, Witze auf Kosten seines guten Aussehens mitzutragen. Das ist erfreulicherweise aber niemals herablassend, und die Ghostbuster setzen alles daran, klarzumachen, dass niemand Kevin irgendwas antun darf. Jedenfalls stiehlt er beinahe jede Szene, in der er vorkommt, und es ist herrlich. Frisch aus dem New York Urlaub zurückgekommen lasse ich mich mal dazu hinreißen zu behaupten, dass New York (wo der Film spielt, auch wenn vieles in Boston gedreht wurde) voll von Typen wie Kevin ist.  Und wer sich davon nicht überzeugen lässt, der kriegt im Abspann eine Tanzszene serviert, die... ach, bleibt einfach zum Abspann sitzen, er ist sehr gut. Auch, weil es dort einen Cameo hat, der mich in höchstem Maße erfreut hat.

Cameo ist generell ein gutes Stichwort, denn "Ghostbusters" ist voll davon. Fast alle Darsteller aus dem Original tauchen auf, und Billy Murray ist tatsächlich nicht der witzigste von ihnen (die Rolle würde ich Dan Aykroyd mit seiner herrlichen "fuck this" Attitüde zuschreiben). Irgendwo taucht Andy Garcia auf, und Steve Higgins demonstriert eindrucksvoll, wie beschissen ein Chef sein kann. Als jemand, der mit dem alten Film aufgewachsen ist, war dieses Wiedersehen toll, auch weil die Darsteller gut in die Geschichte eingebunden werden. Es gibt einen oder zwei Momente, wo auf einen Cameo hingearbeitet wird, nur um dann dem Zuschauer vorzugaukeln, dass er nicht kommen wird, und man fiebert automatisch mit. Doch bis auf Murray, der seltsam lustlos daherkommt, sitzen die Gastauftritte. Teilweise bremsen sie die Handlung des Films ein wenig aus, dafür feuern sie aus allen Rohren pure Nostalgie. Hier wurde vermutlich versucht, einen Kompromiss zu finden, in meinen Augen sehr gelungen. Dies gilt generell für die meisten Teile des Films. Die Geschichten sind sich ähnlich, aber es handelt sich nicht um eine exakte Kopie. Vielmehr wird eine andere, mögliche Version gezeigt. Statt sich auf nur eine Figur zu konzentrieren (sind wir ehrlich, damals drehte sich alles um Bill Murray), steht hier das Team als Ganzes im Vordergrund. Und da ist sie dann auch wieder zu spüren, diese Wärme, die den meisten anderen Blockbustern zurzeit einfach fehlt. 
© Sony Pictures Releasing GmbH
Und dann wäre da noch die generelle Optik des Films. Hier offenbart sich eine schicke Mischung aus Oldschool-Look, mit sanften Updates. Es gibt viel, viel mehr Gadgets, weil Holtzman einfach nicht aufhören kann, neues Zeug zu entwickeln, jetzt wo sie ihren Freiraum gefunden hat. Hab ich schon erwähnt, wie sehr ich Holtzman liebe? Ehm, ja. Ihre neuen Gadgets machen die Geisterjagd dann auch deutlich mobiler und vielseitiger. Die Geister sind zu Beginn noch eine Mischung aus irgendwie liebenswert-schrullig-altmodisch, zum Ende hin wird dann aber das Gaspedal durchgedrückt und es wird richtig schön abgedreht. Die Effekte sind wirklich schick gelungen. Wenn man jetzt wollen würde, könnte man "Ghostbusters" vermutlich vorwerfen, dass die Geschichte altbacken ist. Missverstandener Kerl beschwört die Hölle auf Erden, weil... aus Gründen eben. Natürlich hat es irgendwann diesen einen Moment, in dem ein hell leuchtendes Etwas in den Himmel emporsticht. Aber kommt es darauf wirklich an? Oder steht vielleicht viel mehr im Vordergrund, dass die vier Ladies sich behaupten, Freundschaft schließen, aufeinander aufpassen? Und das (und hier kommt eines meiner persönlichen Highlights!) ganz ohne krampfhaft eingebaute Lovestory, unpraktische Kostüme und mit High Heels und Tonnen von Make-up verdeckt. Ich weiß, für viele Leser mögen das seltsame Kritikpunkte sein. Für mich persönlich erdet er die Ghostbusters und macht deutlich, dass es sich dort in erster Linie um normale Menschen handelt, die gemeinsam ein Problem lösen. Find ich in höchstem Maße sympathisch, und wenn ich mich an all die begeisterten Kinder nach der Kinovorstellung erinnere, die nun auch unbedingt Ghostbuster werden wollen, dann kann ich nur sagen: Alles richtig gemacht. 
© Sony Pictures Releasing GmbH
So richtig meckern möchte ich am Ende aber doch noch: Der Titelsong ist ein Verbrechen an der Menschheit, in all seinen Variationen, die im Film vorkommen. Ganz furchtbare Sache, dürfte gerne durch etwas anderes ersetzt werden. Irgendwas. Meinetwegen auch Stille. Das wäre es dann aber auch schon, ich bin fest davon überzeugt, dass man an dem Film viel liebenswertes entdecken kann, wenn man nicht schon mit einer vorgefertigten Meinung an die Sache rangeht.

Fazit: Meine Kindheit ist noch intakt, meine Blu-ray der beiden alten Teile ist nicht zu Staub zerfallen. Paul Feig und sein Team schaffen es, gleichzeitig respektvoll mit dem Ursprungswerk umzugehen und etwas Eigenes zu erschaffen. Humortechnisch richtet sich der Film an ein breites Publikum: Slapstick für die Kleineren, Witze der etwas härteren (und teilweise vielschichtigen) Art für die Erwachsenen. Tolle visuelle Effekte, vor allem aber sowohl die vier Hauptdarstellerinnen (hab ich eigentlich schon erwähnt, wie sehr ich Holtzman...oh, never mind) als auch so ziemlich jede einzelne Nebenrolle sind perfekt besetzt. Da entsteht so viel Verbundenheit im Team, harmonieren die Ladies so herrlich miteinander, dass es glatt über die ein bisschen zu langweilige Story hinwegtäuscht. Macht aber nichts, ich habe mich prächtig unterhalten gefühlt und hier meinen perfekten Sommerblockbuster gefunden.

Infos zum Film

Originaltitel: Ghostbusters
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Komödie, Horror, Action
FSK: 12
Laufzeit: 117 Minuten
Regie: Paul Feig
Drehbuch:  Paul Feig, Katie Dippold
Darsteller: Kate McKinnon, Melissa McCarthy, Leslie Jones, Kristen Wiig, Chris Hemsworth, Andy Garcia, Charles Dance, Neil Casey u.a.

Trailer

Filmkritik: London has Fallen

© Universum Film
Story: Nach dem überraschenden Tod des britischen Premierministers ist seine Beerdigung ein Pflichttermin für alle Staatsoberhäupter. Selbstverständlich nimmt auch US-Präsident Benjamin Asher daran teil, begleitet von seinem Leibwächter Mike Banning. Doch was als die bestgeschützte Veranstaltung auf dem Planeten beginnt, entwickelt sich schnell zu einem tödlichen Hinterhalt. Nur mit knapper Not kann Banning das Leben des US-Präsidenten schützen und mit ihm in den Londoner Untergrund fliehen. Doch die Hintermänner der Verschwörung verlangen seine Auslieferung und nehmen die britische Hauptstadt ins Visier. Während Vizepräsident Trumbull versucht, das gnadenlose Ultimatum hinauszuzögern, nimmt Banning den Kampf auf...

