gesehen: Voll Verkatert

Plötzlich Katze © Universum Film


Story


Nach einem mysteriösen Unfall fällt Milliardär Tom Brand ins Koma und findet sich zu seinem allergrößten Entsetzen im Körper des Katers Mr. Kuschelpuschel wieder. Während sein labiler Gesundheitszustand in der Geschäftswelt zu wilden Spekulationen und unglaublichen Intrigen mit schwerwiegenden Folgen führt, kämpft Tom mit allen tierischen Mitteln um sein Leben und seine Firma. Hilfe erhofft er sich dabei von Felix Perkins, dem Besitzer einer mysteriösen Tierhandlung. Wird Tom Brand einen Weg zurück in seinen menschlichen Körper finden? Werden seine Frau Lara und seine Tochter Rebecca die Verschwörungen durchschauen und zu ihm halten? Und wird es seinem älteren Sohn David gelingen, das drohende Unheil von der Firma abzuwenden?




Kritik


Körpertausch - Komödien hatten bereits vor ein paar Jahrzehnten (uuuuund wir fühlen uns alle einmal alt) ihren Zenit überschritten. Katzen allerdings sind nach wie vor der heimliche Grund für die Existenz des Internet. Bei der stetigen Flut an mehr oder weniger witzigen Katzenvideos war es also nur eine Frage der Zeit, bis sich jemand filmisch mit den Vierbeinern auseinandersetzt.
© Universum Film
Mit Barry Sonnenfeld ist eigentlich auch ein durchaus kompetenter Regisseur am Start. "Men in Black" bringt mich jedenfalls auch heute noch zum lachen. Und mit Kevin Spacey, Jennifer Garner und Christopher Walken ist "Voll Verkatert" auch durchaus kompetent besetzt. Die FSK 0 gibt dann auch Hinweise auf die mutmaßliche Zielgruppe. Und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass jüngere Zuschauer mit Mr. Fuzzypants ihren Spaß haben können. Allerdings hört es da auch schon wieder auf.

Was folgt ist eine schier endlose Litanei, zusammengemixt aus "Arbeitende Eltern sind schlecht", einer Handvoll von "besinne dich auf das, was wirklich zählt, sonst wirst du kastriert!" Witzchen und  grottenschlechter Fäkalhumor am Laufband. Wer wenigstens auf ein paar Katzentypische Witze hofft, wird ebenfalls enttäuscht. Stattdessen gibt es immer wieder zynische Anspielungen darauf, Kevin Spaceys im Koma befindliche Figur endgültig gehen zu lassen. Nur leider kümmert sich "Voll Veratert" so wenig um seine Figuren, dass hier nur fassungsloses Kopfschütteln bleibt.
© Universum Film
Darstellerisch ist der Film ebenfalls eine Bruchlandung. Christopher Walken ist geistesabwesend. Kevin Spacey hört man die meiste Zeit über nur, und selbst da klingt er lustlos. Die Idee, seine normale deutsche Synchronstimme darüber hinaus extra für diesen Film mit Oliver Kalkofe zu ersetzten geht ebenfalls nach hinten los. Wieso? Die jüngeren Zuschauer kennen ihn vermutlich eh nicht, und alle anderen werden sicherlich nicht hingehen und am Ende feststellen, dass es nun ausgerechnet seine Stimme war, die den Totalausfall verhindert hat. Jennifer Garner bekommt ebenfalls nichts zu tun und ist dementsprechend hier komplett verschenkt.


Fazit


Ich bin mir nicht einmal sicher, wer für diesen Film als Zielgruppe auserkoren wurde. Katzenfans können es nicht sein. Kevin Spacey und Christopher Walken sind ebenfalls nur als Hüllen beziehungsweise Stimmen anwesend. Und humortechnisch ist das hier auch eher Bruchlandung als gekonntes Landen auf allen vier Pfoten. Ganz junge Zuschauer dürften vielleicht am einen oder anderen Witz kurzzeitig Freude haben, aber so ziemlich jedem anderen Interessenten kann man hiervon nur abraten. 


Die Blu-ray


Die Blu-ray im Vertrieb von Universum Film ist, wie auch die DVD, seit dem 31. März 2017 im Handel erhältlich. Das Amaray-Keepcase kommt leider ohne Wendecover ins Haus, Sammler müssen sich also mit einem FSK-Aufkleber abfinden. Sowohl die deutsche als auch die englische Originaltonspur liegen in klangstarkem, sauber abgemischtem DTS-HD 5.1 Master Audio vor. Untertitel gibt es in deutsch und englisch sowie englisch für Hörgeschädigte. Das Bild kann sich sehen lassen, die Farben wirken schön lebendig und satt. Katzenfans kommen bei den Extras voll auf ihre Kosten. 32 Minuten Bonusmaterial liefern in Form eines Making-of einen Einblick hinter die Kulissen. Das Featurette "Dreharbeiten mit Katzen" wird seinem Namen voll und ganz gerecht und ist recht spannend geraten. Denn Katzen haben ja durchaus ihren eigenen Kopf. Die Katzen-Outtakes sorgen dann für einige weitere Lacher.

Infos zum Film


Originaltitel: Nine Lives
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Comedy
FSK: 0
Laufzeit: 87 Minuten
Regie: Barry Sonnenfeld
Drehbuch: Gwyn Lurie u.a.
Darsteller: Kevin Spacey, Jennifer Garner, Robbie Amell, Cheryl Hines, Christopher Walken  u.a.
 

Trailer

 


 

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