Kritik:Wer mich kennt, der weiß vermutlich, dass ich mit "Die USA retten die Welt", inklusive epischer Helikopterflüge vor untergehender Sonne, wehenden Flaggen und dem ganzen Trara wenig bis gar keine Probleme habe. Probleme habe ich allerdings, wenn diese Begebenheiten einfach komplett sinnlose Gewaltdarstellungen untermalen. Oder anders gesagt: wenn amerikanische Flaggen und Effizient als Begründung für unreflektiertes Abschlachten in hanebüchenen Filmen herhalten müssen. Aber fangen wir am Anfang an, wie sich das so gehört.
© Universum Film
Wenn ein Film "London has Fallen" heißt, dann ist das auch in etwa das, was ich davon erwarte: Londons Sehenswürdigkeiten, wie sie eindrucksvoll in Schutt und Asche zerlegt werden. Denn einerseits mag ich London, andererseits habe ich jedes Mal eine kindliche Freude daran, wenn große Dinge in die Luft gesprengt werden. Ja, ich weiß, das wirkt recht simpel. Aber hey, viele Menschen mögen auch Feuerwerk. Und zu Beginn bekomme ich auch, was der Titel verspricht. Jedenfalls mehr oder weniger. Gleich am Anfang geht es ordentlich rund. Doch schnell lassen sich zwei Dinge feststellen: es war wenig Geld für Special Effects da, und der Film wurde größtenteils in Bulgarien gedreht. Beides sieht man, leider viel zu deutlich. Unweigerlich stellt sich die Frage, wofür die 100 Millionen Dollar Budget ausgegeben wurden. Alkohol vielleicht? Doch leider entpuppt sich diese Enttäuschung noch als der mildeste Kritikpunkt, denn darüber hinaus ist "London has Fallen" einfach nur blöd. Nennt mir nur einen einzigen anderen Film, der es schafft, Morgan Freeman langweilig klingen zu lassen? Eben.

Hier stimmt einfach nichts. Billige Effekte treffen auf lustlose Darsteller und völlig austauschbare Sets. Szenen, die eigentlich unmöglich in den Sand gesetzt werden können, wirken wie frisch von Rudis Resterampe bei Asylum herausgepickt. Nur, dass jede Asylumproduktion mehr Laune macht, weil man da wenigstens vorher weiß, was einen erwartet. "London has Fallen" nimmt sich nämlich ernst, sehr ernst sogar. Mit wilder, grimmig entschlossener Miene meuchelt sich Gerard Butler durch gesichtslose Horden böser, arabischer Terroristen. Die wiederrum bringen in großem Stil Staatsoberhäupter um, weil der amerikanische Präsident einen Drohnenangriff anordnete, bei dem die Tochter eines Terroristen (bei ihrer Hochzeit, schockschwerenot!) getötet wurde. Alles läuft auf eine simple Aussage hinaus: Böse Terroristen machen bösen Terror und es ist böse, wenn sie Menschen töten. Dem steht gute (in diesem Fall amerikanische) Gewalt gegenüber. Der Film ist so dermaßen randvoll mit fragwürdigen Aussagen, man könnte eine ganze Arbeit darüber verfassen.
© Universum Film
Munter wird sich mit Messern, Pistolen und allerhand anderen Waffen durch die Horden gemetzelt, die lahmen Sprüche fliegen durch den Raum und sorgen für Unwohlsein durch Fremdscham. Wie es Regisseur Babk Najafi darüber hinaus schafft, einen One-Take so unübersichtlich zu gestalten, dass man keine Ahnung hat was gerade passiert, ist da fast schon Nebensache. Der überaus deutlich sichtbare Gebrauch von Lückenfüller-Bildmaterial verursacht ebenfalls Kopfschmerzen und lässt den Film herrlich emotionslos wirken. Niemand interessiert sich für die Anschläge oder die Toten, es ist als ob jemand zwei verschiedene Filme zusammengeschnitten hätte. Wie die zahlreichen, durchaus namhaften Nebendarsteller in diesem Film gelandet sind, ist ebenfalls unerklärlich. Knebelverträge vielleicht? Wobei, so genau will ich es eigentlich gar nicht wissen, hier ist wirklich jeder Gedankengang einer zuviel.

Fazit: Nein. Einfach nur nein. Nichtmal als Fan von überschwänglichem, amerikanischen Patriotismus lässt sich hier etwas erfreuliches finden. Hier stimmt von vorne bis hinten einfach gar nichts, stattdessen gibt es fragwürdige "Unterhaltung", die zum Fremdschämen einlädt.

Die Blu-ray: Die Blu-ray im Vertrieb von Universum Film (seit dem 29. Juli im Handel erhältlich) kommt mit sauberem und klarem Bild daher. Abgesehen von den schlechten Effekten stimmen die Kontraste sowie die Schwarzwerte, hier wurden sich keine Patzer erlaubt. Bei den Tonspuren kann man zwischen deutsch und englisch wählen, beide kommen in klangstarkem, sattem DTS-HD MA 5.1 daher. Ein Wendecover liegt leider nicht bei, Sammler müssen also mit dem fetten, blauen FSk 16 Aufkleber leben. Bei den Extras hat man sich ebenfalls ins Zeug gelegt. Insgesamt warten 69 Minuten Bonusmaterial auf den interessierten Zuschauer. Ein 13 Minuten langes Making-of gibt einen Einblick hinter die Kulissen, zwei Featurettes mit insgesamt 11 Minuten vertiefen den Einblick noch. Obendrauf gibt es noch rund 45 Minuten Interviews mit den Darstellern und anderen Beteiligten. Ein paar Trailer gibt es noch obendrauf.

Infos zum Film

Originaltitel: London has Fallen
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Action
FSK: 16
Laufzeit: 99 Minuten
Regie: Babak Najafi
Drehbuch: Chreighton Rothenberger, Katrin Benedikt u.a.
Darsteller: Gerard Butler, Aaron Eckhart, Morgan Freeman u.a.

Trailer
 

Filmkritik: Suicide Squad

 © Warner Bros.
Story:  Nach den jüngster Ereignissen rund um Superman ist für die Regierungsbeamte Amanda Waller klar: eine Verteidigungsmaßnahme muss her. Möglichst günstig und vor allem austauschbar. Sie wirft ihren Blick auf ein paar Gefängnisinsassen der anderen Art. Die Bande aus Verbrechern muss sich schon bald einer unvorstellbaren Gefahr stellen. Werden sie ein Team, oder ist sich am Ende jeder selbst der Nächste?

Kritik: "Suicide Squad" macht es einem nicht unbedingt leicht. Wirft man einen Blick hinter die Kulissen, so wird schnell klar, dass Nachdrehs und Drehbuchänderungen das ursprüngliche Werk verwässert haben. Eine ähnliche Produktionsgeschichte also wie "Fantastic 4" sie zuletzt durchlitt, und mit einem durchwachsenen Ergebnis. Das macht den Film nun nicht schlecht, aber gewöhnungsbedürftig. Denn für jede spaßige Szene gibt es eine, bei der sich Fremdscham einstellt.
© Warner Bros.
Fangen wir bei der Besetzung an. Darsteller wie Viola Davis, die hier herrlich bösartig sein darf, sind natürlich über alle Zweifel erhaben. Will Smith glänzt ebenfalls, besonders wenn er gemeinsame Szenen mit seiner kleinen Leinwandtochter hat. Und auch Margot Robbie überzeugt als ikonische Harley Quinn im Rahmen der ihr vom Drehbuch gegebenen Möglichkeiten. Adam Beach hingegen ist wohl die größte Verschwendung im ganzen Film (und tatsächlich ist der Umgang mit seiner Figur, Slipknot, extremst ärgerlich), und was Jai Courtney dazu antreibt, seine beste Imitation einer australischen Variante von Tom Hardy zu liefern, weiß der Teufel allein. Ebenfalls gefallen hat mir Cara Delevingne als Echantress, vor allem ihre erste Verwandlungsszene ist toll inszeniert. Jai Hernandéz als pyromanischer Diablo ist ebenfalls faszinierend, über seine Figur hätte ich gerne noch mehr erfahren. Adewale Akinnuoye-Agbaje hingegen erkennt man unter all dem Make-Up kaum. Immerhin wurde er aber tatsächlich in der Maske verwandelt und ist nicht komplett animiert.

Tja, und dann wäre da noch Jared Letos Version des Jokers. Vergleiche sind ja häufig unfair, schauen wir also rein auf diese aktuelle Version des berühmten Widersachers. Wobei, viel gibt es da nicht zu betrachten, denn der Joker qualifiziert sich höchstens als Nebenrolle. Seine Leinwandpräsenz bleibt im einstelligen Minutenbereich, größtenteils ist er in der Hintergrundgeschichte für Harley Quinn anzutreffen. Und dort benimmt er sich wie ein reiches Instagram-Kind mit Zugang zu Waffen. Nie war der Titel "Clown Prince of Crime" für eine Leinwandversion treffender. Das kann man mögen, ich persönlich fand diesen Joker furchtbar nervig. Die mechanische Lache setzte dem ganzen die Krone auf. Aber man muss ihn ja nur kurz aushalten, was die ganze Sache klar erträglicher macht. Scheinbar wurden auch viele Szenen mit dem Joker aus dem fertigen Film geschnitten, vielleicht kommt der unrunde Eindruck daher.
© Warner Bros.
Unrund beschreibt dann den kompletten Film auch recht treffend. Einige Momente sind klasse gelungen, beispielsweise die Szene in der Bar, die auch im Trailer zu sehen ist. Und auch zwischendurch gibt es coole Kleinigkeiten zu entdecken. Ich fand besonders spannend, Batman mal aus der Perspektive der Bösen zu sehen. Kleine Easter-Eggs sind im ganzen Film verstreut. Und wenigstens zwischendurch bleibt David Ayer genug Platz, um seinen eigenen Stil durchschimmern zu lassen. In diesen Momenten wird eine düstere, von Neonfarben und bizarren Absurditäten durchzogene Welt offenbart, von der ich gerne mehr gesehen hätte. Doch dann wird wieder auf Nummer sicher gespielt. Wäre der restliche Film im Stil der jeweiligen Charaktereinführungen (minus dir Musik, spätestens nach dem dritten Kultsong in Folge hat wohl jeder Depp kapiert, wie cool die Figuren doch alle sein sollen) weitergegangen, es wäre so viel besser geworden. Stattdessen gibt es eine Menge düsterer Bilder, literweise Regen bei Nacht und zwischendrin hat man alle Mühe zu erkennen, was eigentlich gerade los ist.

Ich bin mir nicht mal sicher, ob man speziell "Suicide Squad" nun vorwerfen kann, dass ein generischer Bösewicht ein generisches, leuchtendes Ding in den Himmel schießt, welches dann zerstört werden muss. Nebenbei gibt es generische Horden unkenntlicher Gegner, damit das große Metzeln kinderfreundlich bleibt. Die Konkurrenz fährt in gefühlt jedem zweiten Film eine Version des Helicarriers-ex-machina auf, die Abwendung davon kommt erst in den letzten Filmen, und DC hängt mit seinem Cinematic Universe immernoch hinterher. Blockbuster laufen aktuell nach einem gewissen Schema ab. Ein Schema, dass ab und an mal eine erfreuliche Überraschung auf die Leinwand zaubert und ansonsten eben Stangenware produziert.
© Warner Bros.
Und zur Stangenware gehört auch diese, am Ende völlig zahme Truppe. Da fehlt mir dann auch die Lust, detailliert darauf einzugehen wie fehl an Platz dieses Fetisch für Schusswaffen in seiner glorreichen Inszenierung hier ist. Oder was für hohler Fanservice für den kleinsten gemeinsamen Nenner Harley Quinns übersexualisierte Darstellung bietet. Oder wie viel mehr man hier mit spannenderen Figuren, einer nicht ganz so wirren und lieblosen Story und ein bisschen hellerer Beleuchtung hätte herausholen können. Keine komplette Bruchlandung, aber in seinem ungenutzten Potezial ziemlich unerreichbar.

Fazit: Gute Absichten, ein talentierter Regisseur und motivierte Darsteller nutzen nur wenig, wenn das Studio am Ende einen massenkonformen Film haben will und deswegen massiv eingreift. "Suicide Squad" hätte ein herrlich bissiger Spaß werden können. Stattdessen ist er ein zahnloses, altes Krokodil, bei dem ab und an das Potenzial vergangener Zeiten durchschimmert. In diesen wenigen Momenten macht der Film dann auch Laune. Über weite Teile ist er aber einfach nur in jeder Form lieblos zusammengeflickt. Wirklich schade drum.

Infos zum Film

Originaltitel: Suicide Squad
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Comicverfilmung, Action
FSK: 16
Laufzeit: 130 Minuten
Regie: David Ayer
Drehbuch:  David Ayer
Darsteller: Margot Robbie, Viola Davis, Will Smith, Cara Delevigne, Jai Courtney u.a.

Trailer



Filmkritik: Fast Convoy - Tödlicher Transport


© Ascot Elite
Story: 1.800 Kilometer von Malaga nach Paris liegen vor dem Drogenkonvoi. Das sind 24 risikoreiche Stunden voller Anspannung für die sieben männer in den schnellen Wagen. Mit weit über 1000 Kilo Cannabis und der überraschend hinzugekommenen Tasche voller Koks müssen sie für Polizei und Zollfahndung unsichtbar bleiben. Zwölf Mal haben sie einen solchen Transport schon erfolgreich hinter sich gebracht. Doch diesmal läuft es nicht so glatt. Sie verlieren einen Wagen, es gibt einen Toten und einen Verletzten. Und es ist nicht nur die Polizei, die sich an ihre Fersen heftet. Der Konvoi bekommt es mit einem weiteren Verfolger zu tun, der die Routinefahrt endgültig in einen verzweifelten Kampf ums Überleben verwandelt.

Kritik: Ich hab ja eine Schwäche für Autos. Insofern stand "Fast Convoy" quasi automatisch auf meiner Liste, und französisches Actionkino ist ja auch immer wieder mal für eine Überraschung gut. Nun ist der fixe Konvoi hier auf jeden Fall eine Überraschung, allerdings nicht ganz so, wie ich mir das erhofft hatte. Denn nach einem wirklich eindrucksvollen Auftakt flacht der Film leider erstmal ab.
© Ascot Elite
Das hat gleich zwei Gründe. Keiner davon hat mit den Darstellern zu tun, die liefern durch die Bank weg solide Leistungen. Allerdings lässt das Drehbuch sie beinahe herzergreifend im Stich. Charakterisierung findet kaum statt, grob über einen Kamm geschoren könnte man sagen: "alle Figuren kommen aus einem beliebigen Banlieu, und da sind ja sowieso alle gleich." Was natürlich eine fiese Verallgemeinerung ist, das Problem mit den Figuren aber am effizientesten benennt. Und dann wären da die Dialoge. Recht lahm geschrieben sind sie. Spannung kommt dann auf, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert und die ach so harten Jungs mit der Situation überfordert sind und hysterisch reagieren. Doch diese Ausbrüche sind selten, und so darf man sich als Zuschauer durch gewollt coole, aber leider kaum zündende Dialoge durcharbeiten. Da wäre mehr drin gewesen.
© Ascot Elite
Auch an der Action mangelt es. Der Auftakt sowie das Finale sind wirklich gut und sehr stimmig inszeniert, man schmeckt fast schon die Abgase in der Luft und es wummert ordentlich aus den Boxen. Dazwischen wird das Tempo der Fahrzeuge durchgängig hoch gehalten, was man als Regisseur auch erstmal auf die Beine stellen muss, nur leider passiert eben nicht allzu viel. Bisweilen irritiert auch der heftige Einsatz von Farbfiltern. Tagsüber sieht alles aus wie eine Folge "CSI: Miami", gelb dominiert den Bildschirm vollständig. Nachts erstrahlt dann alles in verschiedenen Blautönen. Das fühlt sich immerhin natürlicher an als der Gelb-Overkill, ist aber immer noch gewöhnungsbedürftig. Mit ein wenig mehr Feintuning an den Dialogen, etwas weniger flachen Figuren und einem kleinen bisschen mehr Action im Mittelteil wäre "Fast Convoy" richtig gut geworden. So allerdings bleibt er ein Film, der sich im breiten Mittelfeld aus "kann man anschauen, muss man aber nicht" ansiedelt.

Fazit: Das Setting klingt vielversprechend, allerdings wäre ein klein wenig mehr Action für einen Film, der sich als Action-Thriller anbiedert, wünschenswert gewesen. Dialoglastig ist der Film zwar, die Dialoge kommen aber durchgängig zahnlos daher. Fans von markanten gelb- und sepiastichigen Farben kommen allerdings voll auf ihre Kosten, und zumindest der Auftakt und die Verfolgungsjagd am Ende sind wirklich ordentlich inszeniert. Auch wird das Tempo der Fahrzeuge über die komplette Laufzeit schön hoch gehalten.

Die Blu-ray: Die Blu-ray im Vertrieb von Ascot Elite (Veröffentlichung in Deutschland am 22.7.2016) kommt im Pappschuber mit fest aufgedrucktem FSK-Logo ins Haus. Die Hülle selbst hat dann aber ein Wendecover beiliegen. Bei den Tonspuren kann zwischen einer deutschen und der originalen, französischen Spur gewählt werden. Beide liegen in gut abgemischtem, fehlerfreien DTS-HD MA 5.1 vor. Die Dialoge sind gut verständlich, wenn es dann mal zur Sache geht werden die Boxen auch gut ausgenutzt und satter Klang füllt den Raum. Das Bild ist recht kontrastarm, was vermutlich aber einzig an den heftig eingesetzten Farbfiltern liegt: gelb für den Tag, blau für die Nacht. Dafür ist das Bild aber gestochen scharf. Als Bonus gibt es neben zwei Trailern zum Film noch ein kleines Making-of, mit dem Interessierte einen  Einblick in die Dreharbeiten bekommen.

Infos zum Film

Originaltitel: Le Convoi
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Thriller, Action
FSK: 16
Laufzeit: 103 Minuten
Regie: Frédéric Schoendoerffer
Drehbuch:  Frédéric Schoendoerffer, Yann Brion
Darsteller: Benoît Magimel, Reem Kherici, Tewfik Jallab u.a.

Trailer


Filmkritik: Stolz und Vorurteil und Zombies

© Square One Entertainment / Universum
Story: England, 1811. Das Land ist im Begriff, von einer neuen Zombie-Welle überrannt zu werden. Für Mrs. Bennet besteht jedoch das größere Problem darin, ihre fünf heiratsfähigen Töchter unter die Haube zu bringen. Eine davon ist Liz (Lily James), die wie der Rest ihrer Schwestern die Kampfkunst der Shaolin beherrscht und eine leidenschaftliche Kämpferin ist. Neben den Zombies ist ihre größte Herausforderung wiederum, der seltsamen Anziehung zu dem Kämpfer Mr. Darcy (Sam Riley) und dem Charme des manipulativen Mr. Wickham (Jack Huston) zu widerstehen. Liz und Darcy müssen erst persönliche Vorurteile überwinden, bevor sie im Kampf gegen die Zombies die wahre Liebe füreinander entdecken...

Kritik: Leicht ist es vermutlich nicht, einer so oft verfilmten und erzählten Geschichte wie "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen noch etwas Neues hinzuzufügen. Da muss schon tief in die Trickkiste gegriffen werden. Dachte sich auch ein findiger Autor und fügte der ganzen Sache kurzerhand ein paar Untote hinzu. Das klappte seinerzeit bei "Abraham Lincoln, Vampire Hunter" nur leidlich gut, doch hier macht man sich den übernatürlichen Gegner gut zu Nutze. 
© Square One Entertainment / Universum
Die Grundprämisse des Romans bleibt dabei erfreulich unberührt. Trotz der Zombies handelt es sich in erster Linie um eine weitere Adaption von Austens Gesellschafts- und Beziehungsdrama. Auch hier geht es in erster Linie darum, die zahlreichen Bennett-Töchter möglichst aussichtsreich zu verheiraten. Doch die anhaltende Zombieplage zwingt alle zu besonderen Maßnahmen, und so können die jungen Frauen gut auf sich selbst aufpassen. Es ist auch eine willkommene Umkehr der angestammten Rollen, die Frauen behaupten sich gegen die Untoten und die männlich geprägte Gesellschaft gleichermaßen. Dies irritiert natürlich die Männer das eine oder andere Mal, aber es wird als Normalität akzeptiert. Hier wartet jedenfalls keine hilflose Maid auf Rettung. 

Lily James stattet ihre Version der Liz Bennett mit einem kühlen Eifer aus. Schlagfertig in jeder Hinsicht, vor allem in den (Wort-)Gefechten mit Sam Rileys Mr. Darcy. Alle Darsteller gehen mit einer gehörigen Portion Ernst an die Sache, was dem Film ebenfalls gut tut. Niemand wirkt dabei ungewollt unsympathisch, selbst der Mutter nimmt man die aufrechte Sorge um die Zukunft ihrer Töchter als Motivation ab. Einzig Lena Headey ist ein bisschen verschenkt in ihrer Rolle, von ihr hätte ich gerne mehr gesehen. Doch der Fokus liegt woanders. So sind dann auch die Zombies mehr als nur ekliges Schauwerk. Sie zeigen uns den Umgang einer Gesellschaft mit dem Anderen, dem Fremden. Sie funktionieren aber auch als permanente, unterschwellige Bedrohung in alltäglichen Situationen. Ein spannender Twist, wenn man sich darauf einlassen kann. 
© Square One Entertainment / Universum
Die schönen Kulissen und die wundervollen, detailreichen Kostüme machen es jedenfalls leicht, in diese Welt einzutauchen. Es ist vermutlich der Umsichtigkeit des Regisseurs und einer gewissen Harmonie unter den Darstellern zu verdanken, dass dieses Experiment (und sind wir ehrlich, die Ausgangslage ist irgendwie dreist) nicht nur nicht scheitert, sondern stellenweise wirklich unterhaltsam ist, der Geschichte etwas neues hinzufügen kann und eine ziemlich gelungene Adaption von "Stolz und Vorurteil" ist. Wenn man Zombies allerdings nicht ausstehen kann, dann sollte man wohl einen Bogen um die ganze Angelegenheit machen, denn wenn sie auftauchen, dann sind sie wirklich fies anzusehen.

Fazit: Lily James und vor allem Sam Riley glänzen in dieser eigenwilligen Adaption des Kultromans von Jane Austen. Überraschend dialogtreu am Originalwerk gibt es allerhand fiese Zombiebrut zu eliminieren. Matt Smith sorgt für ein paar willkommene Lacher zwischendurch, andere Darsteller sind vom Potenzial her arg verschenkt. Doch falls hier keine hochtragende Literaturverfilmung erwartet wird, sondern eben wunderschön ausgestattetes 18. Jahrhundert, gepaart mit Ärsche tretenden Protagonistinnen und ein oder zwei Liebschaften, so macht "Stolz und Vorurteil und Zombies" sicherlich glücklich. Näher an Austens Vorlage als an einem richtigen Gruselstück kommt den Zombies hier die besondere Aufgabe zuteil, anderweitig für Horror zu sorgen. Ihre unterschwellige Bedrohung zieht sich dann auch durch den ganzen Film und ergänzt die eigentliche Aussage des ursprünglichen Werkes treffend. 

Die DVD: Die DVD im Vertrieb von Square One Entertainment / Universum Film ist seit dem 28. Oktober 2016 im Handel erhältlich.  Neben der deutschen Tonspur befindet sich auch die englische Originaltonspur mit auf der Scheibe. Beide kommen in einem guten Klangverhältnis daher, wobei die synchronisierte Fassung ein leicht besseres Verhältnis von Dialogen zu Geräuschen aufweisen kann. Insgesamt ist der Ton bei beiden Dolby Digital 5.1 Spuren aber gut ausbalanciert. Das Bild ist dem Format entsprechend scharf und auch farblich stimmig. Die Kontraste sowie Schwarzwerte überzeugen. Als Extras gibt es ein paar entfallene Szenen, einige Featurettes die sich mit den Hintergründen der Produktion auseinandersetzen sowie ein paar Interviews mit den Darstellern und der restlichen Crew.

Infos zum Film

Originaltitel: Pride and Prejudice and Zombies
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Horror, Drama, Komödie
FSK: 16
Laufzeit: 108 Minuten
Regie: Burr Steers
Drehbuch:  Burr Steers
Darsteller: Lily James, Sam Riley, Jack Huston, Matt Smith, Charles Dance, Lena Headey, Bella Heathcote u.a.

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Filmkritik: Warcraft: The Beginning


Alle Bilder im Beitrag © Universal

Story: Die Orks haben ein Problem: Ihre Welt stirbt, sie verlieren ihre Heimat. Der mächtige Hexenmeister Gul'dan (Daniel Wu) öffnet ein Portal in eine andere Welt, durch das die stärksten und besten Krieger gehen sollen, um die Ankunft der restlichen Orks auf der anderen Seite vorzubereiten. Doch die Einwohner von Azeroth lassen sich ihre Heimat nicht einfach so wegnehmen. Unter der Führung von König Llane Wrynn (Dominic Cooper) und dem mächtigen Magier-Wächter Medivh (Ben Foster) stellen sich der mutige Krieger Anduin Lothar (Travis Fimmel), der junge Zauberer Khadgar (Ben Schnetzer) und die Halborkin Garona (Paula Patton) der plündernden Horde entgegen. Doch auch auf der anderen Seite machen sich Zweifel breit. Durotan (Toby Kebbell), der Anführer des Frostwolf-Clans, sucht nach einem anderen, friedlicheren Weg, um mit den Menschen gemeinsam zu leben.

Kritik: Bevor hier irgendwas besprochen wird, möchte ich klarmachen, dass es mir schwerfällt, an "Warcraft" überhaupt neutral heranzugehen. "Warcraft" 1-3 waren fester Bestandteil meiner Jugend, endlose Stunden habe ich damit verbracht Menschen und Orks und Elfen auf kleinen Karten an meinem damals sehr, sehr schrottigen PC hin- und herzuschieben. Seit Release, immer mal wieder mit Unterbrechungen, spiele ich "World of Warcraft", ich habe meine Bachelorarbeit zum kommunikativen Verhalten der Spieler von WoW geschrieben. Ich habe lange, sehr lange sogar, auf diesen Film gewartet, und wer mich kennt weiß, dass Geduld nicht unbedingt zu meinen größten Stärken gehört. Jedenfalls nicht, wenn es um Filme geht. Ich befinde mich also nicht in der Position, irgendwie unvorbelastet an das Thema heranzugehen. Würde ich mich neutral verhalten, dann würde ich folgendes zum Film zu sagen haben: 

""Warcraft" kommt einige Jahre zu spät weil sowieso nur noch alle über das Spiel meckern, wartet mit einer recht belanglosen Geschichte und flachen Figuren und ist vorbei, bevor er richtig angefangen hat. Die Effekte sind etwas seltsam, der Sound ist toll. Es wird vermutlich eine Fortsetzung geben, Fans dürften an dem Film aber Gefallen finden, denn er ist wirklich groß angelegter Fanservice".
Durotan, der Anführer des Frostwolf-Clans.
C'Thun sei Dank muss ich mich aber nicht neutral verhalten, also setze ich mich jetzt ausnahmsweise mal in der Rolle eines Fans mit dem Film auseinander. Verfilmungen von Spielen haben ja generell einen schweren Stand. Bei Fans werden sie sowieso kritisch begutachtet, und sind wir mal ehrlich, meistens kommt auch kein gutes Werk dabei zustande. Hindert mich ja nicht daran, z.B. "Resident Evil 3"oder "Prince of Persia" zu mögen, aber ein guter Film sieht ja irgendwie doch anders aus. Hoffnungen macht aktuell "Assassins Creed", nicht nur wegen Michael Fassbender vor und Justin Kurzel hinter der Kamera. Aber auch "Warcraft" hat ein paar tolle Namen mit an Bord. Jedenfalls von meiner Warte aus. Travis Fimmel macht einen prima Job bei "Vikings", Ben Foster geht, genau wie Toby Kebbell eh immer. Und Duncan Jones begeisterte bereits mit "Source Code" und "Moon" das Publikum. Beliebter Stoff, guter Regisseur, gute Darsteller, kann ja eigentlich nichts schiefgehen, oder? Außer, dass der Film ewig gebraucht hat, um überhaupt mal fertig zu werden, und erst in den letzten zwei Jahren mal als handfestes Thema auf den Tisch kam.  
Ich geb mir gar keine Mühe das zu verbergen: Medivh ist ♥.
Wie ist der Film denn nun geworden? Eigentlich ziemlich gut. Naturgemäß müssen die Orks, die Landschaften und allerlei andere Wesen/Gegenstände irgendwie am Computer zurechtgemacht werden. Hier beruft man sich voll und ganz auf die Spiele-Grundlage, die Orks sind riesig und hauen ganz schön mächtig zu. Da wird gerne auch mal gleich mit einem ganzen Pferd geworfen. Klarer Nachteil ist hier, dass die Interaktion mit den wenigen Menschen umso seltsamer ausfällt. Da wird gerne im Hintergrund mal mit der Luft gekämpft, und der eine oder andere Schwerthieb geht gezielt ins Nirgendwo. Das reißen die eindrucksvollen Landschaften dafür wieder voll raus. Weite Steppen, dichte Wälder, schwebende Städte und Stormwind, die Hauptstadt der Menschen, laden zum Entdecken ein und werden mindestens die Fans der Spiele richtig erfreuen. Und wenn die Magier und Hexenmeister loslegen, dann aber so richtig: Die Blitze fliegen, magische Energien strömen durch das Bild, alles leuchtet in knalligen Farben. Eine richtige Augenweide, selbst der Schafzauber sah in den Games nicht so cool aus. ILM hat hier in Sachen Effekte mal wieder gezaubert. Bezaubernd sind aber vor allem die Details, hier wieder bei den Orks. Man merkt, dass richtige Schauspieler dahinter stecken, besonders der Ausdruck der Augen, eigentlich die ganze Mimik der Figuren, ist täuschend echt. In der Originalversion ergeben sich aus den mächtigen Hauern dieser Orks allerdings hier und da Verständnisprobleme, die Aussprache ist stellenweise arg undeutlich. Am massivsten fällt dies gerade bei dem Ork mit den kleinsten Hauern auf, nämlich Garona.
Garona, die Halborkin, ein Problemfaktor des Films.
Garona ist aber auch in anderen Bereichen klar der Schwachpunkt des Films. Während die meisten anderen Figuren hauptsächlich ihre Rolle erfüllen, wird bei ihr nie so ganz klar, welchen Zweck sie eigentlich hat. Ihre Hintergrundgeschichte wird kaum angerissen, die angedeutete Liebesgeschichte zwischen ihr und Anduin Lothar verwirrt in höchstem Maße. Wieso ist sie wichtig für Gul'dan? Ohne vorherige Kenntnis der Geschichte bleibt sie eine unterentwickelte Figur, und selbst mit Kenntnis der eigentlichen Geschichte ist das hier einfach nur verwirrend. Positiv stechen besonders die Magier hervor. Während Medivh herrlich anzuschauen ist in all seiner heruntergekommenen Pracht, ist Khadgar mit seinen etwas tollpatschigen Momenten in erster Linie für die gute Laune zuständig. Aber auch er hat es, magisch betrachtet, faustdick hinter den Ohren und ist mein klarer Favorit in der ganzen Angelegenheit. Löblich ist auch der Vorsatz, beiden Seiten gleich viel Zeit zuzugestehen. Die oft gezogene Grenze zwischen gut und böse wird effizient verwischt, beide Seiten haben nachvollziehbare Motive und sympathische Figuren vorzuweisen. Leider springt der Film, besonders zu Beginn, recht hektisch zwischen den Figuren hin und her. Was einerseits nachvollziehbar ist, denn viele Figuren wollen vorgestellt werden, weil sie einfach wichtig für die Handlung sind. Etwas mehr Ruhe wäre hier wünschenswert gewesen, alternativ wären wenige Minuten mehr pro Figur und Schauplatz vielleicht eine Lösung gewesen. So dauert "Warcraft" zwar zwei Stunden, ist aber doch sehr schnell vorbei, weil es so viel zu sehen gibt. 
Khadgar ist aber mehr ♥ als Medivh, und auch als Anduin, hier rechts im Bild.
Klares Steckenpferd des Films ist dann aber jeder Moment, der Fans der Spiele direkt anspricht. Relativ zu Beginn taucht kurz ein Murloc im Bild auf, spätestens ab da war für mich klar: das ist mein Ding, das richtet sich an mich, die furchtlose Jägerin unzähliger nerviger Murloc-Orakel und Pfützenspringer. Sicher, für Außenstehende mögen viele Dinge hier seltsam sein. Die Elfen, die kurz zu sehen sind, wirken überrissen, die Zwerge sehen ebenfalls schräg aus. Doch das Alles hat seine Wurzeln direkt in den Spielen, dementsprechend macht es irgendwie Lust auf mehr. Wie cool wäre es, die Geschichten um Illidan oder Arthas auf der großen Leinwand zu sehen? Vielleicht werden wir es eines Tages erfahren, wer weiß. Bis dahin gibt es anständig epische Schlachten und Dramen zwischen Menschen und Orks. Dazu trägt auch der Soundtrack von Ramin Djawadi bei. Er nimmt sich die bekannten Songs aus den Spielen, vermischt sie aber mit eigenen Klängen und sorgt so für ein wohliges Maß an Epicness. Sicher, für Außenstehende mag das alles flach und aufgesetzt wirken. Aber vielleicht handelt es sich auch einfach um einen Film, der eben nicht für jeden gedacht ist. Was eventuelle Schwächen keinesfalls entschuldigen soll. Aber es fällt nicht sonderlich schwer, darüber hinwegzusehen, wenn es gleichzeitig so vieles zu entdecken gibt, wenn der Wiedererkennungswert aus jahre- oder jahrzehntelanger Spielerei so hoch angesetzt ist.

Anduin Lothar kämpft gegen einen Ork, oder auch die Luft.

Fazit: Butter bei die Fische, bzw. dicke Hämmer bei die Orks: "Warcraft" gibt sich nicht sonderlich viel Mühe, kompletten Neueinsteigern in die Materie irgendwie Halt zu geben. Muss er theoretisch auch nicht, die Geschichte, die aus den Spielen und Büchern bereits bekannt ist, ist für das Medium Film ein wenig vereinfacht worden und auch so nicht sonderlich kompliziert. Visuell beeindruckend kommen die Orks daher, da sehen die Menschen durchaus mal blass aus. Und auch der Sound ist ein wahrer Leckerbissen, es fetzt jedenfalls richtig, wenn die Magier und Hexenmeister zu Gange sind. Die Unterscheidung zwischen Gut und Böse fällt ebenfalls weg, was löblich ist. Und für Fans der Warcraft-Lore ist das hier sowieso Pflichtprogramm, denn an die wurde in erster Linie gedacht. Mich jedenfalls ließen Kulissen wie Karazhan und Stormwind atemlos zurück, während durchaus humorvolle Einlagen (Murlocs, Sheep!) ebenso sicher ihr Ziel trafen. Objektiv betrachtet mag "Warcraft" vielleicht kein Meisterwerk sein, für mich, die mit den Games aufgewachsen ist, war es ein richtiges Erlebnis, die Figuren und Handlungsschauplätze auf der großen Leinwand sehen zu können. Und wer mich im Kino vor lauter Freude zum Dauergrinsen bringt, der hat einfach auch irgendwas richtig gemacht.


Infos zum Film

Originaltitel: Warcraft
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Western, Drama, Action
FSK: 12
Laufzeit: 124 Minuten
Regie: Duncan Jones
Drehbuch: Duncan Jones, Charles Leavitt
Darsteller: Travis Fimmel, Toby Kebbell, Ben Foster, Paula Patton, Ben Schnetzer, Robert Kazinsky, Ruth Negga u.a.

Trailer


Filmkritik: X-Men: Apocalypse

© 20th Century Fox

Story: Seit Anbeginn der Menschheit wurde er als Gott verehrt: En Sabah Nur, genannt Apocalypse, der erste und mächtigste Mutant des Marvel X-Men Universums, vereint die Kräfte vieler verschiedener Mutanten und ist dadurch unsterblich und unbesiegbar. Nachdem Apocalypse nach tausenden von Jahren erwacht, ist er desillusioniert von der Entwicklung der Welt und rekrutiert ein Team von mächtigen Mutanten – unter ihnen der entmutigte Magneto (Michael Fassbender) – um die Menschheit zu reinigen, eine neue Weltordnung zu erschaffen und über alles zu herrschen. Als das Schicksal der Erde in der Schwebe ist, muss Raven (Jennifer Lawrence) mit Hilfe von Prof. X (James McAvoy) ein Team junger Mutanten anführen, um ihren größten Erzfeind aufzuhalten und die Auslöschung der Menschheit zu verhindern.

Kritik: Und da sind sie wieder, unsere liebsten Mutanten. Dieses Mal geht es zurück ins Alte Ägypten, wo Oscar Isaac in Gottgestalt über die Erde herrschen will. Doch wer große Ziele hat, der macht sich auch Feinde, und so geht der Übermutant erst einmal verschütt. Zeit für einen Auftritt der X-Men. Die haben sich nach den Ereignissen aus "Days of Future Past" aufgeteilt. Raven sucht nach anderen Mutanten, Charles bildet junge Mutanten aus, und Eric lebt zurückgezogen und als normaler Mensch getarnt mit seiner Familie in Polen. In ihren jeweiligen Einführungsszenen wird dann auch schnell klar, dass diese Darsteller selbst die dünnste Geschichte mühelos schultern könnten, denn sie sind allesamt fast schon gespenstisch überzeugend. Besonders Michael Fassbender liefert eine Gänsehautperformance ab. Dazu ist der selbst in 3D überzeugende Film herrlich bunt und geht in seinen Comicwurzeln voll auf.
© 20th Century Fox
Doch auch die Neuzugänge schlagen sich wacker. Sophie Turner als junge Jean Grey sticht besonders heraus, aber auch der Rest muss sich nicht verstecken. Der heimliche Favorit aus dem letzten Teil, Evan Peters als Quicksilver, bekommt eine gesteigerte Version seiner coolen Zeitlupensequenz spendiert. Das mag ultimativer Fanservice sein (wie er an einigen Stellen im Film passiert, mit bestem Gewissen wird stellenweise auf die Kontinuität innerhalb der Reihe geschissen), aber es macht eben auch Spaß, zuzusehen. Letztendlich liegen die Probleme des Films, und die hat er eindeutig, an anderer Stelle.

Denn nach mittlerweile 14 Jahren kommt das Franchise nicht mehr vom Fleck. Bereits zu Beginn wurde prinzipiell immer der gleiche Konflikt neu aufgerollt: Einige Menschen sind anders, verstecken sich, werden an die Hand genommen und ermutigt und stehen dann für sich (und die Menschheit) ein. Ein löblicher Ansatz, der gewiss auch so schnell nicht an gesellschaftlicher Relevanz verlieren wird. Doch das immer gleiche Thema wird auf Dauer eben auch langweilig. Bestes Beispiel hierfür ist die Figur des Magneto. Brillant gespielt, keine Frage. Doch wie oft muss man als Zuschauer noch mit ansehen wie Magneto gute Ziele hat, von irgendwem davon abgebracht wird, sich auf einen ausgiebigen Rachetrip begibt um dann am Ende doch wieder klare Gedanken zu fassen? "Apocalypse" bringt diese Redundanz auf ein ganz neues Level, wenn Gespräche zwischen Magneto und Professor X aus den beiden vorherigen Filmen zusammengeschnitten werden und im ersten Moment gar nicht klar wird, dass es sich um verschiedene Filme handelt.
© 20th Century Fox
Auch die Figur des Apocalypse selbst ist viel zu generisch geraten. Vom Talent des Oscar Isaac merkt man unter all der Maske so gut wie gar nichts, dazu kommt eine teilweise fies übertriebene Stimmverzerrung. Eine Rolle, die eigentlich auch jeder Statist aus der zweiten Reihe hätte übernehmen können. Dafür haut der alte Gott dann wenigstens ordentlich auf den Putz wenn es darum geht, die Menschheit zu bestrafen, bringt aber auch dabei nicht mehr als lahme Plattitüden heraus. Als Adaption der Comics wird ein einziger Film, zumal er so vollgepackt mit Figuren ist, dem Charakter sowieso niemals gerecht werden, und es stellt sich die Frage, wie viel Bösewicht man von einem knapp zweistündigen, in sich abgeschlossenen Werk man als Zuschauer überhaupt erwarten darf.

Diese Austauschbarkeit zieht sich durch den restlichen Film, denn die meisten Szenen sind so in sich abgeschlossen, dass man sie alle zusammen in den Mixer stecken könnte und nach kräftigem Durchschütteln immer noch einen funktionierenden Film hätte. Die persönlichen Momente funktionieren dabei tatsächlich am besten, denn der Rest ist zwar nett anzusehen, aber selbst für einen solchen Film am Ende zu viel. Das Ausmaß der Zerstörung ist so groß, so umfassend, dass unweigerlich die Frage im Raum steht, wie die Welt jemals wieder zur Normalität zurückkehren soll. Dieser Gedankengang wird vermutlich irgendwie in Vergessenheit geraten, spätestens mit dem nächsten Teil der Reihe. Doch es stellt sich die Frage nach der Notwendigkeit, wenn immer wieder die gleiche Geschichte erzählt wird, ohne dass jemals Konsequenzen daraus folgen.
© 20th Century Fox
Fazit:  "X-Men: Apocalypse" erfindet das Superheldengenre nicht neu. Muss er tatsächlich aber auch nicht, denn mittlerweile ist die Reihe so etabliert, dass Fans eh auf ihre Kosten kommen. Visuell ist "Apocalypse" ein Spektakel, auch die Darsteller überzeugen. Sie sorgen auch für die stärksten Momente im Film: Die, in denen es persönlich wird. Denn Apocalypse als Bösewicht bleibt trotz blauer Farbe schrecklich blass. Und auch die Mutanten leider unter der im Superheldengenre weit verbreiteten Krankheit der Konsequenzlosigkeit. Denn hier hat wirklich fast nichts Auswirkungen auf irgendwas, und das macht "Apocalypse" am Ende nett anzusehen, aber eben auch ein wenig zu irrelevant, um innerhalb der Hauptgeschichte wirklich mitreißen zu können.


Infos zum Film

Originaltitel: X-Men: Apocalypse
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Western, Drama, Action
FSK: 12
Laufzeit: 145 Minuten
Regie: Bryan Singer
Drehbuch: Simon Kinberg
Darsteller: Michael Fassbender, James McAvoy, Oscar Isaac, Sophie Turner, Jennifer Lawrence u.a.

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Filmkritik: Jane got a Gun

© Universum Film
Story: Der Traum von einem freien und sorglosen neuen Leben in New Mexico währt für Jane (Natalie Portman) nur kurz. Sieben Jahre nachdem sie mit ihrem Mann Bill „Ham“ Hammond (Noah Emmerich) aus den Fängen der ruchlosen Verbrecherbande der „Bishop Boys“ floh und eine Familie fernab der Zivilisation gründete, holen die alten Dämonen sie wieder ein. Die gefürchtete Bande rund um ihren brutalen Anführer John Bishop (Ewan McGregor) hat das Paar aufgespürt und sinnt auf Vergeltung, denn Ham war einst selbst einer von ihnen. Doch Jane ist fest entschlossen, ihr neues Leben und ihre Tochter mit allen Mitteln zu verteidigen und mit den „Bishop Boys“ abzurechnen. 

Kritik: "Jane got a Gun" hat vor allem eines hinter sich: eine bewegte Produktionsgeschichte. Der Austausch fast aller Darsteller (Aus Michael Fassbender wurde ein immernoch guter Joel Edgerton, Ewan McGregors Rolle gehörte mal Jude Law und dann Bradley Cooper), nur Natalie Portman war von Anfang an mit an Bord. Dann ging das Studio pleite, und eine ganze Weile lag der Film einfach in der Schublade herum. Auch der Kinostart Ende 2015 war mäßig erfolgreich, vermutlich hauptsächlich weil kaum ein Kino den Film zeigte. Ich erinnere mich jedenfalls daran kein Kino in meiner damaligen Nähe gefunden zu haben. Nun gibt es das Western-Drama als für das Heimkino. Und so ziemlich alles daran klingt vielversprechend. Natalie Portman? Geht immer. Western? An sich ja nicht schwer zu inszenieren. Der Titel verspricht dann noch eine Titelheldin, die ordentlich austeilen kann. Oder wofür braucht sie sonst die Waffe?
© Universum Film
Soviel steht fest: Zum Schießen mal sicher nicht. Oder nur kaum. Jane ist, was so ziemlich jede andere Frau in fast jedem Western (Ausnahmen schreibt ihr bitte in die Kommentare, danke) ist: völlig hilflos und aufgeschmissen, wenn kein Mann in der Nähe ist. Als ihr Mann angeschossen und fast tot nach Hause kommt und von der völlig farblosen (ok, McGregor hat die Haare gefärbt) Bishop Boys - Bande redet, macht Jane, was frau eben so macht. Statt ihre Tochter zu schnappen und das Land zu verlassen reitet sie zu ihrem Exfreund. Den schleppt zu ihrem noch immer nicht toten Mann ins Haus, damit alle gemeinsam darauf warten können, von der illustren Bande Banditen gemeuchelt zu werden. Denn wir alle wissen: es gibt nichts Ehrenvolleres und Besseres, als mit einem sinkenden Schiff gemeinsam unterzugehen. Wieso eine blühende, weil lebendige Zukunft für sich und das eigene Kind sicherstellen, wenn man stattdessen einfach sterben kann?

Zwischendrin gibt es Flashbacks, in denen die Beziehung zwischen Jane und ihrem Ex erläutert wird. Also, seine Geschichte. Sein Wille zu helfen wird dadurch ausgelöst, dass Jane Opfer eines sexuellen Übergriffs wurde. Und natürlich ist noch eine gute Portion Zwangsprostitution untergebracht, denn Frauen im Western können ja nicht außerhalb des Bordells existieren. In einigen Momenten des Films scheint Jane explizit dieses Thema anzusprechen, wenn sie ihren Ex darauf hinweist dass es nicht immer nur um ihn geht, dass andere Menschen neben ihm auch eine Rolle spielen. Im Gegenzug geht es ihm vordergründig um den Besitz. Also, seinem Besitzanspruch über Jane. Den musste er aufgeben, als er Jane mit einem anderen Mann und einem anderen Kind sah. Denn wir alle wissen, wie sexy es ist, wenn jemand einen so besitzen will. Nicht. In dieser Hinsicht lockt der Film mit dem Versprechen einer starken, unabhängigen Protagonistin, aber er macht sich keinerlei Mühe, dieses suggerierte Versprechen auch nur ansatzweise einzuhalten. 
© Universum Film
Leider ist "Jane got a Gun" aber auch sonst eher im Mittelfeld anzusiedeln. Die Geschichte kommt durch die ständigen Flashbacks beinahe komplett zum Erliegen. Die Figuren sind flach geschrieben, und wenn es nach mehr als 80 Minuten dann doch mal zur Sache geht, dann ist das irgendwie auch egal. Denn vorher fand nichts statt, was die Figuren irgendwie sympathisch oder besonders hassenswert gemacht hat. Visuell ist der Film hingegen schön gelungen, es gibt ein paar tolle Landschaftsaufnahmen und Panoramen. Die Musik bleibt nicht im Ohr hängen, geht aber auch nicht auf die Nerven. Sie ist einfach da, angenehm zurückhaltend. Die Kostüme sind ebenfalls schick, auch wenn mir jemand dringend erklären muss wie Jane es schafft, so weit draußen im Staub sauber und sexy zu bleiben, während alle um sie herum verdreckt sind. Da scheint es dann auch passend, dass sich im schmucken Westerngewand am Ende nichts weiter als eine Liebesgeschichte versteckt, wie sie schon hundert Male erzählt wurde.

Fazit: "Jane got a Gun" lockt mit einem absolut irreführenden Titel. Statt krasser, arschtretender Protagonistin gibt es eine langatmige Liebesschnulze mit hilfloser Natalie Portman im Westerngewand. Das ist nett anzusehen, die Darsteller machen auch durch die Bank weg einen guten Job. Leider bremst der Film sich mit seinen zahlreichen, sonnendurchfluteten Rückblenden aber immer wieder selbst aus, bis er dann vollkommen zum Erliegen kommt. Der Eindruck verbessert sich durch das relativ bleilastige Finale auch nur minimal. Fans des Genres können sicher einen Blick riskieren, denn nach wie vor kommen zu wenige Beiträge in Sachen Western. Ein Paradebeispiel für einen spannenden, gelungenen Film sollte man aber nicht erwarten.

Die Blu-ray: Die Blu-ray im Vertrieb von Universum Film (VÖ: 13.5.16) kommt im Amaray-Case mit Wendecover daher. Sowohl die deutsche als auch die englische Tonspur liegen in sattem, raumfüllendem DTS-HD MA 5.1 vor. Die Abmischung ist gut, die englische Tonspur bevorzugt zwischenzeitlich die Hintergrundgeräusche ein wenig zu sehr, dies bleibt aber noch im Rahmen. Untertitel liegen ebenfalls vor, leider aber nur auf Deutsch. Das Bild ist dem Format Blu-ray angemessen, die Farben kommen gut zur Geltung, die Schwarztöne sind sehr satt, hier flimmert auch in dunklen Szenen nichts.



Infos zum Film

Originaltitel: Jane got a Gun
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Western, Drama, Action
FSK: 12
Laufzeit: 98 Minuten
Regie: Gavin O'Connor
Drehbuch: Joel Edgerton, Brian Duffield, Anthony Tambakis
Darsteller: Natalie Portman, Joel Edgerton, Ewan McGregor u.a.

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